Die AE Prägung des Constantin II.als Augustus,ein Ratespiel.
Verfasst: Sa 12.07.08 00:51
Mein Beitrag beschäftigt sich heute mit den wenigen und noch dazu schwierig zuzuweisenden Kupferprägungen des Constantin II. als Augustus.Der älteste Sohn des Constantin I. und der Fausta war immerhin von September 337 bis April 340 Kaiser im Westen des Reiches,doch für diese 2 ½ Jahre hat man mit seiner AE-Prägung seine liebe Not.
Der RIC führt für diesen Zeitraum nur drei Rückseiten-Typen auf: AETERNA PIETAS, VIRTUS AUGUSTI, jeweils mit dem stehenden Kaiser,und GLORIA EXERCITUS mit den zwei Soldaten mit Standarte(n),bzw. Labarum,die alle auf relativ kleinen 14-16mm-Schrötlingen bei einem Gewicht um 1,6g geprägt wurden.Nach welchen Richtlinien der RIC einen Teil dieser Prägungen dem Constantin II. zuweist ,ist zumeist nicht ganz schlüssig und zweifelhaft.
Es gibt nämlich fast keine Avers-Legende,die eindeutig für Constantin II. spricht.Außer Lyon(„CONSTANTINUS“ wird in der Folge mit „C.“ abgekürzt) mit C.IUN.AUG. haben alle anderen Münzstätten Constantin I.-Legenden: C.AUG., C.MAX.AUG., C.P.F.AUG., D.N.C.P.F.AUG. und IMP.C.AUG.. Von Thessalonica,Nicomedia undAntiochia sind keine Kupferprägungen bekannt.Die Heraclea-(C.M.V.AUG.,wird mit maximus Victor übersetzt),und Rom-Legenden (VIC.C.AUG),werden ausnahmslos Constantin II. zugeschrieben,obwohl der Beiname „Victor“ nur Constantin I.verliehen wurde (D.Kienast,Römische Kaisertabelle,S.310).
Problematisch sind auch die GLORIA EXERCITUS-Rückseiten,wenn die beiden Soldaten ein Labarum halten,oder ein Kreuz,bzw. Chi/Rho-Beizeichen aufweisen.Bei meinen unten angeführten Stücken z.B. weist der RIC die Nr.3 (Aquileia,Kreuz)dem Constantin I.,die Nr.4 niemandem (für mich ein Constantin I. dem Portrait nach)und die Nr.5 (Siscia,Labarum)dem Constantin II.zu.Um die Verwirrung zu vervollständigen,sollen die Münzen des Constantin I. (Ausnahme das bekannte Silber-Medaillon) eigentlich auf christliche Symbole verzichten,andererseits müßte die Legende „C.MAX.AUG.“ nur Constantin I. zustehen´´, denn nur dieser führte den Titel „maximus Augustus“(wieder Kienast,S.299).
Constantin II.hätte doch,was er schon als Caesar und bei seinen Gold-und Silberprägungen tat,entweder „IUN“ oder „FL.CL.“(Flavius Claudius) seinen Avers-Legenden hinzufügen können.Es hätte uns einige Rätsel erspart.Warum er es nicht tat,warum auch seine Kupferprägungen als Augustus,ganz im Gegensatz zu denen seiner Brüder Constans und Constantius II.,so selten sind,und warum die Zuweisung so schwierig ist,wären doch durchaus diskussionswürdige Themen.Hier nun die Beschreibung der nachstehend abgebildeten (Fund)-Münzen:
A) VIC.CONSTANTINUS.AUG.-Typ:
Nr.1) Av.: Büste des C.II.(?) mit Perldiadem n. rechts. VIC.CONSTA-NTINUS AUG. Rv: C.mit Schild und Speer stehend nach rechts. VIRTUS-AUGUSTI, R*P, RIC21, 1,52g, 16mm.
Nr.2)Av.:dto. VIC.CONSTANTINUS AUG. Rv.:2 Soldaten mit Standarte. GLOR-IA EXERC-ITUS, R*P, RIC24, 1,46g, 15mm. B) Labarum und Kreuz-Beizeichen:
Nr.3)Av.:Büste d.C.I.(?) mit Perld.n.r., CONSTANTI-NUS MAX.AUG. Rv.:2 Soldaten mit Standarten,dazw.Kreuz. GLOR-IA EXERC-ITUS. AQS, RIC124, 1,81g, 16mm.
Nr.4)Av.:dto. Rv.:2 Soldaten mit Labarum, G.E., SCONST, RIC-, 1,95g, 15mm.
Nr.5)Av.:dto. Rv.:dto. ESIS, RIC85(C.II.), 1,45g, 15mm.
Der RIC führt für diesen Zeitraum nur drei Rückseiten-Typen auf: AETERNA PIETAS, VIRTUS AUGUSTI, jeweils mit dem stehenden Kaiser,und GLORIA EXERCITUS mit den zwei Soldaten mit Standarte(n),bzw. Labarum,die alle auf relativ kleinen 14-16mm-Schrötlingen bei einem Gewicht um 1,6g geprägt wurden.Nach welchen Richtlinien der RIC einen Teil dieser Prägungen dem Constantin II. zuweist ,ist zumeist nicht ganz schlüssig und zweifelhaft.
Es gibt nämlich fast keine Avers-Legende,die eindeutig für Constantin II. spricht.Außer Lyon(„CONSTANTINUS“ wird in der Folge mit „C.“ abgekürzt) mit C.IUN.AUG. haben alle anderen Münzstätten Constantin I.-Legenden: C.AUG., C.MAX.AUG., C.P.F.AUG., D.N.C.P.F.AUG. und IMP.C.AUG.. Von Thessalonica,Nicomedia undAntiochia sind keine Kupferprägungen bekannt.Die Heraclea-(C.M.V.AUG.,wird mit maximus Victor übersetzt),und Rom-Legenden (VIC.C.AUG),werden ausnahmslos Constantin II. zugeschrieben,obwohl der Beiname „Victor“ nur Constantin I.verliehen wurde (D.Kienast,Römische Kaisertabelle,S.310).
Problematisch sind auch die GLORIA EXERCITUS-Rückseiten,wenn die beiden Soldaten ein Labarum halten,oder ein Kreuz,bzw. Chi/Rho-Beizeichen aufweisen.Bei meinen unten angeführten Stücken z.B. weist der RIC die Nr.3 (Aquileia,Kreuz)dem Constantin I.,die Nr.4 niemandem (für mich ein Constantin I. dem Portrait nach)und die Nr.5 (Siscia,Labarum)dem Constantin II.zu.Um die Verwirrung zu vervollständigen,sollen die Münzen des Constantin I. (Ausnahme das bekannte Silber-Medaillon) eigentlich auf christliche Symbole verzichten,andererseits müßte die Legende „C.MAX.AUG.“ nur Constantin I. zustehen´´, denn nur dieser führte den Titel „maximus Augustus“(wieder Kienast,S.299).
Constantin II.hätte doch,was er schon als Caesar und bei seinen Gold-und Silberprägungen tat,entweder „IUN“ oder „FL.CL.“(Flavius Claudius) seinen Avers-Legenden hinzufügen können.Es hätte uns einige Rätsel erspart.Warum er es nicht tat,warum auch seine Kupferprägungen als Augustus,ganz im Gegensatz zu denen seiner Brüder Constans und Constantius II.,so selten sind,und warum die Zuweisung so schwierig ist,wären doch durchaus diskussionswürdige Themen.Hier nun die Beschreibung der nachstehend abgebildeten (Fund)-Münzen:
A) VIC.CONSTANTINUS.AUG.-Typ:
Nr.1) Av.: Büste des C.II.(?) mit Perldiadem n. rechts. VIC.CONSTA-NTINUS AUG. Rv: C.mit Schild und Speer stehend nach rechts. VIRTUS-AUGUSTI, R*P, RIC21, 1,52g, 16mm.
Nr.2)Av.:dto. VIC.CONSTANTINUS AUG. Rv.:2 Soldaten mit Standarte. GLOR-IA EXERC-ITUS, R*P, RIC24, 1,46g, 15mm. B) Labarum und Kreuz-Beizeichen:
Nr.3)Av.:Büste d.C.I.(?) mit Perld.n.r., CONSTANTI-NUS MAX.AUG. Rv.:2 Soldaten mit Standarten,dazw.Kreuz. GLOR-IA EXERC-ITUS. AQS, RIC124, 1,81g, 16mm.
Nr.4)Av.:dto. Rv.:2 Soldaten mit Labarum, G.E., SCONST, RIC-, 1,95g, 15mm.
Nr.5)Av.:dto. Rv.:dto. ESIS, RIC85(C.II.), 1,45g, 15mm.