eine Frage zur Emissionsstärke

Alles was von Europäern so geprägt wurde
pecuniator
Beiträge: 3
Registriert: Mi 09.12.20 20:00
Danksagung erhalten: 1 Mal

eine Frage zur Emissionsstärke

Beitrag von pecuniator » Mi 29.06.22 18:44

Hallo, liebe Sammler,
Ich habe ein Verständnisproblem. Und zwar gib es zu Dannenberg 592 die Aussage von P. Illitsch, das es sicher 35 Oberstempel gab, er spricht von einer mittleren Emission.
Moderne Stempel erreichen Prägezahlen von 800 Stück pro Minute und ein Stempel wird pro Tag verbraucht.
Welche Auflagenstärke erreicht erreicht man bei der mittelalterlichen Pfennig Hammerprägung pro Stempel?

dankeschön

Benutzeravatar
QVINTVS
Beiträge: 2301
Registriert: Di 20.04.04 20:56
Wohnort: AVGVSTA = Augsburg
Hat sich bedankt: 265 Mal
Danksagung erhalten: 294 Mal

Re: eine Frage zur Emissionsstärke

Beitrag von QVINTVS » Mi 29.06.22 19:26

Grüß dich,

das hängt von der ausgebrachten Münze und der Qualität der Stempel ab. Denare, die aus einem eher dicken Schrötling und Dünnpfennige, die aus einem sehr dünnen Schrötling geschlagen wurden, dürften nicht so lange gehalten haben, als bei Brakteaten. Je nach Autor wird von unterschiedlichen Mengen ausgegangen. Bei Denaren, meine ich, dass es um die 10.000 pro Oberstempel waren. Die Prägeeisen nutzen sich auch unterschiedlich ab. Ob es zu Brakteaten eine These gibt, ist mir nicht bekannt. Das hängt aber auch damit zusammen, dass bis heute noch nicht sicher gesagt werden kann, wie die Brakteaten hergestellt wurden. Hohlpfennige hatten wiederum einen anderen Herstellungsprozess. Darüber könnte es wieder Vermutungen geben.
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

Ebay-Alternative nutzen: https://www.muenzauktion.info

pecuniator
Beiträge: 3
Registriert: Mi 09.12.20 20:00
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: eine Frage zur Emissionsstärke

Beitrag von pecuniator » Mi 29.06.22 20:19

Danke, ich bin bisher von 1000 ausgegangen,
bei einem Sächsischen doppelseitigen Pfennig wären wir mit deinen 10.000 bei 0,8 gr x 10.000 x 35 = 280 Kg Silber
im 11 Jahrhundert kaum vorstellbar ausser in der nähe von Silber Bergwerken... interessant

Benutzeravatar
Numis-Student
Moderator
Beiträge: 16437
Registriert: Mi 20.02.08 22:12
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 4848 Mal
Danksagung erhalten: 1507 Mal

Re: eine Frage zur Emissionsstärke

Beitrag von Numis-Student » Mi 29.06.22 20:42

Etwas andere Zeit: https://magazin.wienmuseum.at/richard-l ... d-das-geld da gab es eine Zahlung von 23 Tonnen Silber.

Also Silber gab es genug im Mittelalter ;-)

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Frage
    von Axel58 » » in Griechen
    3 Antworten
    343 Zugriffe
    Letzter Beitrag von Axel58
  • Frage zu MA-Shop?
    von DerMünzenBär » » in Bundesrepublik Deutschland
    7 Antworten
    965 Zugriffe
    Letzter Beitrag von DerMünzenBär
  • Frage zu Prägevorgang
    von stilgard » » in Römer
    7 Antworten
    531 Zugriffe
    Letzter Beitrag von stilgard
  • Schweiz und Frage zum HMZ
    von Basti aus Berlin » » in Österreich / Schweiz
    7 Antworten
    901 Zugriffe
    Letzter Beitrag von Numis-Student
  • Frage zu Schweden
    von Basti aus Berlin » » in Sonstige
    4 Antworten
    202 Zugriffe
    Letzter Beitrag von ThomasM

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast