Kleiner Mittelalterhort

Alles was von Europäern so geprägt wurde
jabberwocky666
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Kleiner Mittelalterhort

Beitrag von jabberwocky666 » Mo 20.05.19 23:03

Diese netten Stücke wurden beim Abriss eines alten Bienenhauses in Mecklenburg-Vorpommern unter den Dielen gefunden. Dabei lag noch ein Rechenpfennig aus dem 18. Jahrhundert.

Der Finder würde sich über eine genauere Bestimmung freuen (und ich mich auch)!

Herzlichen Dank schonmal dafür!

MA-Müzen.jpg
MA-Müzen1.jpg

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Tube
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Re: Kleiner Mittelalterhort

Beitrag von Tube » Di 21.05.19 00:05

Hallo jabberwocky666

Die Pfennige kommen aus der Münzstätte Bardowick. Es gibt zahlreiche Varianten. Eine genauere Zuordnung zu einem Herrscher ist leider noch nicht möglich. Sie werden schon mal Heinrich dem Löwen zugeordnet, was aber zweifelhaft ist.

Hier 2 Vergleichsstücke:

https://www.acsearch.info/search.html?id=891647

Viele Grüße
Tube

jabberwocky666
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Re: Kleiner Mittelalterhort

Beitrag von jabberwocky666 » Di 21.05.19 01:06

Herzlichen Dank, das ging ja rasend schnell!

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QVINTVS
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Re: Kleiner Mittelalterhort

Beitrag von QVINTVS » Mi 22.05.19 18:41

Wenn auf den oberen Bildern, die Buchstaben li und re HEINRIC ergeben, dann wäre Heinrich der Löwe passend.
Viele Grüße

QVINTVS


PS: Sammle Münzen des Augsburger Währungskreises - was abzugeben?

jot-ka
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Re: Kleiner Mittelalterhort

Beitrag von jot-ka » Mi 22.05.19 19:37

"niederelbischer Agrippiner:
numismatischer Fachausdruck für den Nachprägungstyp des Köln-Andernacher Denars, der - seiner Verbreitung nach -
vor allem im Bereich der niederen Elbe geprägt wurde.
Vs. Tempel (der Prägung des Erzbischofs Piligrim von Köln, 1021-1036, entspr.),
Rs. 3zeilige Beschriftung "Sancta Colonia" in verwilderter Schreibweise.
Diese rohen Nachprägungen kamen im letzten Viertel des 11.Jh. auf und liefen bis in die Zeit Heinrichs des Löwen (1139-1180) um.
Sie veranlaßten ihn zur Prägung ähnlicher Pfennige mit Kreuz und Namen."

Zitat aus:
Heinz Fengler, Gerhard Gierow, Willy Ungar:
"Lexikon der Numismatik"
© transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin, 1976, S. 327

Bei den beiden Abb. werden noch die Mzst. Bardowiek und die Zeitfenster 1075-1100 sowie 1050-1075 genannt.

Das Umlaufgebiet strahlte nicht nur bis nach Mecklenburg aus, auch für das westliche Brandenburg gibt es Fundnachweise.

Näheres und den aktuellen Stand findet man bei
Christoph Kilger
"Pfennigmärkte und Währungslandschaften
MONETARISIERUNGEN IM SÄCHSISCH-SLAWISCHEN
GRENZLAND CA. 965 - 1120"
THE ROYAL SWEDISH ACADEMY OF LETTERS
HISTORY AND ANTIQUITIES
2000
ab Seite 190.

Das Werk gibt es auf der Seite Sachsenpfennige.de als download.

Schöne Grüße, jot-ka

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