römische Objekte und Artefakte.

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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antoninus1
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Re: römische Objekte und Artefakte.

Beitrag von antoninus1 » Fr 01.05.20 14:25

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Tectosagen-Münzen als Vorbild gedient haben. Die Charakteristika der Köpfe sind viel zu verschieden.
Dein Stück zeigt eine Art "Meckifrisur", während die Tectosagen wildes Haar tragen. Dein Stück zeigt die Brust des Dargestellten, die Tectosagen nur den Kopf. Dann sind Auge und Nase total unterschiedlich und letztlich gibt es auf den Tectosagen keine Umschrift. Auch das Kreuz der Rückseite wäre sicher auch abgebildet worden.
Das sind einfach zu viele Unterschiede, als dass da einer eine Tectosagenmünze als Vorbild genommen hat.
Ich tendiere auch dazu, dass Dein Stück eher im Osten im 4./5. Jhdt. hergestellt wurde und auf der Vorderseite einen Kleinfollis als Vorbild hatte.
Gruß,
antoninus1

Petronius
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Re: römische Objekte und Artefakte.

Beitrag von Petronius » Fr 01.05.20 18:34

@ antninus1

Auch Dir vielen Dank für Deine Gedanken zu dem Münzanhänger.

Es fällt auch mir schwer, die Tectosagen-Münzen als Vorbild zu akzeptieren (die Probleme, die das mit sich bringen würde, hatte ich bereits in meinem vorigen Post angerissen). Bezogen auf die Vorderseite ist für mich das entscheidende Argument, dass die Tektosagen nur den Kopf auf der Münzvorderseite abgebildet haben, während mein Stück eine Büste zeigt, die von einer (Trug)Legende umgeben ist. Die Ausführung von Frisur, Auge und Nase sind dagegen bei stark barbarisierten Prägungen eher ungeeignet, um Nähe (oder Ferne) zu einem Vorbild zu belegen, da diese meist einer starken Abstraktion unterliegen (so kann man „Meckifrisuren“ auch auf stark barbarisierten Imitationen der Tetrici finden, obwohl die entsprechenden Münzvorbilder eine anliegende Haartracht zeigen).

Bei der Rückseite sieht das etwas anders aus. Das Kreuz ist meiner Meinung nach vorhanden, auch wenn ein Arm fehlt (an der Stelle ist das Münzbild schadhaft). Die Anordnung der vier Kreiselementen in den Winkeln des Kreuzes findet sich so auf den Rückseiten einiger Tectosagen-Münzen. Auch die Ansammlungen von Punkten, die etwas zufällig wirken, sowie ein Halbmondelement finden sich nicht nur auf meinem Stück sondern auch bei den Tectosagen. All dies spricht dafür, dass die Tektosagen-Kreuzmünzen als Vorbild bzw. Inspiration beim Rückseitendesign meines Stückes Pate gestanden haben. Zumal mir ein vergleichbares Rückseitenmotiv bei spätrömischen Prägungen nicht bekannt ist.

Zusammenfassend halte ich also fest, dass die Vorderseite meines Münzanhängers einen spätrömischen Kleinfollis imitiert und die Rückseite das Kreuzmotiv der Tektosagen nachahmt. – Höchst ungewöhnlich, aber wohl auch nicht unmöglich.

vG,
Peter

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Re: römische Objekte und Artefakte.

Beitrag von chevalier » Sa 02.05.20 07:18

Petronius hat geschrieben:
Fr 01.05.20 18:34
Zusammenfassend halte ich also fest, dass die Vorderseite meines Münzanhängers einen spätrömischen Kleinfollis imitiert und die Rückseite das Kreuzmotiv der Tektosagen nachahmt. – Höchst ungewöhnlich, aber wohl auch nicht unmöglich.

vG,
Peter
Da lägen dann zwischen Vorder-und Rückseitenvorlage ca. 400 Jahre! Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Vorlage dürfte eher eine provinzialrömische Münze oder ähnliches gewesen sein.
mfg Thomas

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Re: römische Objekte und Artefakte.

Beitrag von kalleari » Sa 02.05.20 18:53

Ich sammel auch sowas. Für mich wirken Fibeln echt. Ob Fälschung muss man die Patina schauen. Openwork Fibeln und Roma sieht man öfter.

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justus
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Re: römische Objekte und Artefakte.

Beitrag von justus » So 03.05.20 19:09

kalleari hat geschrieben:
Sa 02.05.20 18:53
Ich sammel auch sowas. Für mich wirken Fibeln echt. Ob Fälschung muss man die Patina schauen. Openwork Fibeln und Roma sieht man öfter.
Bist du im richtigen Forum ?
mit freundlichem Gruß

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