Buchstabenidentifikation

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Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Mi 08.04.20 19:44

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Hallo, Hier die versprochenen Reverseiten, anhand derer man die Reversumschrift nachvollziehen kann. Gruß Bertolt.
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Mi 08.04.20 19:46

Hallo, würde sich jemand zutrauen, einen Versuch dahingehend zu wagen, diese Reversseitenumschrift I ANOSMIDVS zu entschlüsseln?. Gruß Bertolt
Zuletzt geändert von Bertolt am Do 16.04.20 08:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Mi 08.04.20 19:51

Hallo, eventuell könnte es so beginnen: I ANO = A (RGENDA) N (UMMUS) O (OTTO) Das würde in etwa glaube ich aus dem lateinischen übersetzt lauten:
“Geld gemacht durch [Bischof] Otto”.
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Do 16.04.20 08:13

Hallo, schaut euch mal meine letzten Einfügungen an, hat jemand eine Idee, wie es weiter gehen könnte? Gruß Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Fr 17.04.20 09:33

Hallo, ich habe noch eine Idee zur Weiterführung, der Bischof, unter dem diese Münzen entstanden sind, heißt ja Otto von Schkeuditz. Der vierte Buchstabe dieser Umschrift ist ein "S". So könnte es auch auch lauten: I ANOS = A (RGENDA) N (UMMUS) O (OTTO) S (SEXUS=Geschlecht) also
"Geld gemacht von Bischof Otto, aus dem Geschlecht derer von Schkeuditz"? Oder hat keiner eine bessere Idee? Gruß Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von QVINTVS » Fr 17.04.20 11:51

Grüß Gott nach Magdeburg,

übersetzen würde ich den Zusatz etwas anders. "... aus dem Geschlecht derer ..." ist ja schon modern gedeutet und mitgemeint, was es aussagen soll. Bei der buchstabengetreuen Übertragung würde ich das weglassen. Also: ... Geld Ottos von Schkeuditz ...

Ob das "A" für argenta steht möchte ich bezweifeln. Die Erwähnung auf Geld, dass es sich um Silber handelt, kommt erst im 15. Jh. auf. Hier ein Beispiel:

https://www.acsearch.info/search.html?id=262867

Lesbar: MONETA NOVA ARGENTEA ...
Viele Grüße

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und wer sie aufzuheben versteht,
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Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Fr 17.04.20 21:11

Hallo QVINTVS, eine herzlichen Gruß zurück nach Augsburg.
Deine Meinungsäußerung zu meinem Entschlüsselungsversuch ist natürlich in sich schlüssig und ich werde wohl eine ähnliche Übersetzung in meiner Datenbank benutzen. Wenn aber alle Buchstaben eine Bedeutung haben sollten, worauf einiges hindeutet, ist der Buchstabe „A“ natürlich schwer zu bestimmen, man kann ihn aber auch nicht einfach übergehen oder weglassen. Vielleicht steht das „A“ auch für „aes“ = Erz (silber) in seiner Bedeutung auf die Echtheit der Münze. Oder es ist ein Hinweis zu beginn, auf „administrade“= Verwalten, darauf hinweist, das diese Münze von oberster Stelle herausgegeben wurde? Oder auch, „annuntiare“= bezahlen, sollt ihr nunmehr nur mit dieser Münze. Es kann auch ein Hinweis im Sinne der „anniversarius“=alljährig stattfindenen Verrufung denkbar sein oder auch „anniversaria“= jedes Jahr wieder, sein. Bestimmt gibt noch weit bessere Ideen, oder das „argenda“ ist doch richtig. Mal schauen, was sich hier noch tut. Gruß Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Mo 20.04.20 20:55

Hallo, ich könnte mir noch vorstellen, das der Buchstabe "M" für "Monetarius" stehen könnte? Gruß Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Fr 24.04.20 08:55

Hallo, entschuldigt, dass ich keine Ruhe gebe, aber ich glaube nun selbst, dass das "Monetarius" auch nicht die richtige Lösung ist. Die Übersetzung des lat. Wortes "Moneta" in Richtung Münzstätte, passt glaube ich besser. Gruß Bertolt
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Re: Buchstabenidentifikation

Beitrag von Bertolt » Mi 10.06.20 10:05

Hallo, eine weitere und ziemlich deutliche Bestätigung meiner Reversseitenentschlüsselung der Umschrift dieses Typs findet sich in der Lagerliste Nr. 922 des belgischen Auctionshause Jan Elsen. Im Angebot ein Dünnpfennig (Nr. 316) dieses Typs, der auf dem Revers relativ deutlich diese Umschrift erkennen und auch noch exakt lesen lässt. Das besondere an dieser Münze ist die Tatsache, dass das merkwürdige Kreuz nicht nur bei 12h und auch als „I“ bei 7h auftaucht. Es ist auch die rechte Senkrechte des zweiten Buchstaben „N“. Eine merkwürdige Arbeit dieses Stempelschneiders, die aber erklärt, warum ausgerechnet dieser Buchstabe auf allen Münzen soweit auseinander gezogen ist. Gruß Bertolt.
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