Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Reinhard Wien
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Reinhard Wien » Sa 04.05.24 08:25

rosmoe hat geschrieben:
Sa 04.05.24 06:47

Geht's noch? :roll:

https://www.youtube.com/watch?v=oVRtkBXU3h0
Hilf mir mal auf die Sprünge, vielleicht ist es die Uhrzeit, aber ich stehe gerade völlig auf der Leitung. 🤔

Womit kann ich helfen?
Mancher sieht nur das Blumenbeet, aber nicht den Spaten.

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Erro
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Erro » So 05.05.24 12:03

Wenn ich in der Familie Interesse wecken will muss ich das Thema auf individueller Wellenlänge ansprechen.
Frage: Will sich jemand interessieren? Oder kann ich jemandes Interesse wecken?
Nach einer (nebenbei verlaufenden unaufdringlichen) Initialzündung sollte das Interesse von alleine kommen. Oder eben nicht - ist in dem Fall auch nicht tragisch.

In vielen Fällen finde ich die Darbietung in der Öffentlichkeit als knochentrocken und belehrend.
Hat mich in den meisten Fällen nicht hinter dem Ofen hervorgelockt. Ausnahmen gibt es sicherlich.
Auch ich hatte meine spezielle unaufdringliche Initialzündung. Danach kam alles von alleine in's Laufen. Intrinsische Motivation. :-) Keine Fernsteuerung bitte.

Meine Initialzündung hat ein etwas höheres populärwissenschaftliches Interesse bei mir besiegelt. Den meisten Koryphäen hier kann ich nicht das Wasser reichen, den Anspruch habe ich nicht. Werde ich auch nicht haben.

Leichtes Interesse in meinem Familienkreis ist vorhanden. Nur bitte nicht überreizen. Hin und wieder kommt das Thema von anderen Familienmitglieder zur Sprache. Ich nehme den Faden gerne auf. Das endet meist in der ein oder anderen längeren oder kürzeren Diskussion. Solange miteinander eine Unterhaltung und kein Monolog stattfindet gewinnt jeder. Liegt vielleicht auch daran, dass ich wie oben erwähnt populärwissenschaftlich geprägt bin und damit niemanden verschrecke.

Leider halten einige Mitmenschen ihren eigenen Monolg für eine Unterhaltung und erweisen der Sache einen Bärendienst.

Himmel und Hölle und deren persönliche Wahrnehmung spielen sich immer zwischen den eigenen beiden Ohren ab.
Ich habe mich für den Himmel entschieden.
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Ariminum » So 05.05.24 17:22

Also die Argumentation meiner Tochter war immer, dass man für das Geld, dass ich für Münzen ausgebe viele Schuhe kaufen könnte. Mein Gegenargument war, dass man Münzen auch wieder verkaufen kann, gebrauchte Schuhe eher weniger.
Grundsätzlich interessiert es in meiner Familie (und auch Freunden) absolut niemanden und ich werde her mitleidig angeschaut und aufgefordert in "Bares für Rares" zu gehen.
Liegt auch wohl daran, dass es wohl viele andere Beschäftigungen gibt, junge Leute brav konsumieren um die Wirtschaft am Laufen zu halten und humanistische Bildung am Aussterben ist.

LG
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Reinhard Wien » So 05.05.24 17:38

Ariminum hat geschrieben:
So 05.05.24 17:22
Mein Gegenargument war, dass man Münzen auch wieder verkaufen kann, gebrauchte Schuhe eher weniger.

LG
Stimmt nicht ganz. Nikolai Gogol berichtet in seinem Roman "Der Mantel" davon, dass ein Beamter im Russland des 19. Jahrhundert, der schon gar kein Geld mehr hatte sich gezwungen sah, seine gebrauchten Schuhsohlen zu verkaufen. :|
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von prieure.de.sion » So 05.05.24 17:39

Ariminum hat geschrieben:
So 05.05.24 17:22
...und ich werde her mitleidig angeschaut und aufgefordert in "Bares für Rares" zu gehen.

Das habe ich mir auch schon öfters anhören müssen - ob ich schon mal geschaut habe, was ich dafür bekommen würde?! Das Hauptinteresse ist dabei manchmal eher "hast du das versucht mal zu Geld zu machen?". Dass man seine Schätze so lange wie möglich behalten möchte, das verstehen nicht alle.
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Peter43 » So 05.05.24 21:08

Wir hatten doch schon einmal die Diskussion, inwieweit diese Antiquitäten einem gehören oder wir ihnen nur für eine gewisse Zeit eine Heimat geben, wozu ich neige. Vor einigen Jahren gab es doch einen japanischen Milliardär, der ein berühmtes Gemälde (von van Gogh?) mit ins Grab nehmen wollte. Da gab es einen Riesenaufschrei in der Kulturwelt, daß dieses Gemälde der ganzen Welt gehöre und nicht nur dem augenblicklichen Besitzer.

Jochen
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von Reinhard Wien » Mo 06.05.24 14:22

Peter43 hat geschrieben:
So 05.05.24 21:08
Wir hatten doch schon einmal die Diskussion, inwieweit diese Antiquitäten einem gehören oder wir ihnen nur für eine gewisse Zeit eine Heimat geben, wozu ich neige.

Jochen
Ja, auf den ersten Blick ein schöner Gedanke. Ich fürchte aber, dass, wenn sich diese Auffassung durchsetzt, die (vorsorgliche) staatliche Enteignung hochwertiger Kunstgegenstände einen Schritt näher rückt. Trotzdem finde ich es sehr lobenswert, wenn Idealisten ihre ganze Sammlung - meist in Ermangelung eigener Nachkommen - dem Staat bzw. der Öffentlichkeit vermachen. Das muss aber immer freiwillig geschehen, wie ich meine.
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Re: Desinteresse an Münzen innerhalb d. Familie

Beitrag von redy » Do 09.05.24 13:18

Numis-Student hat geschrieben:
Do 02.05.24 15:25
Ich glaube, es gibt zwei Arten von Menschen: die einen begeistern sich für "das Alte" (egal, ob es Burgen, Fachwerkhäuser, Dampfloks, Oldtimer, alte Strassenbahnen, alte Bücher, Röhrenradios, Möbel sind), die anderen interessiert nur "das Neue" (das sind dann die, die jedem Wohntrend nachlaufen, Modetrends mitmachen...).

Einer, der in einer spartanisch eingerichteten Neubauschachtel sitzt, wird sich kaum freiwillig mit alten Dingen beschäftigen, alte Münzen oder alte Bücher sammeln, das passt ja schon gar nicht zu dem cleanen modernen Leben...

Ich glaube, ich bin da die Ausnahme der Regel.
Als 66er BJ, bin ich mit der digitalen Revolution aufgewachsen, als Kind zumindest am Videospielesektor. Science Fiction und Raumfahrt und Naturwissenschaften interessieren mich nach wie vor sehr und ich habe einen Job in der IT. Bin also dem Neuen eigentlich sehr aufgeschlossen.

Nichts desto trotz liebe ich alte Dinge. Dinge die eine Geschichte erzaehlen koennen. Ich finde es faszinierend, eine alte Münze in der Hand zu haben die schon durch unzaehlige Hände gegangen ist, deren Gebrauch man durchaus sehen kann und mit der viel Freude oder Leid geschaffen wurde. Es ist halt nicht nur die "grosse" Geschichte der Herrscher die mich interessiert, sondern auch die, die nicht (mehr) erzaehlt werden kann, weil sie halt niemand aufgeschrieben hat.

So steht halt bei mir im Regal eine Model der ISS Raumstation neben einer Münzbox mit alten Römern. Finde ich spannend. Ad Astra quasi :)

Zum eigentlichen Thema: Meine Frau ist zG geschichtlich interessiert und beäugt auch meine Käufe neugierig, sie selbst ist aber eher bei Briefmarken zu Hause. Im Freundes-u. Familienkreis erwaehne ich mein Hobby recht selten, daher ist das auch kaum im Gespraech.

lg redy
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