Antoninian zu bestimmen
Moderator: Homer J. Simpson
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OckhamsR
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Antoninian zu bestimmen
Hallöchen
Ich konnte solch Revers beim Gallienus finden, aber die Büste passt nicht und auch aus dem Text reimt es sich nicht zusammen. Hätte einer Idee?
Danke
Ich konnte solch Revers beim Gallienus finden, aber die Büste passt nicht und auch aus dem Text reimt es sich nicht zusammen. Hätte einer Idee?
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- Numis-Student
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Re: Antoninian zu bestimmen
Hallo,
das ist kein Antoninian, sondern eine provinzialrömische Münze.
Schöne Grüße
MR
das ist kein Antoninian, sondern eine provinzialrömische Münze.
Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Altamura2
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Re: Antoninian zu bestimmen
Einen Kentauren mit Globus und Tropaion (oder Ruder, da stimmen die Beschreibungen nicht immer überein) finde ich nur für einen Antoninian des Gallienus, RIC 164:
https://numismatics.org/ocre/id/ric.5.gall(2).164
https://www.acsearch.info/search.html?t ... sd&order=1 (da sind auch ein paar andere dabei)
Der Avers sieht dann aber ganz anders aus
. Das "ODO" auf der Münze hier lässt vielleicht auf einen Theodosius schließen, da bin ich dann mit meinem Latein aber am Ende
.
Vielleicht ein "mule", bei dem Avers und Revers nicht zusammen passen? Oder eine zeitgenössische Imitation?
Gruß
Altamura
https://numismatics.org/ocre/id/ric.5.gall(2).164
https://www.acsearch.info/search.html?t ... sd&order=1 (da sind auch ein paar andere dabei)
Der Avers sieht dann aber ganz anders aus
Vielleicht ein "mule", bei dem Avers und Revers nicht zusammen passen? Oder eine zeitgenössische Imitation?
Gruß
Altamura
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Re: Antoninian zu bestimmen
Also ich würde mal weg von Deinen Lateinkenntnissen, ich lese da entweder ...NODO-LEITON oder wahrscheinlicher ...PIODO-LEITON, es hängt halt ein bisschen, weil die ersten drei(?) Buchstaben unlesbar sind.
Unter Theodosius gibt es keine "greek imperials" mehr, die letzten gibt es so um 260/270 n.Chr. nur Alexandria hält noch bis zur Münzreform Diocletians durch, also bis in die 290er.
MR
Unter Theodosius gibt es keine "greek imperials" mehr, die letzten gibt es so um 260/270 n.Chr. nur Alexandria hält noch bis zur Münzreform Diocletians durch, also bis in die 290er.
MR
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Re: Antoninian zu bestimmen
Ein griechisches Delta sieht aber anders aus als das lateinische D auf der Münze hierNumis-Student hat geschrieben: ↑So 08.03.26 09:14... ich lese da entweder ...NODO-LEITON oder wahrscheinlicher ...PIODO-LEITON ...
Und wie würdest Du den Kentauren mit Globus und Tropaion da unterbringen?
Vielleicht ist es das ja einfach nichtNumis-Student hat geschrieben: ↑So 08.03.26 09:14... Unter Theodosius gibt es keine "greek imperials" mehr ...
Gruß
Altamura
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OckhamsR
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Re: Antoninian zu bestimmen
Es wurde ja schon erkannt, dass es sich da um eine Provinzprägung handelt. Was ich noch nicht erwähnt habe, ist Fundort - Tschetschenien. Das heißt evtl, dass nicht Cäsar, sondern ein anderer hierauf geprägt ist. Alerdings komme ich bei der Buchstabenabfolge nicht drauf wer.
- Numis-Student
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Re: Antoninian zu bestimmen
Ich glaube, dass wir hier irgendeine späte Provinzialprägung aus dem 3. Jhdt. vorliegen haben. Und bei denen wird ja auch manchmal rechth munter gemischt, denk nur an Antiochia 
Wenn ich einen Ort wüsste, wo die Buchstabenfolge vorkommt, hätte ich den Verdacht auch geäussert
Da hoffe ich eher auf Dich, dass Du den kleinen Ort hinter den 7 Bergen schon einmal gehört hast (und wir anderen den natürlich nicht kennen)...
Gibt es eine Möglichkeit, alle Provinzprägungen nach Motiv zu durchsuchen ?
Wenn ich einen Ort wüsste, wo die Buchstabenfolge vorkommt, hätte ich den Verdacht auch geäussert
Gibt es eine Möglichkeit, alle Provinzprägungen nach Motiv zu durchsuchen ?
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Re: Antoninian zu bestimmen
Dann sind wir vielleicht doch bei einer zeitgenössischen Imitation, was den etwas magersüchtigen Kentauren (komischer Stil), die unpassende Mischung von Avers und Revers (komische Kombination) und die unklare Beschriftung (komische Legende) erklären würde
Ja, bei RPC online kann man das tun, hab' ich auch als allererstes getanNumis-Student hat geschrieben: ↑So 08.03.26 10:02... Gibt es eine Möglichkeit, alle Provinzprägungen nach Motiv zu durchsuchen ?...
Gruß
Altamura
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Re: Antoninian zu bestimmen
Nur eine Anmerkung, die das Problem nicht lösen wird: Die beiden letzten Buchstaben der Av.-Legende scheinen AV zu sein und würden dann für den Titel AVGVSTVS stehen.
Kentaur mit Globus gibt es z.B. bei Gallienus RIC 164, und da trägt er auch ein Ruder. Auch das APOLLINI CONS AVG könnte man entziffern. Damit wäre die Rückseite wohl geklärt.
Jochen
Kentaur mit Globus gibt es z.B. bei Gallienus RIC 164, und da trägt er auch ein Ruder. Auch das APOLLINI CONS AVG könnte man entziffern. Damit wäre die Rückseite wohl geklärt.
Jochen
Omnes vulnerant, ultima necat.
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Re: Antoninian zu bestimmen
Bei Gallienus handelt es sich bei den Rückseiten mit APOLLINI CONS AUG Centaur n. l. um Antoniniane mit Münzzeichen aus der sog. Zooserie, die nur in Rom geprägt worden ist.
Bei der angefragten Münze handelt es sich m. E. um einen Denar, nicht um einen Antoninian. Ich sehe keine Strahlenkrone, was an meinen Augen liegen kann. Göbl kennt keine Denare mit dieser Rückseite, weder mit noch ohne Münzzeichen.
Die Vorseite kann stilistisch keinesfalls aus Rom kommen, sie dürfte, sofern offiziell, irgendwo im Osten angesiedelt sein. Ich gehe aber nicht von einer offiziellen Prägung aus, sondern von einer Fälschung. Ob zeitgenössisch oder neueren Datums, kann ich nicht entscheiden.
Bei der angefragten Münze handelt es sich m. E. um einen Denar, nicht um einen Antoninian. Ich sehe keine Strahlenkrone, was an meinen Augen liegen kann. Göbl kennt keine Denare mit dieser Rückseite, weder mit noch ohne Münzzeichen.
Die Vorseite kann stilistisch keinesfalls aus Rom kommen, sie dürfte, sofern offiziell, irgendwo im Osten angesiedelt sein. Ich gehe aber nicht von einer offiziellen Prägung aus, sondern von einer Fälschung. Ob zeitgenössisch oder neueren Datums, kann ich nicht entscheiden.
do ut des.
- didius
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Re: Antoninian zu bestimmen
Vielleicht könnte uns OckhamsR noch Durchmesser und Gewicht mitteilen.
Sieht tatsächlich irgendwie wie eine Provinzbronze aus, aber keine Idee wohin damit, oder wer da dargestellt sein soll.
Sieht tatsächlich irgendwie wie eine Provinzbronze aus, aber keine Idee wohin damit, oder wer da dargestellt sein soll.
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Chippi
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Re: Antoninian zu bestimmen
Das Stück erinnert mich an einen Verkäufer aus der Sowietregion, der vor Jahren schlechtest gefälschte Münzen, teils sogar wilde Kombinationen, verkaufte. Hier ist es wohl ein Mix aus Commodus-Avers und Antoninian-Revers.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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