Erhaltungsfragen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Larth
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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Larth » Do 29.12.22 11:16

Für mich ist die Vollständigkeit der Legende wichtig, ohne Datierung fehlt ein wichtiger Teil der Münze.
Bei Münzen aus den Provinzen ist mir der Magistratsname wichtig.
Ein nicht besonders begabter Stempelschneider kann kein Wunder bewirken.
Oft ist ein nicht vorzügliches Stück mit gleichmäßiger Patina angenehmer als ein unruhiges unzirkluliertes Stück.
Bei Sesterzen aus der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts stört mich ein beschnittener Schröttling nicht.
Eine falsche Patina oder nachgeschnittene Münzen möchte ich nicht in meiner Sammlung, es ist aber nicht immer sehr leicht.
Jeder hat andere Ansprüche und soll nach seiner Vorstellung und Mitteln sammeln.
Perfekte Stücke kann man sich leicht aus dem 3. und 4. Jahrhundert in die Sammlung legen.
Bei frühen Stücken muß man Abstriche machen, außer man hat Geld im Überfluss.
Lg Hans

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richard55-47
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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von richard55-47 » Do 29.12.22 13:55

Zwerg hat geschrieben:
Do 29.12.22 10:20


Und früher war mehr Lametta :mrgreen:
Loriot
do ut des.

Chippi
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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Chippi » Do 29.12.22 17:32

Heutige Prägungen sind aus ökonomischen Gründen sehr flach. Die Stempel halten länger und es kann mehr in kürzerer Zeit geprägt werden. Da leidet die Ästhetik.

Gruß Chippi
Zuletzt geändert von Chippi am Do 29.12.22 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Stefan_01 » Do 29.12.22 17:57

https://www.usmint.gov/coins/coin-medal ... uble-eagle

Ja, da braucht rs schon schone Sammlerstücke für Schönheit.
Normales Geld sieht sei langem langweilig und billig aus.

früher gab es noch schöne Umlaufmünzen...
MFG

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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Zwerg » Do 29.12.22 18:38

Ich habe mich heute einige Zeit mit der Entstehungsgeschichte der 20 Dollar Statue (St Gaudens) herumgeschlagen.
Teddy Roosevelt war persönlich involviert (auch an den 10 $ Indianerin) und hatte Saint Gaudens persönlich vorgeschlagen, an den Designern der US Mint vorbei.
Es hat dann mehrere Jahre gedauert, bis eine prägbare Münze fertiggestellt war. Ein Grund war genau das "hohe Relief". Es war damals nicht in einem Hub prägbar - eine Voraussetzung für Kursmünzen in den USA. Roosevelt und Saint Gaudens mußten von ihren Vorstellungen, die sich anfänglich an dem hohen Relief griechischer Münzen orientierten, sehr abrücken.
Vorbild der "Statue" war übrigens die Nike von Samothrake

Darüber gibt es sehr umfangreiche Literatur, relativ schnell nachlesbar bei Wikipedia

https://en.wikipedia.org/wiki/Saint-Gau ... uble_eagle
https://en.wikipedia.org/wiki/Indian_Head_eagle

Grüße
Klaus
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Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)

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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Stefan_01 » Sa 31.12.22 10:41

https://www.ma-shops.de/cgb/item.php?id=256678

soetwas als Prüfhieb würde mir jedoch zu weit gehen ausser der Preis stimmt...

Weik der Preis hier von über 1000 Euro für solch ein Exemplar ist meiner Meinug ziemlich hoch.

https://www.ma-shops.de/cgb/item.php?id=256677

gleiches gilt auch für diese Münze, obwohl die Eule ziemlich hübsch aussieht.
MFG

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Re: Erhaltungsfragen

Beitrag von Stater » Sa 31.12.22 11:23

Die Eulen sind natürlich zu teuer, zur Zeit ist doch der Markt überflutet mit diesen Stücken und man findet sehr schöne Examplare unter 1K.
Meine Tetradrachme mit Prüfhieb, um es bei Griechen zu bleiben, habe ich für ca. 250 Euro bekommen und ich glaube, dass das akzeptabel ist.

Gruß
Stater
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