Eine außergewöhnliche Münze aus Nikopolis
Verfasst: Mo 23.11.15 18:23
Liebe Freunde der Münzen aus Nikopolis!
Ich bin stolz darauf, hier diese außergewöhnliche Münze vorstellen zu können, trotz ihrer schlechten Erhaltung:
Moesia inferior, Nikopolis ad Istrum, Elagabal, 218-222
AE 26, 11.20g
geprägt unter dem Statthalter Novius Rufus
Av.: AVT K M AVR - ANTWNEINOC
Büste, dapiert und cürassiert, von vorne gesehen, mit Strahlenkrone, n.r.
Rv.: VP CTA[TI? N]OBIOV NI - KOPOLITWN PROC IC / [TRW?]
im li. und re. Feld ROV - FOV (letztes OV ligiert)
Hermes, nackt, mit Stiefeln, Chlamys über der li. Schulter, frontal stehend, Kopf n.l., hält
im li. Arm Kerykion und in der vorgestreckten Rechten die Geldbörse
Ref.: a) nicht in AMNG
b) nicht in Varbanov (engl.)
c) nicht in Hristova/Hoeft/Jekov (2015):
Rs. nicht gelistet
Vs. z.B. No. 8.26.10.1 (stempelgleich)
wahrscheinlich unpubliziert
extrem selten, S, dunkelgrüne Patina
Die Rev.-Legende ist bemerkenswert: Sie scheint mit VP CTA...[N]OBIOV zu beginnen. Ich glaube, daß es sich dabei um einen Legendenfehler handelt. CTA kann nicht Teil des Namens Novius Rufus sein. Sein Name ist bekannt als T. Fl(avius) Novius Rufus (siehe "Arthur Stein, Die Legaten von Moesien"). Es scheint, daß der Stempelschneider begonnen hat, den Namen CTATIOV LONGINOV zu schreiben, der Statthalter unter Macrinus war, dem Vorgänger des Elagabal.
Der Abstand zwischen dem A von CTA und dem [N] von NOBIOV ist so groß, daß zumindestens ein T (vielleicht sogar ein TI) Platz hätte. Nebenbei: Das C von CTA unterscheidet sich im Aussehen erheblich von dem C in PROC.
Der Name des Statthalters NOBIOV ROVFOV selbst ist gebrochen und sein Familienname quer über das Feld geschrieben, für Nikopolis äußerst ungewöhnlich. Zudem sieht Hermes dadurch aus wie eine geflügelte Gottheit!
Wie ist eure Meinung zu meinen Überlegungen?
Mit freundlichem Gruß
Ich bin stolz darauf, hier diese außergewöhnliche Münze vorstellen zu können, trotz ihrer schlechten Erhaltung:
Moesia inferior, Nikopolis ad Istrum, Elagabal, 218-222
AE 26, 11.20g
geprägt unter dem Statthalter Novius Rufus
Av.: AVT K M AVR - ANTWNEINOC
Büste, dapiert und cürassiert, von vorne gesehen, mit Strahlenkrone, n.r.
Rv.: VP CTA[TI? N]OBIOV NI - KOPOLITWN PROC IC / [TRW?]
im li. und re. Feld ROV - FOV (letztes OV ligiert)
Hermes, nackt, mit Stiefeln, Chlamys über der li. Schulter, frontal stehend, Kopf n.l., hält
im li. Arm Kerykion und in der vorgestreckten Rechten die Geldbörse
Ref.: a) nicht in AMNG
b) nicht in Varbanov (engl.)
c) nicht in Hristova/Hoeft/Jekov (2015):
Rs. nicht gelistet
Vs. z.B. No. 8.26.10.1 (stempelgleich)
wahrscheinlich unpubliziert
extrem selten, S, dunkelgrüne Patina
Die Rev.-Legende ist bemerkenswert: Sie scheint mit VP CTA...[N]OBIOV zu beginnen. Ich glaube, daß es sich dabei um einen Legendenfehler handelt. CTA kann nicht Teil des Namens Novius Rufus sein. Sein Name ist bekannt als T. Fl(avius) Novius Rufus (siehe "Arthur Stein, Die Legaten von Moesien"). Es scheint, daß der Stempelschneider begonnen hat, den Namen CTATIOV LONGINOV zu schreiben, der Statthalter unter Macrinus war, dem Vorgänger des Elagabal.
Der Abstand zwischen dem A von CTA und dem [N] von NOBIOV ist so groß, daß zumindestens ein T (vielleicht sogar ein TI) Platz hätte. Nebenbei: Das C von CTA unterscheidet sich im Aussehen erheblich von dem C in PROC.
Der Name des Statthalters NOBIOV ROVFOV selbst ist gebrochen und sein Familienname quer über das Feld geschrieben, für Nikopolis äußerst ungewöhnlich. Zudem sieht Hermes dadurch aus wie eine geflügelte Gottheit!
Wie ist eure Meinung zu meinen Überlegungen?
Mit freundlichem Gruß