Gußform aus Blei zum Herstellen von Falschmünzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Perinawa
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Re: Gußform aus Blei zum Herstellen von Falschmünzen

Beitrag von Perinawa » Fr 22.01.21 10:25

Auch eine interessante und denkbare Möglichkeit.

Damit wäre aber meine schöne These vom "Schulmaterial für Stempelschneider-Nachwuchs" vom Tisch... :mrgreen:
Manche Antworten sind zwar nicht nützlich, aber weniger schädlich als manche nützlichen.

Perinawa
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Re: Gußform aus Blei zum Herstellen von Falschmünzen

Beitrag von Perinawa » Fr 22.01.21 10:36

Lucius Aelius hat geschrieben:
Fr 22.01.21 07:04
(Martin, S.23) "eine zweiteilige Bleiplatte ... von etwa 28x13 cm Grösse mit 44 Ab­drücken ein und desselben Denars des Kaisers Nero, die in nur vier Gusssträn­gen zu je 11 Abdrücken angeordnet sind!"
Jetzt kommt mir gerade dazu ein Gedanke: Wenn es ein und derselbe Denar war, muss er zwangsweise auch 44x einzeln auf der Bleiplatte angeordnet und "eingeprägt" worden sein, oder? Und dann soll das nachher so präzise sein, dass Vorder- und Rückseiten exakt aufeinander passen, dass Abgüsse angefertigt werden können?

mmmh... :roll:
Manche Antworten sind zwar nicht nützlich, aber weniger schädlich als manche nützlichen.

Lilienpfennigfuchser
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Re: Gußform aus Blei zum Herstellen von Falschmünzen

Beitrag von Lilienpfennigfuchser » Di 09.02.21 14:07

Hallo,
das "Bleistück" hat gewiss einen wissenschaftlichen Wert, doch wie hoch ist der Sammlerwert. Kann man den überhaupt so ohne Anhaltspunkte nennen?
Ich würde mich über Beiträge freuen.

Grüße
LPF

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Lucius Aelius
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Re: Gußform aus Blei zum Herstellen von Falschmünzen

Beitrag von Lucius Aelius » Mi 10.02.21 08:18

Perinawa hat geschrieben:
Fr 22.01.21 10:36
Lucius Aelius hat geschrieben:
Fr 22.01.21 07:04
(Martin, S.23) "eine zweiteilige Bleiplatte ... von etwa 28x13 cm Grösse mit 44 Ab­drücken ein und desselben Denars des Kaisers Nero, die in nur vier Gusssträn­gen zu je 11 Abdrücken angeordnet sind!"
Jetzt kommt mir gerade dazu ein Gedanke: Wenn es ein und derselbe Denar war, muss er zwangsweise auch 44x einzeln auf der Bleiplatte angeordnet und "eingeprägt" worden sein, oder? Und dann soll das nachher so präzise sein, dass Vorder- und Rückseiten exakt aufeinander passen, dass Abgüsse angefertigt werden können?

mmmh... :roll:
Wohlüberlegt und absolut berechtigt, deine Frage!
Allerdings: dieses Problem der Passgenauigkeit besteht bei dem eingangs gezeigten Bleistück mit nur einer (!) "Gussmünze" ganz am Anfang unserer Diskussion ebenso.
Ich habe auch noch keine Antwort auf dieses Problem.
Es beginnt schon bei der Frage: Warum verwendete man Blei statt Ton? Tönförmchen, bei denen in den Münzabdrücken Metallrückstände nachgewiesen werden konnten, legen den Schluss nahe, dass diese Tonförmchen mehrmals verwendet wurden. Die Wiederverwendung als alleiniger Vorteil der Bleiformen scheidet also dementsprechend aus.

Gruss Lucius Aelius
Gruss
Lucius Aelius

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