Sesterz DIVVS AVGVSTVS VESPASIAN PATER PAT / Triumphalquadriga
Verfasst: Fr 24.07.26 01:05
Heute habe ich eine Münze bekommen, die - zum dritten Mal in meiner Sammlerlaufbahn - die teuerste Münze der gesamten Auktion war. Leider hatte nämlich ein Interessent außer mir gemerkt, daß die Beschreibung völliger Schnee ist; der Drittbieter hatte 301 Euro geboten, ich mußte bis 1300 gehen, und das ist schon eine Gegend, wo der Bietefinger sich verkrampft. Es dürfte keine zehn Münzen in meiner Sammlung geben, für die ich mehr bezahlt habe.
Das Bild ist von hier:
https://www.biddr.com/heranumismatics/a ... &l=8898281
Von Vespasian gibt es viele postume Denare, aber die postumen Bronzemünzen mit Porträt sind alle sehr selten. Es sind eine ganze Reihe von Typen (im neuen RIC von Nr. 369 bis 384, also 16 Stück), aber kein Typ häufiger als R2. Die Legende ist wie üblicherweise auf den Denaren DIVUS AUGUSTUS VESPASIANUS; lediglich Nr. 369, ein Sesterz mit Iudaea-Capta-Rückseite, nur von einem Exemplar aus der Abgußsammlung (!) in Oxford bekannt, hat die Legende DIVUS AUGUSTUS VESPASIAN PATER PAT. Mit diesem Stück ist nun meines stempelgleich, kombiniert mit einer neuen Rückseite mit Kaiser in Triumphquadriga, also thematisch passend. Das SC im Abschnitt ist zu erahnen. Das sind so viele Besonderheiten auf einer Münze, daß ich die Zähne zusammengebissen und die Münze ersteigert habe. Es kann sein, daß etwas feiner Sand auf die Münze gerubbelt wurde, aber glücklicherweise ist das Stück nicht unter die Sesterzenschnitzer geraten.
Viele Grüße,
Homer
Das Bild ist von hier:
https://www.biddr.com/heranumismatics/a ... &l=8898281
Von Vespasian gibt es viele postume Denare, aber die postumen Bronzemünzen mit Porträt sind alle sehr selten. Es sind eine ganze Reihe von Typen (im neuen RIC von Nr. 369 bis 384, also 16 Stück), aber kein Typ häufiger als R2. Die Legende ist wie üblicherweise auf den Denaren DIVUS AUGUSTUS VESPASIANUS; lediglich Nr. 369, ein Sesterz mit Iudaea-Capta-Rückseite, nur von einem Exemplar aus der Abgußsammlung (!) in Oxford bekannt, hat die Legende DIVUS AUGUSTUS VESPASIAN PATER PAT. Mit diesem Stück ist nun meines stempelgleich, kombiniert mit einer neuen Rückseite mit Kaiser in Triumphquadriga, also thematisch passend. Das SC im Abschnitt ist zu erahnen. Das sind so viele Besonderheiten auf einer Münze, daß ich die Zähne zusammengebissen und die Münze ersteigert habe. Es kann sein, daß etwas feiner Sand auf die Münze gerubbelt wurde, aber glücklicherweise ist das Stück nicht unter die Sesterzenschnitzer geraten.
Viele Grüße,
Homer