Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

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cepasaccus
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Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von cepasaccus » Di 13.08.13 15:07

Wenn man etwas ueber mittelalterliche Muenzen publizieren moechte und die meisten mittelaltermuenzinteressierten Leute erreichen moechte, in welcher Zeitschrift sollte man dann veroeffentlichen?
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Locnar
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Locnar » Di 13.08.13 15:24

hallo,
ich kenne keine und beziehe keine.

Ich kenne auch keinen der eine Zeitschrift bezieht, wir Ma Sammler arbeiten fast nur über das Net und per Mail.

Für mein anderes Hobby kannst du mich über den Tintling erreichen,( eine Zeitschrift über Pilze )
Gruß
Locnar

Andechser
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Andechser » Di 13.08.13 15:30

Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist das schwierig, weil das meiste in allgemeineren, mehr oder weniger regionalen Zeitschriften publiziert wird. Aber den größten Zuspruch dürften die NZ, JNG und die GN haben.

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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Locnar » Di 13.08.13 15:41

Aber den größten Zuspruch dürften die NZ, JNG und die GN haben.
Frag doch mal wer dort rein schaut!

Ich denke mal, die große Zeit der Bücher ist vorbei.
Wer etwas veröffentlich will, mach es über das Net,: Frag mal Petzlaff über seine Erfahrungen!
Gruß
Locnar

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cepasaccus
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von cepasaccus » Di 13.08.13 15:56

Petzlaff hat ja seine grossen Werke. Mir geht es eher um kleineres. Sowas wie http://citeseerx.ist.psu.edu/index fuer die Numismatik kenne ich aber nicht.
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Andechser » Di 13.08.13 15:57

Ich denke mal, die große Zeit der Bücher ist vorbei.
Dieser Abgesang auf das Buch wird schon lange gesungen, aber solange das Problem der dauerhaften Speicherung von Daten nicht gelöst ist, sehe ich trotz allem das Buch im Vorteil. Aber ich gebe dir insofern Recht, dass Onlinepublikationen oft schneller rezipiert werden. Wobei die Verkaufszahlen von Fachbüchern auch nicht zwingend etwas über deren Leserkreis aussagen. Deswegen bin ich ein großer Freund von parallelem Publizieren in Buchform und im Netz, wobei da viele Verlage Vorbehalte haben. Es ist halt immer eine Frage, wen man mit seinen Schriften erreichen möchte und um welche Art Schriften es sich handelt.
Als Beispiel gibt es in den Kulturwissenschaften ein Onlineportal in dem man Rezensionen publizieren sollte, wenn man möchte, dass sie von anderen Fachleuten gelesen werden. Das betrifft aber leider nicht die Numismatik.

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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Locnar » Di 13.08.13 16:08

huhu,

ihr habt ja Recht, nur die Ma Sammler sind recht speziell, die direkt zu erreichen ist ist echt ein Problem.

Darum wurde der auch der Autorenbereich geschaffen.

Geld da mit zu verdienen noch schwieriger!
Gruß
Locnar

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cepasaccus
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von cepasaccus » Di 13.08.13 16:15

Es gibt Leute, die mit Mittelalternumismatikbeitraegen Geld verdienen wollen?
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Locnar » Di 13.08.13 16:25

wer wo?
Gruß
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platinrubel
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von platinrubel » Di 13.08.13 16:34

Locnar hat geschrieben:hallo,
ich kenne keine und beziehe keine.

Ich kenne auch keinen der eine Zeitschrift bezieht, wir Ma Sammler arbeiten fast nur über das Net und per Mail.

Für mein anderes Hobby kannst du mich über den Tintling erreichen,( eine Zeitschrift über Pilze )
Der "Tintling"???? is ja ein geiler Namer :D :D :D sorry aber ich musste einfach grinsen darüber.
allerdings: das thema ist eh spannend. vor allem wenn man als hobbykoch auch gerne frischpilz ans essen macht. :mrgreen:

Aber zurück zum Thema:
http://www.muenzen.eu/muenzzeitschriften.html zeigt dir die deutschsprachigen zeitschriften für den sammler.
wobei münzenrevue und moneytrend die besten und informativsten sind.

was bei den zeitschriften allerdings absolut nervt, das ist, dass ich jedes mal aufs neue diese dämlichen 60 seiten bewertungstabellen mit kaufen muss.
mehr artikel wären da lesenswerter.
NZ, JNG und die GN sind noch einmal eine Stufe höher anzusiedeln, was den Anspruch betrifft.

Bei Buchveröffentlichungen muss man natürlich auch bedenken, dass nicht alle Münzsammler auch Interesse für das spezifische Thema des Autors haben.
meist veröffentlicht ein autor ja etwas zu einem thema, zu dem er persönlich einen grossen bezug hat.

Es kommt auch darauf an, ob der Sammler seine Sammlung einfach sammelt (nach Katalog), oder ob er sich in sein Gebiet vertiefen und bilden will.
damit meine ich ober er sein hintergrundwissen um ein vielfaches erweitern will und in die tiefe recherchieren will, oder mit oberflächlichem basiswissen zufrieden ist.

Ich selbst bin grad 34 Jahre jung und habe eigentlich auch lieber das gedruckte Werk in der Hand als auf den Bildschirm spannen zu müssen - obwohl die meiste meiner literatur mittlerweile digital archiviert ist.
ist ein ganz anderes Nachschlage-/ oder Forschungsvergnügen als vor dem computer.
grüsse platinrubel

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Comthur
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Comthur » Di 13.08.13 16:34

Ehrlich gesagt, über Zeitschriften wie die NZ, JNG und die GN sind mir auf Sammlertreffen (Münzvereinen von Laien) noch nicht begegnet. Auch ich habe die GN nur durch Querverweise, also durch Zufall, kennen gelernt. Ich kann mich natürlich täuschen aber m. E. eher etwas für "Eingeweihte". Auch im Handel nicht erhältlich - zumindest von mir noch nicht entdeckt worden ... .
Auf jedem Tisch allerdings lag die Moneytrend (Auflage weltweit um die 10`000). Die Zeitschrift ist auch im Handel weit verbreitet, hier sehen auch Laien mal rein und von denen könnten wir unseren "Nachwuchs" rekrutieren. Und, es gibt auch eine Provision für die Artikel.

Für den Anfang und für auf Breitenwirkung gedachte Informationen doch sicher nicht schlecht. So erreicht man wenigstens die MA-Fans in den regionalen Vereinen. Mit etwas Werbung könnte man die dann z.B. hier im Forum zusammenbringen.
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Anyu
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Anyu » Di 13.08.13 20:49

Wenn es nicht unbedingt eine numismaitische Fachzeitschrift sein muss: Die Archäologie in Deutschland hat auch ab und an Artikel über mittelalterliche Schatzfunde drin. Kommt halt drauf an, ob das spezifische Thema auch einen Nicht-Numismatiker mit Interesse an archäologischen oder historischen Themen anspricht. Ich habe bisher immer gut mit der Redaktion zusammengearbeitet und die zahlen auch ganz gut ;)

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Comthur
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Comthur » Mi 14.08.13 09:22

@Anyu
Eine feine Sache, daß wir hier einen Archäologen unter uns haben. Musste doch nun einfach mal geschrieben werden ! ... schon als kleiner Junge war mein Traumberuf Archäologe - bin da bis heute fasziniert.

Schon seit Deiner Antwort zum Fund von Malterdingen wollte ich Dich bzgl. Hinweisen auf Schatzfundveröffentlichungen in Deutschland und den angrenzenden Ländern (für mich wären auch Polen, Russland sowie die skandinavischen Länder von Interesse) fragen ? Hättest Du da einen Art Literaturliste / Internetadressen bzw. ein paar Anlaufstellen für Anfragen für uns ??

Für uns sind die Schatzfunde von größter Wichtigkeit ... man bekommt nur kaum Informationen. Und - in Polen werden mittlerweile auch schon offizielle archäologische Ausgrabungen mit (modernen) Fälschungen verseucht um "Originalität" vorzutäuschen. Hast Du dazu auch einige Informationen ??

Andersherum wären kleinere Artikel von Sammlern bzgl. der Mittalalternumismatik sicher auch interessant für Archäologen, die von den numismatischen "Spezial-"Zeitschriften keine Kenntnis haben.

Vielen Dank schon jetzt !
Comthur
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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von platinrubel » Mi 14.08.13 09:44

naja in zeiten des internet ist es heute eigentlich für niemanden ein problem, mit ein oder zwei suchbegriffen und etwas logik, nach numismatischen zeitschriften respektive veröffentlichungen zu recherchieren.

gerade die mittelalternumismatik bietet noch viel spielraum für veröffentlichungen und vor allem forschung.
problem ist natürlich, dass man viel zeit mit recherche nach fundveröffentlichungen etc investieren muss.

in meinem sammelgebiet kann ich da weniger auf schatzfunde hoffen, wobei es auch hier noch zu neuentdeckungen kommen könnte.
und die veröffentlichungen zum thema kann ich an einer hand abzählen.
grüsse platinrubel

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Re: Zeitschrift mit der hoechsten Mittelalterleserschaft

Beitrag von Anyu » Mi 14.08.13 16:00

@Comthur
War auch immer mein Traumjob, jetzt muss ich damit nur noch ordentlich Geld verdienen, dann bin ich schon Glücklich^^. Leider ist es eine brotlose Kunst.

Größere Schatzfunde sind in dutzenden von Fachzeitschriften versteckt und vergammeln in den Uni-Bibliotheken. Besonders wenn man ins Ausland blickt, oder es sich im kleine Funde handelt, wird es problematisch. Kleinere Funde verschwinden schnell in den Archiven und werden überhaupt nicht publiziert. Ich kenne keine Sammlung von Schatzfunden, allerdings muss ich auch sagen, dass ich mich erst seit knapp 2 Monaten intensiver mit der Numismatik auseinandersetze. Ich habe vor in nächster Zeit mal einige Zeitschriften gezielt zu durchsuchen. Anfangen würde ich mir folgenden Zeitschriften:

-Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters
- Medieval archaeology
- Archäologisches Korrespondenzblatt (primär Frühmittelalter (Merowinger / Karolinger))
- Arheologia medievală (Osteuropa, Schwerpunkt Rumänien)
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Mittelalter und Neuzeit

Dann wird man wahrscheinlich eine Menge in den regionalen Zeitschriften finden. Da ja die Archäologie in Deutschland eine Sache der Bundesländer ist, werden regionale Funde in vielen Fällen zuerst in den Zeitschriften der Landesämter publiziert. Wichtige Funde werden auch immer in der "Archäologie in Deutschland" in einem Kurzbericht vorgestellt. Da hat man auch sofort den Namen des Archäologen, der den Fund bearbeitet. Den kann man dann natürlich anschreiben. Wenn es um Funde im Rheinland geht, würde ich einfach mal das Rheinische Landesmuseum in Bonn anschreiben. Dort hatte ich das Glück, dass ich mal den "Tresor" anschauen durfte. Dort lagern sie meisten Schatzfunde der letzten Jahrzehnte (sofern nicht in Privatbesitz). Soviel Silber und Gold hatte ich noch niemals gesehen. Unter Aufsicht dürfen da auch einzelne Laien ran und die Stücke anschauen und fotografieren.

Fundfälschungen sind zum Glück eher selten, zumindest ist das mein Informationsstand. Es kommt jedoch auch in Deutschland vor (es gibt Grabungen, die niemals stattgefunden haben, aber publiziert wurden um die Forschungsgelder zu veruntreuen...), aber das sind zum Glück Einzelfälle.

Viele Archäologen und Historiker sind sehr an der Numismatik interessiert, aber in die speziellen Fachzeitschriften schauen sie eigentlich nicht rein (da spreche ich auch mal aus eigener Erfahrung). Für die sind die archäologischen bzw. historischen Fachzeitschriften die erste Anlaufstelle. Daher wäre es vielleicht wirklich nicht unsinnig, wenn man dort einen Artikel veröffentlich und dort einige numismatische Fachzeitschriften als Quellen aufführt.

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