Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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mike h
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von mike h » So 13.12.20 13:37

Richtig!
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Homer J. Simpson
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Homer J. Simpson » So 13.12.20 17:48

Break on through to the other side...

https://www.youtube.com/watch?v=rOpQjD-rX0g
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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Amentia
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Amentia » Mo 14.12.20 11:05

Ich habe auch Münzen bei denen ich nicht weiß, ob die echt sind in meiner Sammlung (sind bei Fälschungen sicherheitshalber, außer Melita Bronze die ist jetzt von den Fälschungen zu den echten verschoben worden), und bei deiner Münze kann ich es auch nicht sagen basieren auf den Bildern, kann leider nur sagen und dass du dann, wenn du den Kantenriss freilegst der Ursprugszustand der Münze verändert wird und du diese dann vielleicht nicht mehr zurückgeben kannst. Falls du sie zurückgeben kannst rate ich es dir zu tun, da du wohl immer Restzeifel hegen wirst und somit wohl niemals glücklich mit der Münze wirst, und wir kaufen diese ja eigentlich dafür uns zu erfreuen. Habe mir kürzlich mit einem Aspendos Stater mit Schildkröte die Finger verbrannt, biete gerade auf einen hoffentliche echten als Ersatz (gibt da mehr Fälschungen als echte auf dem Markt, haben z.B. abgeschnittene Füße etc).
Kann passieren:(


Eine Frage, sind die Fälscherförmchen echt?
Würden gut in meine Fälschungssammlung passen.


https://www.ebay.de/itm/LOT3-sehr-schon ... 100623.m-1

Edit: Grammatik- und Orthographiefehler Korrektur, sehe die immer erst, wenn ich den Beitrag korrekturlese nach dem Veröffentlichen.

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 11:35

Amentia hat geschrieben:
Mo 14.12.20 11:05



Eine Frage, sind die Fälscherförmchen echt?
Würden gut in meine Fälschungssammlung passen.


https://www.ebay.de/itm/LOT3-sehr-schon ... 100623.m-1
Im Vergleich zu meinen sehen die schon anders aus; ich wäre zumindest vorsichtig.

Schöne Grüße,
MR

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 11:41

Was mir komisch vorkommt, sind erstens diese Beschriftungen im Randbereich, die enorm großen Gusskanäle und auch die Tatsache, dass wohl zumindest die 3 Rückseiten stempelgleich bzw. "muttergleich" sind. Die Muttergleichheit ist allein natürlich kein Kriterium, jeder normale Fälscher nimmt wohl mehrere Förmchen vom Original ab... Auch von meinem Stück gab es eine Identität, hatte ein anderer Sammler hier im Forum damals beim gleichen Händler erworben.
Schöne Grüße,
MR

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Zwerg » Mo 14.12.20 11:45

Also - in Amentias Sammlung passen die auf jeden Fall.
Sowohl als echte als auch als falsche Fälscherform :D

Die Beschriftungen sind sicherlich nicht antik und bei den "Gusskanälen" teile ich Maltes Bedenken.

Grüße
Klaus
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Perinawa » Mo 14.12.20 11:50

Zumindest skeptisch bin ich da auch. Stellt sich die Frage, inwieweit man Ton so bearbeiten kann, dass er authentisch antik ausschaut.

Grüsse
Rainer
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 11:53

Ton damals und Ton heutzutage brennen = gleicher Prozess.

Schmutz, Russ, Erde und sonstige Auflagen drüber, schon wirkt das Produkt "alt".

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Perinawa » Mo 14.12.20 12:00

Numis-Student hat geschrieben:
Mo 14.12.20 11:53
Ton damals und Ton heutzutage brennen = gleicher Prozess.

Schmutz, Russ, Erde und sonstige Auflagen drüber, schon wirkt das Produkt "alt".
Der Ton ist aber nicht nur verschmutzt, sondern auch porös bzw. beschädigt. Ich bin kein Töpfer, und weiss nicht, ob man das auch imitieren kann. Die Grösse des Gusskanals ist aber IMHO in Ordnung. Ich habe selbst FF und hoffe/glaube, dass sie echt antik sind:

viewtopic.php?p=430022#p430022

Garantiert echte hatte ich mal hier gezeigt:

viewtopic.php?p=294539#p294539

PS. Was man auch nicht vergessen darf: Der Aufwand des Fälschens lohnt sich nur bei entsprechender Menge, da die Teile normalerweise nur ganz geringe Beträge erzielen. Wenn jetzt nur vereinzelte auftauchen, würde ich nicht unbedingt von Fälschungen ausgehen. Ich meine, justus hätte sich mal intensiver damit beschäftigt und kann vielleicht noch mehr sagen.
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 12:13

Hier nochmal meine und die von quisquam: viewtopic.php?f=6&t=11495&start=840

bei unseren ist der Gusskanal schmaler und geht nur bis zum Münzrand (nicht Perlkreis, und erst recht nicht ins Münzbild). Bei den Ebay-Stücken ist ein Teil des Münzbildes weg (und zwar geschnitten, nicht nachträglich gebrochen/ gesplittert).

MR

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Perinawa » Mo 14.12.20 12:18

https://www.ebay.de/fdbk/feedback_profile/19trajan82 Hier mal auf die negativen Bewertungen klicken!


"Moderne Fälschung, zurückgeschickt, keinerlei Reaktion! Geld ist auch weg :(
Schön erhaltenes Formpaar eines Denares des jungen Prinzen Caracalla 2 Jhr. (Nr. 124320916222)"
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Amentia » Mo 14.12.20 12:30

Danke, wieder was gelernt!
Die sind zwar günstig, falls sie echte sein sollten, aber wenn sie denn falsch sein sollten zu teuer.
Und da alle der gleiche Meinung sind und auch diese mit Argumenten unterlegen können muss ich davon ausgehen, dass die falsch sind.

Bei gebrannte Keramik wird ja angeblich mit der Zeit grobporiger, daher habe ich gelesen, dass man solche Stücke nass machen soll und warten wie lange sie zum Trocknen brauchen, frisch gebrannte Stücke sind wohl nicht so grobporig, Thermolumineszenzdatierung macht nur bei teuren Stücken Sinn.

Wurden solche Förmchen denn auch gebrannt?
Wenn gebrannt, funktioniert der Test mit dem Wasser auch hier?
Und dafür bräuchte man wohl auch immer ein echtest Stück als Referenz für die Trockenzeit :(

Wollte trotzdem welche oder eine haben, aber wie weiß ich welche echt sind und welche falsch, außer Vergleich mit echten + Erfahrung?

Auf Auktionen von Auktionshäusern sind die immer deutlich teurer und da kann man als Laie auch nicht immer sicher sein, dass die echt sind:(

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Zwerg » Mo 14.12.20 12:40

Es gibt übrigens eine erste ganz einfache Methode, alte von neuer Keramik zu unterscheiden.
Nass machen und daran riechen. Alter Ton (griechisch und römisch) riecht immer ganz muffig, die gefälschte Touristenware riecht frisch.
(Wenn man kein Wasser hat - draufspucken. Geht genauso)

Dummerweise habe ich dies bei Fälscherformen noch nie probiert - fällt mir gerade ein.

Grüße
Klaus
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 13:11

Perinawa hat geschrieben:
Mo 14.12.20 12:18
https://www.ebay.de/fdbk/feedback_profile/19trajan82 Hier mal auf die negativen Bewertungen klicken!


"Moderne Fälschung, zurückgeschickt, keinerlei Reaktion! Geld ist auch weg :(
Schön erhaltenes Formpaar eines Denares des jungen Prinzen Caracalla 2 Jhr. (Nr. 124320916222)"
Auch die positiven Bewertungen finde ich sehr interessant:

zB:

Wundervolle antike Unikate. Vielen Dank für die freundliche Abwicklung

KEINE FÄLSCHUNG - Nach über 100 Käufen habe ich nur beste Erfahrungen

100% authentisch ohne jeden Zweifel - wer anderes sagt, liegt definitiv falsch!!



Übrigens: zumindest auf den letzten 4 (!) Seiten hatte er AUSSCHLIESSLICH Fälscherförmchen von Caracalla und Septimius Severus und Hohlpfennige aus Ostpreussen... :roll:

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Mo 14.12.20 13:18

Amentia hat geschrieben:
Mo 14.12.20 12:30

Wurden solche Förmchen denn auch gebrannt?
Allein die Verwendung von flüssigen Kupferlegierungen wird bei diesen dünnen Tonscheiben genug Hitze mitbringen, um die Scheiben zumindest einigermassen zu brennen.

Ungebrannte Lehmförmchen würden auch keine 1000 Jahre im Boden überdauern.

MR

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