Fotografieren sehr dunkler bis tiefschwarzer Münzen
Verfasst: So 20.04.08 10:53
Weil man vielfach hier im Forum beim Anhängen von Bilddateien insbesondere von Bronzen mit sehr dunklen Oberflächen, die auch schon mal völlig tiefschwarz sein können, beobachten kann, daß solche Münzen als dunkle Klöße, ohne erkennbare Zeichnung von Details, abgebildet werden, habe ich mir mal einige Gedanken gemacht, welche Fehler oft gemacht werden und wie dem abzuhelfen ist. Ergebnisse:
- Scanner sind ungeeignet, weil zu lichtschwach.
- Geeignet sind Digitalkameras mit Makrofunktion (Minimal-Objektentfernung nicht über 5 cm)
- Häufigster Fehler ist die zu helle Farbe des Untergrundes, auf dem die Münze fotografiert wird. Die automatische Belichtungseinstellung der Kamera ist bemüht, auch die mit abgebildeten Details des hellen Umfeldes der Münze (Hintergrund) und dessen Zeichnung bzw. Details abzubilden. Das führt automatisch zu einer Verschlechterung der Detailauflösung innerhalb des Münzbildes. Oder anders ausgedrückt: Die Kamera schließt einen Kompromiß bei der Detaildarstellung zwischen dunklen und hellen Partien, ein Kompromiß, der zum Nachteil der Erkennbarkeit von Details auf der Münze führt. Je größer der Unterschied der Helligkeitswerte zwischen Unterlage (Hintergrund) und Münze ist, desto schlechter das Ergebnis der Wiedergabe von Münzdetails. Weiß ist die denkbar schlechteste Farbe für eine Unterlage! Deren Farbe sollte dunkelgrau bis schwarz sein. Wenn der Helligkeitswert von Unterlage und Münze weitestgehend übereinstimmt, stellt sich die Kamera automatisch auf die für die Erkennbarkeit der Münzdetails optimale Belichtung ein und die "dunklen Klöße" gehören der Vergangenheit an.
Nebenbei gesagt, funktioniert dann der Weißausgleich auch wieder besser und extreme Farbstiche werden ebenfalls vermieden.
Als Beispiel hänge ich hier einen rabenschwarzen Postumus an, mit einer mittelpreisigen Digi-Kamera und Makrofunktion von 5 cm unter der Schreibtischlampe (40 Watt) freihändig aufgenommen, danach zwangsweise wegen der 85 KB - Grenze von 2,4 MB auf 60 KB verkleinert und zugeschnitten. Farblich noch bessere Wiedergabe erhält man unter Tageslicht (nicht von der Sonne beschienen!).
Wegen der richtigen Einordnung dieses threads habe ich erst gezögert, aber dann mich doch für die "Römer" entschieden, da solch dunkle Münzen wohl am häufigsten bei den Antiken anzutreffen sind.
Wäre schön, von Euren Erfahrungen auf dieser Strecke zu hören, falls ich nicht mit meinen "Weisheiten" weitgehend offene Türen einrenne und ein großes Gähnen auslöse, wünscht sich
bestens grüßend
drakenumi1
- Scanner sind ungeeignet, weil zu lichtschwach.
- Geeignet sind Digitalkameras mit Makrofunktion (Minimal-Objektentfernung nicht über 5 cm)
- Häufigster Fehler ist die zu helle Farbe des Untergrundes, auf dem die Münze fotografiert wird. Die automatische Belichtungseinstellung der Kamera ist bemüht, auch die mit abgebildeten Details des hellen Umfeldes der Münze (Hintergrund) und dessen Zeichnung bzw. Details abzubilden. Das führt automatisch zu einer Verschlechterung der Detailauflösung innerhalb des Münzbildes. Oder anders ausgedrückt: Die Kamera schließt einen Kompromiß bei der Detaildarstellung zwischen dunklen und hellen Partien, ein Kompromiß, der zum Nachteil der Erkennbarkeit von Details auf der Münze führt. Je größer der Unterschied der Helligkeitswerte zwischen Unterlage (Hintergrund) und Münze ist, desto schlechter das Ergebnis der Wiedergabe von Münzdetails. Weiß ist die denkbar schlechteste Farbe für eine Unterlage! Deren Farbe sollte dunkelgrau bis schwarz sein. Wenn der Helligkeitswert von Unterlage und Münze weitestgehend übereinstimmt, stellt sich die Kamera automatisch auf die für die Erkennbarkeit der Münzdetails optimale Belichtung ein und die "dunklen Klöße" gehören der Vergangenheit an.
Nebenbei gesagt, funktioniert dann der Weißausgleich auch wieder besser und extreme Farbstiche werden ebenfalls vermieden.
Als Beispiel hänge ich hier einen rabenschwarzen Postumus an, mit einer mittelpreisigen Digi-Kamera und Makrofunktion von 5 cm unter der Schreibtischlampe (40 Watt) freihändig aufgenommen, danach zwangsweise wegen der 85 KB - Grenze von 2,4 MB auf 60 KB verkleinert und zugeschnitten. Farblich noch bessere Wiedergabe erhält man unter Tageslicht (nicht von der Sonne beschienen!).
Wegen der richtigen Einordnung dieses threads habe ich erst gezögert, aber dann mich doch für die "Römer" entschieden, da solch dunkle Münzen wohl am häufigsten bei den Antiken anzutreffen sind.
Wäre schön, von Euren Erfahrungen auf dieser Strecke zu hören, falls ich nicht mit meinen "Weisheiten" weitgehend offene Türen einrenne und ein großes Gähnen auslöse, wünscht sich
bestens grüßend
drakenumi1