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18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Sa 15.06.24 15:20
von Taylor28
Ich habe hier einen aus dem 18 Jahrhundert.
Half Penny Anglesey Mines 1791
Und diesen hier, Half Penny George III, wobei dies auch eine Fälschung sein könnte.
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Sa 15.06.24 18:11
von KarlAntonMartini
Der Token von 1791 hat nach meiner Zählung 24 Eicheln im Laubkranz. Die zweite 1 im Datum zeigt in der Spitze zwischen T und H (?). Schau mal nach, was am Rand steht, es sollte PAYABLE IN LANCASTER, LONDON OR BRISTOL lauten. Dann hättest Du ein sehr seltenes Stück, DH 396. - Der offizielle Halfpenny (Spink 3781) wurde nur 1806 und 1807 geprägt, ob er echt ist oder eine zeitgenössische Fälschung läßt sich aufgrund des Zustands kaum beurteilen. Wie sieht denn da der Rand aus? Was auffällt, ist der dünne Bogen über dem Kopf der Britannia. Der Rand der Münze sieht aufgestaucht aus, er könnte für ein damals sehr verbreitetes in Pubs gespieltes Thekenspiel "Shove Ha'penny" verwendet worden sein. Das würde auch die starke Abnutzung erklären. Bitte mal den Durchmesser angeben. Grüße KarlAntonMartini
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: So 16.06.24 09:40
von Taylor28
Vielen Dank für die weiteren Infos. Sehr interessant, ich sollte mich in Zukunft mehr damit beschäftigen.
Bei den Token von 1791 ist die Randschrift soweit ich es noch lesen kann "PAYABLE IN ANGLESEY; LONDON OR LIVERPOOL"
Der Halfpenny hat einen Durchmesser von 27mm. Ein genaues Gewicht könnte ich morgen nachreichen. Der Rand ist geriffelt.
Grüße Taylor
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Di 18.06.24 07:46
von Taylor28
Nachtrag:
Also der Halfpenny mit George III hat ein Gewicht von 7,44g.
Der Token von 1791 hat ein Gewicht von 10,63g und einen Durchmesser von 29mm.
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Do 22.08.24 19:14
von Taylor28
So, einen hätte ich noch. Zwar schlechte Erhaltung, aber trotzdem Geschichte.
Halfpenny Middlesex, George - Prince of Wales
28mm, 8,65g, Kupfer
LG
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Do 24.04.25 23:12
von Lackland
Ein interessanter - und wegen des ‚Zollkrieges’ überraschend aktueller - Trade Token des 18. Jahrhunderts:
Emittent:
RICHARD DINMORE & SON NORWICH in NORFOLK
Umschriften:
MORE TRADE AND FEWER TAXES.
PROSPERITY TO OLD ENGLAND.
Undatiert (geprägt 1795 - 1797)
Variante mit glattem Rand ohne Rändeleisen
Kupfer, 10,59 Gramm
Durchmesser: 28,96 mm
Viele Grüße
Lackland
Druide von Anglesey
Verfasst: Mo 22.12.25 22:44
von antoninus1
Dieser Typ wurde schon mal im Forum gezeigt, aber ich wollte gerne meine Neuerwerbung zeigen, da ich diesen Typ schon lange suchte und er sehr gut erhalten ist. Der Token ist ein Muss für jeden Keltensammler
Es ist der One Penny Token der Anglesey Parys Mines von 1788 und zeigt einen Druidenkopf auf der Vorderseite. Die Randinschrift lautet ON DEMAND IN LONDON LIVERPOOL OR ANGLESEY.
34,95 mm, 28,8 g.
Aus Wikipedia:
"Am Ende der Vorzeit war Anglesey ein Zentrum der Druiden, weshalb sie „Insel der Druiden“ genannt wurde. Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Römer unter Gaius Suetonius Paulinus das dortige Heiligtum, um den anhaltenden, durch die Priesterschaft geförderten Widerstand der keltischen Bevölkerung zu brechen. Sie nannten die Insel Mona, wie sie auch von den Einheimischen genannt wurde. Nach Paulinus’ Abberufung von seinem Statthalteramt in der Provinz Britannia verloren die Römer die Kontrolle der Insel. Der römische Suffektkonsul und spätere Statthalter Britanniens Gnaeus Iulius Agricola eroberte die Insel erneut im Jahr 77 n. Chr. durch Hilfstruppen, die ihre schwere Ausrüstung ablegten und zur Insel schwammen. Dies beeindruckte die dortigen Kelten nach Tacitus angeblich so sehr, dass sie sich kampflos ergaben."
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Mo 22.12.25 23:47
von Numis-Student
Der ist wirklich weit überdurchschnittlich; ich habe den (und seinen kleineren Bruder) ebenfalls in meiner Sammlung - irgendwo
Nur sind meine beiden längst nicht so toll erhalten.
Schöne Grüße
MR
Re: Druide von Anglesey
Verfasst: Di 23.12.25 10:14
von KarlAntonMartini
antoninus1 hat geschrieben: ↑Mo 22.12.25 22:44
Dieser Typ wurde schon mal im Forum gezeigt, aber ich wollte gerne meine Neuerwerbung zeigen, da ich diesen Typ schon lange suchte und er sehr gut erhalten ist. Der Token ist ein Muss für jeden Keltensammler
Es ist der One Penny Token der Anglesey Parys Mines von 1788 und zeigt einen Druidenkopf auf der Vorderseite. Die Randinschrift lautet ON DEMAND IN LONDON LIVERPOOL OR ANGLESEY.
34,95 mm, 28,8 g.
Anglesey.jpg
Diese Pennies wurden erstmals 1787 geprägt. Es sollen insgesamt 250 t Kupfer vermünzt worden sein in einer eigens in Birmingham erbauten Münzstätte. (Die Gesamtauflage würde dann ca. 700.000 Stück betragen, wenn ich richtig rechne?) Die Stempel der ersten beiden Jahrgänge stammen von Hancock. Die Zahl der Stempel und damit der Varianten war hoch. Sie werden unterschieden nach der Länge des oberen Anstrichs im P, der Zahl der Eicheln im Kranz, der Form der Ziffern und ihrer Position. Für 1787 hat Dalton&Hamer 85 Nummern, für 1788 159 Nummern. kleine Mengen dieses Typs wurden noch bis 1791 geprägt. Danach lohnte sich das Geschäft wegen zunehmender Konkurrenz und steigender Kupferpreise nicht mehr. Fälschungen gibt es auch, in der Regel untergewichtig. Von der großen Zahl der Pennies wurden aufgrund der gestiegenen Metallpreise viele eingeschmolzen. Deshalb sind sie v.a. in ordentlicher Erhaltung selten. Das hier gezeigte Stück wird von D&H als "common" bezeichnet. Anglesey 220. Grüße KarlAntonMartini
Re: Druide von Anglesey
Verfasst: Di 23.12.25 19:44
von antoninus1
KarlAntonMartini hat geschrieben: ↑Di 23.12.25 10:14
...
Diese Pennies wurden erstmals 1787 geprägt. Es sollen insgesamt 250 t Kupfer vermünzt worden sein in einer eigens in Birmingham erbauten Münzstätte. (Die Gesamtauflage würde dann ca. 700.000 Stück betragen, wenn ich richtig rechne?) ...
Vielen Dank für die weiteren Infos!
Ich hatte auch von den 250 t gelesen, was mir aber gleich seltsam vorkam. Da ich andere Information weiter verfolgte, habe ich nicht gleich nachgerechnet.
250 t sind doch 250.000.000 g (250 Millionen). Wenn man für einen Token 29 g nimmt, komme ich auf eine Stückzahl von ca. 8,2 Millionen
Und da dachte ich mir, wo sind die hin? Ob da nicht irgendwem eine Zehnerstelle verrutscht ist (der Eisengehalt von Spinat lässt grüßen

), und es wurden nur 25 t verprägt?
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Di 23.12.25 19:54
von Lackland
Der Wert ‚250 t‘ ist absolut glaubhaft und nachvollziehbar. Diese Token wurden wahrlich in enormen Stückzahlen geprägt. Was auch erklärt, warum diese Stücke auch heute noch sehr häufig am Markt auftauchen. In London sah ich vor etwa 25 Jahren Säcke davon. Fast stempelfrische Exemplare kosteten damals 8 bis 10 Pfund. Schwächer Erhaltene deutlich billiger.
Leider habe ich damals keine derartigen Token gekauft. Ich entschied mich damals dafür, ein paar hübsche Shillings von Elizabeth I. mit nach Hause zu nehmen…
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Di 23.12.25 20:01
von antoninus1
Gerade gefunden:
https://books.google.de/books?id=TD4GAA ... &q&f=false
Charles Pye schreibt im "Index to the Provincial Coins" tatsächlich von 250 t.
Re: 18. Century Trade Tokens of the British Isles
Verfasst: Di 23.12.25 20:04
von antoninus1
Lackland hat geschrieben: ↑Di 23.12.25 19:54
Der Wert ‚250 t‘ ist absolut glaubhaft und nachvollziehbar. Diese Token wurden wahrlich in enormen Stückzahlen geprägt. Was auch erklärt, warum diese Stücke auch heute noch sehr häufig am Markt auftauchen. ...
Ich bin verwundert darüber, dass alleine von diesem einen Typ von Token so viele geprägt wurden.
Re: Druide von Anglesey
Verfasst: Di 23.12.25 20:57
von KarlAntonMartini
antoninus1 hat geschrieben: ↑Di 23.12.25 19:44
KarlAntonMartini hat geschrieben: ↑Di 23.12.25 10:14
...
Diese Pennies wurden erstmals 1787 geprägt. Es sollen insgesamt 250 t Kupfer vermünzt worden sein in einer eigens in Birmingham erbauten Münzstätte. (Die Gesamtauflage würde dann ca. 700.000 Stück betragen, wenn ich richtig rechne?) ...
Vielen Dank für die weiteren Infos!
Ich hatte auch von den 250 t gelesen, was mir aber gleich seltsam vorkam. Da ich andere Information weiter verfolgte, habe ich nicht gleich nachgerechnet.
250 t sind doch 250.000.000 g (250 Millionen). Wenn man für einen Token 29 g nimmt, komme ich auf eine Stückzahl von ca. 8,2 Millionen
Und da dachte ich mir, wo sind die hin? Ob da nicht irgendwem eine Zehnerstelle verrutscht ist (der Eisengehalt von Spinat lässt grüßen

), und es wurden nur 25 t verprägt?
Oh, da habe ich eine Zehnerstelle verbaselt...