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Münze aus dem Frühmittelalter? Oder doch aus der Antike?

Verfasst: Mo 29.10.07 17:38
von Hoedeken
Hallo, ich besitze schon seit einigen Jahren eine Münze, über deren Herkunft ich bislang nichts herausfinden konnte. Angeblicher Fundort ist Südniedersachsen, ob das für die Bestimmung nützlich ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Die Münze misst etwa 25 mm im Durchmesser und scheint mir aus einem eher einfachen Metall zu bestehen.

Auf der einen Seite ist ein Ritter mit Speer und Schild (Kreuzfahrer?) abgebildet, auf dem Schild ist ein Sonnensymbol zu sehen. Auf der anderen Seite befindet sich eine etwas schlecht zu erkennende Profilansicht eines mutmaßlichen Herrschers.

Die Inschrift kann ich nicht entziffern, die Buchstaben scheinen dem griechischen oder einem anderen nichtlateinischen Alphabet entliehen zu sein.

Über jeden Hinweis zur Münzherkunft würde ich mich sehr freuen!

Verfasst: Mo 29.10.07 19:19
von helcaraxe
Hallo,

also aus der Antike ist das Stück definitiv nicht, weder griechisch noch römisch. Die Schrift scheint mir auch eher kyrillisch zu sein.

Verfasst: Di 30.10.07 12:49
von Hoedeken
Das ist doch schonmal ein guter Ansatz. :-)

Sollte es sich tatsächlich um das kyrillische Schrift handeln, könnte man immherin schonmal den Zeitpunkt der Prägung weiter eingrenzen. Laut Wikipedia entstand das kyrillische Alphabet zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert. Desweiteren würden mir auch noch Runen einfallen. Was haltet ihr von dieser Idee?

Vielleicht kann ja auch jemand über die abgebildete Rüstung oder das auf dem Schild abgebildete Symbol etwas sagen...

Verfasst: Di 30.10.07 14:39
von Pollio
Ich will ja nicht unken, aber stilistisch scheint mir das Stueck auch nicht ins Mittelalter zu passen. So eine Ritter- oder Kriegerdarstellung habe ich noch auf keiner mittelalterlichen Muenze gesehen, und auch die Kopfseite, also ich weiss nicht...
Sicher, dass das eine Muenze ist?
Gruss Pollio

Verfasst: Di 30.10.07 16:23
von heripo
Und ich meine sogar, dass es gar keine Münze ist. Von einem Tschechen (anlässlich eines Sympossiums im Keltenfürst-Museeum in Hochdorf ) erhielt ich mal ein paar mir ähnlich erscheinende Gepräge, die dort Museumsbesucher als Gastgeschenk erhalten - irgendwelche Phantasieprägungen auf Zink oder Alu-Schrötlingen geprägt.
Am obigen Beispiel scheint mir deutlich erkennbar, daß es zweierlei imitierte Repros zeigt - das Portrait ist mit Umschrift ein völlig anderer Stil als der "Ritter" und dessen Umschrift . Nach meinem Dafürhalten eine Phantasieprägung für welchen Zweck auch immer.
Gruß heripo