Regenbogenschüsselchen

Keltische Münzen

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k4fu
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Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Mo 19.07.21 20:40

Hallo,

hab mir dieses Regenbogenschüsselchen gegönnt. Ist zwar nicht ganz zentriert. Aber der Vogelkopf ist gut sichtbar.

Habe zwei Fragen: Wie ist der Goldgehalt von diesen Münzen? Ist das bekannt?

Und auf der Rückseite die zwei Striche (nicht die drei) gehen relativ kurvig und parallel zum Rand.

Ich hab nur selten zwei Münzen gesehehen, wo die Striche 100% gleich verlaufen.

Die einen v-förmig, gerade, die anderen spitz zulaufend, aber kurviger, andere kreuzen sich fast, usw.

Haben die Striche, wie sie verlaufen, eine Bedeutung?
thumbnail_IMG_9428.jpg
thumbnail_IMG_9422.jpg
Zuletzt geändert von k4fu am Di 20.07.21 06:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Mo 19.07.21 20:58

Habe jetzt ein Stück aus einer alten Auktion von 2002 gefunden, welches meinem Stück schon sehr ähnlich ist. Was meint ihr?

vergleich4.jpg
vergleich3.jpg

bruzzel
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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von bruzzel » Di 20.07.21 17:13

Hallo k4fu,
eine ausführliche Beschreibung dieses Münztyps findest Du im Bericht von Irene Kappel: Der Münzfund von Mardorf und andere keltische Münzen aus Nordhessen.
Veröffentlicht im Germania Anzeiger der römisch- germanischen Kommission des Deutschen archäologischen Instituts. Jahrgang 54 / 1976 / 1. Halbband.
Im Anschluss zu diesem Bericht findet sich dort die Abhandlung von Axel Hartmann: Ergebnisse spektralanalytischer Untersuchungen an keltischen Goldmünzen aus Hessen und Süddeutschland. Dort findest Du sehr ausführliche Antworten auf Deine Fragen.
Kurz zusammengefasst: Goldgehalt dieser Münzen ist bekannt und entspricht ca. 18 karätigem Gold. Von den Strichmustern führt I. Kappe 9 verschiedene Varianten auf. Die Bedeutung ist allerdings nicht bekannt und es gibt sehr unterschiedliche Interprätationen.
Den Aufsatz von I.Kappel findet man evtl. bei academia.edu.
Gruss
bruzzel

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Di 20.07.21 18:30

bruzzel hat geschrieben:
Di 20.07.21 17:13
Hallo k4fu,
eine ausführliche Beschreibung dieses Münztyps findest Du im Bericht von Irene Kappel: Der Münzfund von Mardorf und andere keltische Münzen aus Nordhessen.
Veröffentlicht im Germania Anzeiger der römisch- germanischen Kommission des Deutschen archäologischen Instituts. Jahrgang 54 / 1976 / 1. Halbband.
Im Anschluss zu diesem Bericht findet sich dort die Abhandlung von Axel Hartmann: Ergebnisse spektralanalytischer Untersuchungen an keltischen Goldmünzen aus Hessen und Süddeutschland. Dort findest Du sehr ausführliche Antworten auf Deine Fragen.
Kurz zusammengefasst: Goldgehalt dieser Münzen ist bekannt und entspricht ca. 18 karätigem Gold. Von den Strichmustern führt I. Kappe 9 verschiedene Varianten auf. Die Bedeutung ist allerdings nicht bekannt und es gibt sehr unterschiedliche Interprätationen.
Den Aufsatz von I.Kappel findet man evtl. bei academia.edu.
Gruss
bruzzel
Vielen Dank schon mal für die Infos.

Einen Link oder ein pdf von dem Aufsatz über die Strichmuster hast du nicht zuällig? Auf academia.edu finde ich leider ohne das Upgrade nichts.

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Di 20.07.21 18:35

Der Strich, der über den Schnabel bei meinem Stück läuft. Kann das ein Stempelriss sein, oder wie kommt der zustande?

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Mi 21.07.21 15:52

Und können diese beide Münzen vom selben Stempel sein? Hab mal drei markante Punkte markiert.

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von Numis-Student » Mi 21.07.21 19:36

Hallo,

ja, die beiden Stücke sind stempelgleich.

Schöne Grüße
MR

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Re: Regenbogenschüsselchen

Beitrag von k4fu » Di 27.07.21 14:29

Ich denke ich habe noch ein stempelgleiches Stück gefunden.

Dieses wurde aber scheinbar schon nachgeschnitten. Z.B. am Vogelschnapel, aber auch bei den Linien, diese wurden begradigt. Die Kurve sieht man aber noch.

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