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Nero Macellum Dupondius: Faelschung
Verfasst: Do 24.04.08 17:56
von edward
Hallo, ich habe mir gedacht einigen von euch wuerde es interessieren diese Faelschung eines Macellum Dunpodius des Nero zu sehen.
Ich habe die Muenze als echt von einem Haendler (!!!) fuer glatte 730 DM in einer Boerse vor etwa 8-9 Jahren gekauft. Nachdem ich die Muenze als falsch erkannt hatte (mit hilfe eines anderen Haendlers), hatte ich viel Muehe mein geld zurueckzubekommen....Am ende hatte ich mein Geld zurueck, und duerfte die Muenze auch noch behalten. Ich finde es ein interessantes Stueck. Was denkt ihr: eine "gute"oder schlechte Faelschung?
Gruss,
Edward
Verfasst: Do 24.04.08 19:15
von beachcomber
na ja, stilistisch natürlich eine 'gute' fälschung, da die münze offensichtlich von einem original abgegossen wurde.
aber da es eben offensichtlich ein guss ist, natürlich eine 'schlechte' fälschung, und es ist mir ein rätsel, dass sowas einem händler nicht sofort auffällt.
grüsse
frank
Verfasst: Do 24.04.08 19:56
von Xanthos
Das Vorbild dieser Fälschung war übrigens RIC 187:
http://www.romanatic.com/romanatic-1142
Verfasst: Do 24.04.08 20:02
von quisquam
'Gute' Fälschungen sind diejenigen, die leicht als solche zu erkennen sind!
Grüße, Stefan
Verfasst: Do 24.04.08 21:02
von kollboy
das, was auf den ersten blick den eindruck einer leicht abgegriffenen münze vermittelt, ist in wahrheit verschmolzen - zur illustration, was ich meine: mach das gedankenexperiment und stell dir die münze mit original scharfen konturen und details vor, mit neuem stempel aber eben in einen wachsschrötling geprägt. und dann stell dir vor, du schwenkst einmal rasch eine brennende lötlampe darüber - dann müsste das produkt so aussehen wie diese münze, nämlich ALLE scharfen details (zb haarlocken von der schläfe bis zum scheitel) in gleichem ausmass verschwommen, im gegensatz zu einer abgegriffenen münze, bei der die locken auf der schläfe als erhabenste stelle vielleicht ganz verschliffen, jene am scheitel aber sicher noch scharf sind, und dann müssten sich buchstaben wie der schriftzug NERO auf 6 uhr scharf vom feld abheben und nur die hohen stellen der buchstaben abgegriffen sein; und auch linienkreuzungen wie beim R von NERO (senkrechter strich-bogen-vorderfuss des buchstabens) duerften nicht so ineinander verrinnen und als "patzen" (klecks) wirken. auch der gesamteindruck ist eher "überschmolzen" als leicht abgegriffen.
Verfasst: Do 24.04.08 21:20
von areich
kollboy hat geschrieben:...nd dann müssten sich buchstaben wie der schriftzug NERO auf 6 uhr scharf vom feld abheben und nur die hohen stellen der buchstaben abgegriffen sein...
Das ist der Teil, den ich mir am Leichtesten merken und am Leichtesten erkennen kann. Wenn man das weiß ist die Sache wirklich eindeutig.
Andreas