Vielen Dank, vielleicht haben Sie recht, aber ich habe nicht den Wunsch, alle Exemplare zu sammeln – zwei sind genug. Was das Datum 1795 betrifft, stimme ich Ihnen zu: Das sind Münzwerkzeuge, und zwar genau aus diesem Jahr, später wurden die Ziffern durch gleichmäßigere ersetzt. Ich sammle Material zu dieser Variante und speziell zu der Medaille mit Gegenstempel. Ich kann nur eines sagen: 1795 steht nicht für eine Verleihung, sondern für den Tod von Hertzberg. Es ist keineswegs ein Zufall, dass diese Medaille mit dem Porträt Friedrichs nach seinem Begräbnis ausgegeben wurde; man nennt sie die letzten Medaillen von Hertzberg. Im Grunde ist es eine Gedenkmedaille sowohl für Friedrich als auch für Hertzberg. Ich vermute, dass sie in der Familie Hertzberg aufbewahrt worden sein könnte. Jetzt bleibt nur noch zu verstehen, was auf der Öse steht.Der Tommy hat geschrieben: ↑Mo 29.06.26 19:10Wenn du jetzt noch das im Handel befindliche Stück kaufst und letzte Woche das Exemplar aus der "Imperial Collection" hättest ersteigert, dann gäbe es wohl nur noch 1 (oder 2) Exemplare, die dir nicht gehören würde. Damit hättest du die quasi Lufthoheit über die seltenen Stücke.amenhetep44 hat geschrieben: ↑Mo 29.06.26 17:11Ich habe 2 von 5 dieser Medaillen in meiner Sammlung. Eine davon weist einen zusätzlichen Gegenstempel mit der Jahreszahl 1795 und eine Trageöse mit den Buchstaben S.S.F.B. auf. Die zweite является im Originalzustand – genau so, wie sie damals verliehen wurde. Aus diesem Grund habe ich die Auktion einfach nur beobachtet.
Mit freundlichen Grüßen
viewtopic.php?p=657631#p657631
Die nummerischen Einzelpunzen "1795" sind meiner Meinung nach offizielle Prägungen der Zeit. Da sie direkt unter bzw. auf der römischen Jahreszahl "1783" angebracht sind, deutet alles darauf hin, dass hier wohl ein Preuße im Jahr 1795 für seine Bemühungen um den Seidenbau offiziell vom Staat/König ausgezeichnet wurde, wenngleich der Seidenbau Ende des 18. Jahrhunderts bereits deutlich zurückgegangen ist und auch keine neuen Prämienmedaillen mehr produziert wurden. Es ist anzunehmen, dass man deshalb eine bereits vorhandene Medaille verwendete - interessanterweise eine von den selteneren Stücken - wobei ohnehin wohl nur wenige Medaillen überhaupt geprägt wurden. Der ausgezeichnete Seidenbauer dürfte sehr stolz auf diese Prämienmedaille gewesen sein, das bezeugen schon die eingravierten Initialen sowie Henkel/Öse an dem Stück, denn die Medaille wurde wohl als Amulett am Hals des verdienten Seidenbauers getragen. Insgesamt ein unberührtes bzw. unverbasteltes geschichtsträchtiges Stück, das sicher viel erzählen könnte.
Medaille des Seidenbaums, Herzberg 1783
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Re: Imperial Collection
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Der Tommy
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Re: Imperial Collection
Ich würde zunächst das Offensichtliche zugrunde legen: Die Punzen "1795" sind professionell auf die Medaille gebracht wurden. Das spricht für eine offizielle Maßnahme oder zumindest für einen bezahlten Auftrag an einen Goldschmied, Graveur etc. Die Initialen sind später nach Anbringung der Öse per Hand eher unprofessionell graviert worden, was auf eine private Arbeit des Besitzers der Medaille oder auch eines späteren Sammlers deutet. Die Initialen können ein Name oder ein Ort oder eine Kombination aus beiden sein. B. könnte für Britz stehen. Die These, dass es ein Stück aus dem Familienbesitz von Hertzberg sein könnte, wäre denkbar aber warum eine Medaille dann mit dem Todesdatum versehen, nur aus Gründen der Erinnerung?
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Re: Imperial Collection
Bezüglich der Punze 1795 stimme ich Ihnen zu. Ich möchte ein paar Details beschreiben: Die Medaille wurde mit dem Porträt des Königs nach außen getragen, worauf die Ausrichtung der Buchstaben auf der Öse hindeutet. Sie beginnen auf der Porträtseite; zudem teilt die Biegung der Öse den Text gleichsam optisch in zwei Hälften. Auf der Seite mit dem Porträt steht „S.S.“ – denkbar als Sans Souci, der Sterbeort des Königs –, auf der Seite mit der Punze 1795 steht „F.B.“, was für Britz stehen könnte, den Sterbeort Hertzbergs. Diese Medaille besitzt eine tiefe Symbolik: Es gibt den Bezug auf Britz 1783, den Beginn der Verleihungen durch Hertzberg und Friedrich, auf 1786, den Tod Friedrichs, und auf die letzte Vergabe genau dieser Medaillen durch Hertzbergs Ministerium. Und schließlich die Gegenstempelung der Jahreszahl 1795 – der Tod von Hertzberg.Der Tommy hat geschrieben: ↑Mo 29.06.26 20:59Ich würde zunächst das Offensichtliche zugrunde legen: Die Punzen "1795" sind professionell auf die Medaille gebracht wurden. Das spricht für eine offizielle Maßnahme oder zumindest für einen bezahlten Auftrag an einen Goldschmied, Graveur etc. Die Initialen sind später nach Anbringung der Öse per Hand eher unprofessionell graviert worden, was auf eine private Arbeit des Besitzers der Medaille oder auch eines späteren Sammlers deutet. Die Initialen können ein Name oder ein Ort oder eine Kombination aus beiden sein. B. könnte für Britz stehen. Die These, dass es ein Stück aus dem Familienbesitz von Hertzberg sein könnte, wäre denkbar aber warum eine Medaille dann mit dem Todesdatum versehen, nur aus Gründen der Erinnerung?
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Re: Medaille des Seidenbaums, Herzberg 1783
Ich habe jetzt die Beiträge, die sich auf das nachpunzierte Stück beziehen, von der "Imperial Collection" abgetrennt und hierher verschoben.
Schöne Grüße
MR
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- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag:
- amenhetep44 (Mo 29.06.26 22:50)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Imperial Collection
Vielen Dank, bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.Numis-Student hat geschrieben: ↑Mo 29.06.26 22:31Ich habe jetzt die Beiträge, die sich auf das nachpunzierte Stück beziehen, von der "Imperial Collection" abgetrennt und hierher verschoben.
Schöne Grüße
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Mit freundlichen Grüßen
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