Sprung von moderner Numinsmatik in die klassische Numismatik

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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klunch
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Re: Sprung von moderner Numinsmatik in die klassische Numism

Beitrag von klunch » Mi 24.04.13 11:42

Na wenn ich da "Hostilius Saserna" lese, dann gehts vielleicht auch bald wieder mehr in Richtung Republik, die in meinen Augen oft etwas kurz kommt. :D

Aber wir wollen ja keinen beeinflussen, nicht wahr? :wink:

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Uthred
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Re: Sprung von moderner Numinsmatik in die klassische Numism

Beitrag von Uthred » Mi 24.04.13 14:01

Danke Dir Julianus. Die Probus-Lastigkeit war eher Zufall, da ich ordentlich erhaltene Stücke zu relativ günstigen Preisen erwerben konnte. Ich denke spezielle gerade jetzt zu Anfang werde ich mir aus verschiedenen Epochen Stücke heraussuchen um ein gewisses Gefühl für die Vielfalt antiker Münzen zu bekommen. Dass ich mich dann später vielleicht in eine gewisse Richtung spezialisieren werde, kann sein. An Probus Münzen gefällt mir die Vielzahl erhältlicher Exemplare mit sehr guter Prägequalität zu günstigen Preisen. Es werden also wohl mit Sicherheit noch „Probuse“ hinzukommen, da bin ich überzeugt davon. So ein Quadriga Exemplar auf jeden Fall.
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Chandragupta
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Re: Sprung von moderner Numinsmatik in die klassische Numism

Beitrag von Chandragupta » Do 25.04.13 16:10

@Uthred: Auch von mir als Nicht-mehr-so-häufig-Schreiber ;) hier im Forum ein herzliches Willkommen! :drinking:

Ich bin ja jemand, der den genau umgekehrten Weg wie Du gegangen ist: Von der antiken Numismatik, zu der ich vor nunmehr schon über 35 Jahren (jaja, ich werde älter.... ;) ) rein aufgrund meines historischen Interesses gekommen bin, hin zu einer zumindest ansatzweise ernsthaften, parallelen Beschäftigung mit modernen Münzen seit ca. 10 Jahren (also seit der Wiedereinführung einer Weichwährung namens Euro, der ich nach über 30 in der DDR verbrachten Jahren 1990 "eigentlich" entkommen zu sein hoffte). Und zwar letzteres (also das "Anhäufen" moderner Goldmünzen als "gepflegter Spargroschen") durchaus mit dem Schwerpunkt auf Anlage. Aber natürlich habe ich da als jemand, der schon aus der "echtnumismatischen Ecke" kam, nicht mit dem typischen Anlegerkram angefangen (wie Krügerrand, Maple Leaf, Philharmoniker & Co.) - alles Dinge, die für mich auch nicht zur "wirklichen" Numismatik werden, nur weil es per definitionem eben ein "offizielles staatliches Zahlungsmittel mit einem Nennwert" ist, der eh Potenzen UNTER dem jeweiligen Materialwert liegt. (Wobei ich natürlich selbst als sehr großer Antikenfan zugebe, daß manche dieser Sachen schon recht attraktiv gestaltet sein können - mein Favorit sind hier übrigens die australischen Kangaroos, die zeigen, daß eine an antike Prägungen erinnernde Relieftiefe durchaus auch bei modernen Münzen trotz ihres objektiv geringen Reliefs zumindest recht gut "vorgetäuscht" werden kann, sofern diese nur sehr aufwendig gestaltet/geprägt werden. Aber genug des nun wirklich off topic Themas "reine Bullioncoins" hier.) Mich begeistern auch unter dem wie gesagt eher vordergründigen Anlegeraspekt verständlicherweise ausschließlich neuzeitliche Prägungen, die "Geschichte atmen", also mal WIRKLICH als Alltagsgeld gedient haben, die man aber (noch) mehr oder weniger zum reinen Materialwert bekommen kann. (Weil das einzige Gebiet der modernen Geschichte, mit dem ich mich überhaupt mal etwas intensiver befaßt habe, die Napoleonische Zeit ist, habe ich eine Reihe von entsprechenden Goldmünzen, allerdings eben auch nur in eher "nichtnumismatischer" Qualität, die "bankenüblichen" 20 und 40 Francs halt, meist s ... ss erhalten; dafür aber interessanterweise z.T. spotpreisnäher, d.h. für weniger €/g Feingold, als manche aktuell "gehypten" Bullions erhältlich.)

Aber ohne nun irgendwie überheblich klingen zu wollen (und gerade Du wirst mich da jetzt schon richtig verstehen :) ): Antike ist einfach die ultimative Form der Numismatik! Punkt. 8)

Und nun zu Deinen Fragen: Was soll ich sammeln?!? Das wird wohl den meisten Antikenfreunden so gegangen sein: Man erliegt erst einmal unwiderstehlich dem Faszinosum: "Ein ca. 1500...2500 Jahre altes Geschichtszeugnis! Wer diese Münze wohl alles wofür benutzt haben mag?!" Wie oben schon korrekt beschrieben: Am Anfang ist dieser Effekt stärker, er läßt später zunehmend nach .... und dann fängt man halt an, sich für ein ganz spezielles Gebiet mehr zu interessieren. Du schriebst ja, daß Du historisch interessiert seist. Und davon ausgehend sollte dann jeder "seinen" Schwerpunkt finden. Frag Dich einfach, welche Epoche/Kulturkreis der Antike Dich besonders reizt...

Ich habe z.B. zunächst mit Römern des 3. Jahrhunderts angefangen, also der Soldatenkaiserzeit von 235...285 u.Z. Einfach, weil das eine Zeit ist, die historisch sehr "abwechslungsreich" war, und wo zugleich gerade die Münzen erstens wunderbare "allgemeine" Geschichtsquellen sind (wegen des Fehlens guter sonstiger Darstellungen), und sie zweitens gaaaaaanz besonders gut den anderen Aspekt verkörpern und dokumentieren, der auch Dir als "Edelmetall-Bug" nicht fremd sein dürfte: Währungsgeschichte pur! Der Beweis zum Anfassen: Inflationen und Währungsreformen gab's nicht erst in der Neuzeit, sondern schon vor ca. 2000 Jahren.

Und von da war es nicht weit, mich seit ca. 10 Jahren massiv auf mein aktuelles Thema zu spezialisieren, das auch aus meinem Handle sowie dem Avatarbild hervorgeht: Was passierte dann mit dem "Gold der Römer", das auf der Seidenstraße von West nach Ost floß? (---> damals wie heute!!) So bin ich dann zunächst bei den Indogriechen gelandet, später bei den Kushana und Indern selber. Aber das sind dann wirklich schon Gebiete für "Fortgeschrittene". (Unterforum hier: "Sonstige antike Münzen")

Nochmal: Herzlich willkommen! Es gibt nämlich keinesfalls zuviel Leute, die sich heute noch so richtig intensiv für Geschichte begeistern können! Im Gegenteil, das ist im Zeitalter von "Fratzenschmöker" und "Gezwitscher" leider ziemlich "out" bzw. "uncool" ... :roll:
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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Re: Sprung von moderner Numinsmatik in die klassische Numism

Beitrag von Uthred » Di 16.09.14 20:53

Nochmals vielen Dank für das freundliche Willkommen hier.

Wie ging es weiter? Ich bin der antiken Numismatik treu geblieben und habe auch schon einge Saalauktionen besucht; wobei mir mein Wohnort Zürich natürlich sehr entgegen kommt. Die Sammlung nahm auch in so fern interessante Wendung, da ich mich von Quantität auf Qualität verändert habe. Schwerpunkt liegt nun bei Gold: Solidi gerne auch Histamenon. Dabei bin ich sehr diszipliniert, auf 50 Gebote kommt vielleicht ein Zuschlag. Mein Budget ist recht knapp, mehr als 3-4 Stück im Jahr sind nicht drin. Es ist also ein Langzeitprojekt und ich bin recht zäh und ärgere nicht, wenn ich wieder einmal leer ausing. Der Weg ist das Ziel und wenn ich mich bei der NAC Auktion im Saal immer umsehe, habe ich noch ettliche Jahrzehnte Zeit ;-)
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