Rouelles - promonetär ?
Verfasst: So 09.11.25 17:14
Wie die meisten Münzsammler, die sich auch für den wissenschaftlichen Hintergrund von Münzen interessieren, bin auch ich ein großer Bewunderer des Numismatikers und Münzhändlers Tyll Kroha. Da ich vor kurzem ein keltisches „Rouelles“ erwerben konnte, habe ich mich natürlich mit der Bedeutung dieser „Rädchen“ beschäftigt. Leider gibt es nur sehr wenig deutschsprachige Literatur zur Thematik.
Protogeld, also promonetäre Zahlungsmittel, möchte ich ausschließen, wie auch hier im Forum bereits in einem Thread diskutiert. Da diese Rouelles doch recht häufig auf Trierer Stadtgebiet gefunden wurden, aber insbesondere im Zusammenhang mit religiösen Stätten wie z. B. der Tempelanlage im Altbachtal oder dem Lenus-Mars-Tempel auf dem anderen Moselufer, gehe ich davon aus, dass es sich um Votivgaben handelt.
Ich war dann umso erstaunter, dass Tyll Kroha in seinem Aufsatz über „Vorgeschichtliche Handels- und Zahlungsmittel“ (1) im Zusammenhang mit dem Eberswalder Goldschatzfund von 1913 die dort gefundenen Ringe sowohl als Schmuck als auch als Geld einordnet, auch wenn es sich vermutlich um Goldringe handelte.
Zitat: „... ist ein gutes Beispiel für die bekannte Tatsache, daß man unter ausgegrabenen Altertümern häufig große Mengen von Ringen findet, die sehr wahrscheinlich nicht nur als Schmuck gedient haben, sondern gleichzeitig Geld waren.“
Ich frage mich, ob man diese Aussage auch auf Ringe aus unedlen Metallen beziehen kann oder nicht?
(1) Tyll Kroha, Vorgeschichtliche Handels- und Zahlungsmittel, in: Das Fenster in der Kreissparkasse Köln, Thema XIV, Köln 1956, S. 3.
Protogeld, also promonetäre Zahlungsmittel, möchte ich ausschließen, wie auch hier im Forum bereits in einem Thread diskutiert. Da diese Rouelles doch recht häufig auf Trierer Stadtgebiet gefunden wurden, aber insbesondere im Zusammenhang mit religiösen Stätten wie z. B. der Tempelanlage im Altbachtal oder dem Lenus-Mars-Tempel auf dem anderen Moselufer, gehe ich davon aus, dass es sich um Votivgaben handelt.
Ich war dann umso erstaunter, dass Tyll Kroha in seinem Aufsatz über „Vorgeschichtliche Handels- und Zahlungsmittel“ (1) im Zusammenhang mit dem Eberswalder Goldschatzfund von 1913 die dort gefundenen Ringe sowohl als Schmuck als auch als Geld einordnet, auch wenn es sich vermutlich um Goldringe handelte.
Zitat: „... ist ein gutes Beispiel für die bekannte Tatsache, daß man unter ausgegrabenen Altertümern häufig große Mengen von Ringen findet, die sehr wahrscheinlich nicht nur als Schmuck gedient haben, sondern gleichzeitig Geld waren.“
Ich frage mich, ob man diese Aussage auch auf Ringe aus unedlen Metallen beziehen kann oder nicht?
(1) Tyll Kroha, Vorgeschichtliche Handels- und Zahlungsmittel, in: Das Fenster in der Kreissparkasse Köln, Thema XIV, Köln 1956, S. 3.