Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Numis-Student » Di 01.02.22 19:12

Uns Münzexperten persönlich wäre die Aussage eines großen Hauses, dass Herr xyz regelmäßig gut kauft und schnell zahlt, also eine gut prüfbare Referenz angibt, sogar lieber als den ganzen Aufwand mit den Ausweisen, Erklärungsmails, warum wir die denn brauchen (bis hin zu Beschimpfungen, die echt unter die Gürtellinie gehen, von manchen "Kunden"... Da ist ein großes Foto von einem Stinkefinger noch die harmlose Variante :roll: ).
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

T........s

Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Di 01.02.22 19:20

Numis-Student hat geschrieben:
Di 01.02.22 19:06
Und noch einmal an Timestheus: Die Hinterlegung eines Ausweises ist einmalig nötig, damit ist die Kundennummer (mit den entsprechenden Daten dahinter) vollständig ist.
Das haben wir ja bereits vor Wochen geklärt :) ... und war ja auch kein Problem - habe Euch das ja auch gesendet. Und die nächsten Auktionen darf ich mich ja freischalten lassen. Alles gut ;)
Numis-Student hat geschrieben:
Di 01.02.22 19:06
Um das noch einmal zu erklären: Wir, das Dorotheum, gelten durch unsere ganzen Sparten (Juwelen, Porzellan, Gemälde, Möbel, Silber, Kaiserhaus, Autos, usw.) als Kunsthandel. Und da bei uns, über alle Bereiche gerechnet, doch andere Beträge über den Tisch gehen als bei einem reinen Münzauktionshaus, gelten für uns als Kunstauktionshaus strengere gesetzliche Regeln, was die Erfassung von Kundendaten betrifft.
Ah ja stimmt - an das hatte ich ja gar nicht gedacht. Spielt hier vielleicht auch Geldwäsche etc. eine Rolle die eine Aufnahme und Nachweis der Kundendaten dann von Nöten macht? Der Kunsthandel ist ja oft generell ein beliebtes Ziel bei Geldwäsche.
Numis-Student hat geschrieben:
Di 01.02.22 19:12
von manchen "Kunden"... Da ist ein großes Foto von einem Stinkefinger noch die harmlose Variante
Das war ich aber nicht :D

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Numis-Student » Di 01.02.22 19:29

Natürlich, da spielen dann zB auch die Geldwäsche-Gesetze mit rein.

Ich wollte nicht behaupten, dass Du uns einen Stinkefinger schickst ;-) Ich wollte nur einmal darauf hinweisen, was mein Kollege zwischen vielen eingescannten Ausweisen, vielen "Danke nein, da verzichte ich lieber auf die Münze" und tausenden Geboten, die bei uns alle einzeln ins System geklopft werden müssen in den Wochen/Tagen vor der Auktion auch per Mail zu sehen/lesen bekommt. Ehrlich gesagt, für solche Beschimpfungen und Beleidigungen habe ich keinerlei Verständnis.

Ok, wer Bedenken hat und die Daten nicht geben will: Seine persönliche Entscheidung und damit zu akzeptieren. Aber ihn zu Beschimpfen, weil er die Gesetze befolgen muss und nicht seinen Job riskieren will ? Nee, sowas muss echt nicht sein. Und das ist leider nicht nur einer oder zwei im Jahr...
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Di 01.02.22 19:47

Numis-Student hat geschrieben:
Di 01.02.22 19:29
Ich wollte nicht behaupten, dass Du uns einen Stinkefinger schickst...
Eben! Ich war das mit dem nackten Hintern - ich will nur nicht, dass es hier zu Missverständnissen kommt ;)
Numis-Student hat geschrieben:
Di 01.02.22 19:29
Ehrlich gesagt, für solche Beschimpfungen und Beleidigungen habe ich keinerlei Verständnis.
Das habe ich auch nicht - ich sehe das aber als gelernter Kaufmann das aber auch aus der anderen Sicht vielleicht.

Allerdings wie ich schon geschrieben hatte - wer da Probleme sieht - man kann auch einfach mit den Auktionshäusern kommunizieren wie es sich gehört. Ein Anruf, ein paar persönliche mails - musste ich auch machen völlig ohne Referenzen. Und ich durfte am Anfang - ohne Referenzen - überall mitbieten. Aber das lag einfach daran - wie man in den Wald rein ruft, schallt es oft raus. Wenn was unklar ist - einfach reden mit den Verantwortlichen. Hatte bis jetzt kein Auktionshaus das bei Start ablehnend war.

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von tilos » Di 01.02.22 19:55

In den Deutschland ist das genauso vorgeschrieben, womit ich i.Ü. keinerlei Problem habe, siehe auch hier:

https://www.handelsblatt.com/arts_und_s ... kF50g4-ap5

In der Realität wird das aber kaum praktiziert. Ich musste bislang vielleicht bei 5% der (z.T. großen) Auktionshäuser eine Ausweiskopie vorlegen.

Gruß in die Runde
Tilos

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Di 01.02.22 21:32

https://www.biddr.com/auctions/numismat ... 31&c=47381

Geht jemand am Samstag 06.02. bei Naumann auf die eine oder andere Provinz Bronze?

octavian
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von octavian » Di 01.02.22 23:21

Hi Tilos,
danke für den interessanten link vom Handelsblatt. Dieser Tatbestand war mir noch nicht bekannt.

Auch an Numis-Student herzlichen Dank für die Hintergrundinfos. Das erklärt dann doch, warum Dorotheum da auf mehr Infos angewiesen Ist.
Vor 20 Jahren bin ich ins Hobby Römersammeln eingestiegen, anfangs wie so viele Einsteiger war Ebay die erste Spielwiese. Nach 1 Jahr meine erste Erwerbung im Nachverkauf bei Peus Frankfurt, ein wunderschöner Claudius-Sesterz, wenn ich mit heute vergleiche, war es direkt ein Schnäppchen. Seitdem habe ich die meisten Lots von den einschlägigen Häusern wie Künker, Gorny&Mosch, Peuss usw. erworben sowie auf der Numismata bei vertrauensvollen Händlern. Vorzugsweise habe ich mich bei Auktionen mittlerweile auf die deutschen Händler beschränkt, wobei ich auch bei Naumann Wien bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe sowie bei vcoins. Fa. Naumann verschickt immer sehr zügig. Bis jetzt hatte ich das Glück, noch nie ein Paket verzollen zu müssen. Seit Dezember habe ich auf Auktionen bei Artemite aste geboten. Auch die waren superschnell mit dem Versand, zudem zivile Versandkosten. Kann ich auch uneingeschränkt empfehlen. Auch hier Gott sei Dank nix mit dem Zoll gehabt. Zuletzt 2020 hatte ich bei Bertolami fine arts geboten. Auch hier hatte ich 1 Woche nach Überweisung die Lots im Briefkasten. Auch mit cngcoins, zuletzt 2020 gab es nie Probleme. Wobei ich sagen muss, seit kurzem scheint es schwieriger geworden mit Sendungen aus Drittländern bzw. Nicht-EU-Staaten, wenn man die Beiträge hier verfolgt. Das war mit ein Grund, dass ich seit 2021 bei keinen Auktionen mehr außerhalb der EU geboten habe, sei es der drohende Stress mit dem Zoll oder zu hohe Versandkosten.

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Perinawa » Sa 05.02.22 14:04

Perinawa hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:33
Mittlerweile sind richtig gute Severer auch richtig teuer. Für die letzten alexandrinischen Septimius- und Julchen-Denare hätte ich auch einen Caesarfanten in bester Erhaltung bekommen. :evil:
https://www.vcoins.com/en/stores/aegean ... fault.aspx

Noch ein "nettes" Beispiel... :(
Unanfechtbare Wahrheiten gibt es überhaupt nicht, und wenn es welche gibt, so sind sie langweilig

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Beitrag von T........s » So 06.02.22 20:06

Homer J. Simpson hat geschrieben:
So 06.02.22 20:00
2. Heute bei Naumann sind die Preise wieder mal so, daß man nur noch L.M.A.A. sagen kann...
Wollte die Provinz Bronze vom Septimius Severus haben... bei 300 Euro bin ich dann Kuchen holen gegangen. Ist dann bei 575 Euro gelandet. Nicht schlecht: https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465140


Aber ne kleine Bronze von Philippus und Frau Otacilia konnte ich dann doch ergattern. Freude.

philippus otacilia.jpg

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von shanxi » So 06.02.22 20:10

Timestheus hat geschrieben:
So 06.02.22 20:06
Aber ne kleine Bronze von Philippus und Frau Otacilia konnte ich dann doch ergattern. Freude.
Sehr schöne Rückseite


Ich habe nur eine kleine Bronze bekommen, Schätzpreis 50 Euro, Zuschlag 60 Euro, ist OK

Diese hatte ich auch noch in der Merkliste. War natürlich nichts. :(

https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2464857

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von T........s » So 06.02.22 20:29

shanxi hat geschrieben:
So 06.02.22 20:10
Sehr schöne Rückseite
Genau deswegen :)
shanxi hat geschrieben:
So 06.02.22 20:10
Ich habe nur eine kleine Bronze bekommen, Schätzpreis 50 Euro, Zuschlag 60 Euro, ist OK
Gratulation ;)
shanxi hat geschrieben:
So 06.02.22 20:10
Diese hatte ich auch noch in der Merkliste. War natürlich nichts.
https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2464857
Oha :angel:

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Homer J. Simpson » So 06.02.22 20:42

Dieser Sesterz ist für 1700 Euro plus Aufgeld weggegangen:

https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465317

Schaut mal, wie ausgehöhlt die Rückseite ist (von 10 bis 3 Uhr)! Kann man da überhaupt noch sagen, was das vor der Verschnitzung mal für eine Rückseite war?

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » So 06.02.22 20:57

Der Sesterz wiegt aber jetzt noch 32,24g... Da kann doch nicht allzu viel Material fehlen, oder ???
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Beitrag von T........s » So 06.02.22 21:02

Naumann seinem Ruf mal wieder gerecht geworden :) meine Hoffnungen haben sich mit teils über 300 Euro alle verflogen.
Wollte ich dann nicht bezahlen.

https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465337
https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465345
https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465351
https://www.biddr.com/auctions/numismat ... &l=2465359

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » So 06.02.22 21:10

Den Preis verstehe ich nicht.

Gut, der östliche Septimius kann vielleicht selten sein. Der Caracalla hat ein tolles Portrait. Und der Schiffsdenar ist ja schon immer gesucht.

Aber der Geta mit dieser starken Schramme im Portrait ? Da finde ich meinen (deutlich günstigeren :wink: ) deutlich besser :roll:
Dateianhänge
Geta_Denar_SECVRIT_IMPERII.jpg
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