Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

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Andechser
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Andechser » Mi 20.01.21 20:01

Ja, die Beba-Kästen auch, aber diese Kunststoffe sind über Jahre bzw. Jahrzehnte als unbedenklich bekannt. Das kann man von den Einlagen nicht sagen. Die Hersteller von Münzalben werben ja auch damit, dass die Münzen dort dauerhaft aufbewahrt werden können, aber mit den durch ungeeignete Kunststoffe entstehenden Schäden und Wertminderungen muss dann halt der Sammler leben.
Ich habe für mich entschieden, dass ich da kein Risiko eingehen möchte, zumindest nicht bei meiner Mittelaltersammlung.

Beste Grüße
Andechser

Staufer
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Staufer » Mi 20.01.21 20:34

Bei einseitig geprägten Münzen wie z.B. Brakteaten kenne ich es von manchen Auktionshäusern und Händlern, dass die Münzen in der Kapsel mit Watte unterlegt werden. Gerade bei sehr wertvollen Münzen scheint das gängig zu sein.
Viele Grüße,
Staufer

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Zwerg
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Zwerg » Mi 20.01.21 20:48

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste :D

Auf einen Brakteaten kannst Du draufhauen - da passiert NICHTS

Grüße
Zwerg
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von QVINTVS » Mi 20.01.21 21:28

Ja, aber das ist ein ganz unproblematischer Kunststoff für die Münzen.
Viele Grüße

QVINTVS

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und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von mjbn1977 » Mi 20.01.21 22:29

Also, Kapseln und Beba-Kaesten ok, Schaumstoffe und Plastikhuellen nicht. Na, dann bleib ich bei den Kapseln.

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Pflock
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Pflock » So 24.01.21 15:50

mjbn1977 hat geschrieben:
Mi 20.01.21 15:23
Fuer die Lagerung in Kapseln: was fuer ein Schaumstoff sollte fuer die Umrandung verwedendet werden. Wegen der Mittelalter Muenzen Unfoermigkeit wuerde ich diese gerne mit dem Skalpel selbst zuschneiden.
In den Kapseln mit Schaumstoffeinlage, ist dieser dabei und unbedenklich:
Quadrum mit Ausstantzung 14-41mm: https://www.leuchtturm.de/muenzkapseln-quadrum.html
Quadrum ohne Ausstantzung: https://www.leuchtturm.de/muenzkapseln- ... -pack.html
Rund mit Schaumstoffricngen: https://www.leuchtturm.de/muenzkapseln- ... -pack.html
Rund mit Schaumstoffricngen: https://www.leuchtturm.de/muenzkapsel-c ... 01-mm.html
Gruß Pflock

Ich sammel Münzen und Medaillen aus Mühlhausen in Thüringen, vom Mittelalter bis heute.
Freue mich immer über Angebote.
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von mjbn1977 » Sa 30.01.21 18:40

Pflock hat geschrieben:
So 24.01.21 15:50

Quadrum ohne Ausstantzung: https://www.leuchtturm.de/muenzkapseln- ... -pack.html
Vielen Dank....das ist genau was ich suche!!!

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Comthur
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Comthur » Di 09.02.21 14:14

Eine weitere Möglichkeit wären auch Münzrähmchen für Münzalben. Die sind dann, wenn selbstklebend, fest verschlossen und die Münzen lassen sich so leicht transportieren und eine detaillierte Beschreibung ist auch leicht anzubringen. Eine Metallurgische Untersuchung ist ggf. auch durch die Hülle hinweg möglich.
Vorab, vor dem Verschluß, werden techn. Daten wie genaues Gewicht, Durchmesser und hochauflösende Scans angefertigt und archiviert. (Im Computer und auf Papier)

Kleinere Hohlpfennige lassen sich ebenfalls gefahrlos unterbringen. Die größeren Brakteaten, von denen ich aber kaum welche habe, kommen in Münzkapseln, ggf. mit Watte leicht unterfüttert.

Mit Beba-Kästen konnte ich z.B. noch nie etwas anfangen. Einfach nur eine Ablage und eine sperrige Transportmöglichkeit. Kommt natürlich auch immer darauf an, was und in welchem Umfang man sammelt. Für meine Sammlungen, die dazugehörige Ordnung und das Händling sind Alben besser geeignet.

Was mich hierbei aber schon massiv ärgerte, ist die m.E. ungeheuerliche Qualitätsverschlechterung von Leuchtturm-Hüllen, wie hier im Forum schon vorgestellt ... . Die, welche ich in den 90er Jahren anschaffte, sind bis heute tadellos ! Die, welche gut 10 Jahre alt sind ... kringeln sich schon fast vor lauter minderwertiger Folie (Säure). Das ist irre und ich hätte auch nicht gedacht, daß man heutzutage (mit Verweis auf die Gewährleistungsfrist von 2 Jahren ... !! ) quasi ausgelacht wird, wenn man darauf hinweist --- .
Ich werde wohl auf Safe-Produkte wechseln.

Viele Grüße auch in die Staaten !

Daniel
HONOR MAGRI JVDICIVM DILIGIT

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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Brakti1 » Mo 22.02.21 17:06

@Mistebach
Der Tresor mit den Holzladen sieht super aus.
Holz hat aber die Eigenschaft, dass es Gerbsäure enthält. Diese Gerbsäure dünstet aus und ist schlacht für die Münzen. Je frischer das Holz, je schlechter für die Münzen.
Ich habe meine Sammlung in Beba Kästen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Holz gemacht?
Welche Erfahrungen hab ihr mit Kunststoff (Vorallem Kunststoffalben) gemacht?

Viele Grüße

Andechser
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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Andechser » Mo 22.02.21 17:20

Ich habe mit den Holzschatullen von Zecchi sehr gute Erfahrungen gemacht. Die setze ich seit Jahren ein und kann keine Schäden feststellen. Es ist noch nichtmal eine beginnende Patinabildung zu erkennen.

Beste Grüße
Andechser

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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von mjbn1977 » Mo 22.02.21 19:22

Ich habe Münzalben mit Plastikhüllen von Numis aus den 90er Jahren. Darin bewahre ich meine Sammlung von 5 DM and 10 DM Sondermünzen auf (die habe ich mal als Jugendlicher gesammelt). Die waren da jetzt über 20 Jahre da drin und die neueren (80er und 90er Jahre) 10 DM Silber Sondermünzen sind all dran ordentlich gelblich/gräulich Anzulaufen. Ich glaube nicht die das die Plastikhüllen Weichmacher haben, sie sind mittlerweile sehr zerbrechlich und brechen gerne. Darin bewahre ich aber keine Mittelalter Münzen auf. Die habe ich jetzt in Kapseln von Leutturm.

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Re: Wie bewahrt ihr eure Mittelalter Muenzen auf?

Beitrag von Mistelbach » Fr 26.02.21 19:44

Brakti1 hat geschrieben:
Mo 22.02.21 17:06
Holz hat aber die Eigenschaft, dass es Gerbsäure enthält. Diese Gerbsäure dünstet aus und ist schlacht für die Münzen. Je frischer das Holz, je schlechter für die Münzen.
Ich habe meine Sammlung in Beba Kästen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Holz gemacht?
Ich habe da jetzt ca. 40 Jahre meine Münzen auf Holztabletts mit Samtfolie gelagert, es sind Weichholzleisten an den Seiten und Pressspan oder Sperrholzplatten mit Kunststoffbeschichtung. Anfangs hatte ich Bedenken wegen des Klebstoffs der Samtklebefolie. Ich habe aber nur bei ganz blanken 5-DM-gedenkmünzen eine farbige Regenbogenpatina festgestellt, alle andere Silbermünzen zeigen auch nach Jahrzehnten keine Reaktion. Wenn man da auf Nummer sicher gehen will kann man natürlich Filz statt Samtfolie nehmen. Das Holz, auch mit Beizmitteln scheint hier nicht zu schaden. Die Gerbsäure dürfte wohl v.a. bei Eichenholz in Verbindung mit Stahl/Eisen Probleme zu machen.
Bei weichen Ringbucheinlagen mit weichem Kunststofff habe ich öfter fettige grüne Auflagerungen gesehen die allerdings ganz gut zu entfernen waren. Harte Kunststoffkapseln scheinen mir bedenkenlos ebenso wie das graue Plastik der Beba-Kästen.

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