Seite 1 von 1

Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Mo 20.07.26 18:24
von Pfennig 47,5
Medaille der Deutschen Post zum Thema „Deutschland zur See“
Segelschiff Wappen von Hamburg
Durchmesser: 36 mm
Gewicht : 15 g
Material : 500/1000 Ag
2005 von der Deutschen Post ausgegeben
20190712_135823.jpg
20190712_135943.jpg
Das Segelschiff „Wappen von Hamburg“ 1669 gebaut – 1683 im Hafen von Cadiz explodiert.
Indienststellung: 1669
Schiffstyp : Zweidecker Konvoischiff
Bauwerft : Schiffswerft am Theerhof Hamburg
Länge : 40 m
Breite : 11 Meter
Besatzung : 150 – 250 Offiziere und Mannschaften
Kanonen : 45

In Auftrag wurde sie von der Hamburger Admiralität und der Kaufmannschaft gegeben und hatte die Aufgabe Schiffskonvois zu Hamburgs Übersee- Handelspartnern zu begleiten und vor Angriffen bzw. Überfällen von Korsaren und Piraten zu schützen.
Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Hamburg, neben London und Amsterdam zu den wichtigsten Handelszentren Nordeuropas.
Insgesamt wurden von 1669 bis 1747 vier Schiffe unter dem Namen „Wappen von Hamburg“ gebaut und zur Konvoi Sicherung in Dienst gestellt.
Abgebildet ist die Wappen von Hamburg III.

Mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wapen_von ... iff,_1669)

Re: Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Mo 20.07.26 19:30
von Andechser
Die Medaille ist wirklich hübsch. Aber es handelt sich nicht um die Wappen von Hamburg von 1669, sondern um das gleichnamige Schiff von 1722.
Siehe hierzu: https://karl-heinz-marquardt.com/the-li ... identitaet
Bzw. bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wapen_von ... f%2C_1722)

Aber vielen Dank fürs Zeigen.

Beste Grüße
Andechser

Re: Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Di 21.07.26 19:56
von Pfennig 47,5
Danke für die Korrektur, leider habe ich die Medaille mit dem Schiff "Wappen von Hamburg" (1) nicht.

Re: Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Di 21.07.26 20:23
von Pfennig 47,5
Medaille der Deutschen Post zum Thema „Deutschland zur See“
Segelschiff „Rickmer Rickmers“
Durchmesser: 36 mm
Gewicht : 15 g
Material : 500/1000 Ag
2005 von der Deutschen Post ausgegeben
20190712_135741.jpg
20190712_135943.jpg
Das Segelschiff „Rickmer Rickmers“ - heute Museums- und Denkmalschiff
Indienststellung: 1896
Schiffstyp : Segelschiff, Schulschiff
Bauwerft : Rickmerswerft Geestemünde
Länge : 97 Meter Länge über alles – 80,37 (KWL)
Breite : 12,19 m
Besatzung : 21 Mann
Kanonen : 0

Das Schiff bekam den Namen des Enkels Rickmer sowie den Namen der Reederei Rickmers.
Die erste Reise ging nach Hongkong um Reis und Bambus zu laden, später in die Vereinigten Staaten, Fernost Kapstadt, mit dem Verlust des Kreumast.so wurde das Schiff umgetakelt zur Brak.

1912 erwarb die Reederei C.C. Krabbenhöft das Schiff, wo es umgetauft wurde und Max hieß. Das Schiff transportierte Kohle von Wales nach Chile und holte Salpeter nach Europa. 1914 mit beginn des ersten Weltkrieges ging das Schiff vor den Azoren vor Anker, wurde aber 1916 von den Portugiesen konfisziert und transportierte Kriegsgüter für Großbritannien.
Von 1916 bis zur Rückkehr nach Hamburg erfüllte sie in der portugiesischen Marine verschiedene Aufgaben und es erfolgten verschiedene Umbauten.

Die Rückkehr des Schiffes nach Hamburg haben sie dem 1974 gegründeten Verein „Windjammer für Hamburg“
zu verdankten, die das Schiff gegen eine Yacht (Anne Linde, jetzt Polar) tauschten.
Nach mehrjähriger Restaurierung dient sie heute als Museumsschiff an der Hamburger Landbrücke.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rickmer_Rickmers_(Schiff)

Re: Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Do 23.07.26 11:27
von Pfennig 47,5
Medaille der Deutschen Post zum Thema „Deutschland zur See“
Segelschiff „Preussen“
Durchmesser: 36 mm
Gewicht : 15 g
Material : 500/1000 Ag
2005 von der Deutschen Post ausgegeben
20190712_135859.jpg
20190712_135943.jpg
Das Segelschiff „Preussen“
Indienststellung: 1902
Schiffstyp : Frachtsegler
Bauwerft : Joh. C. Teckelborg
Länge : 147 Meter Länge über alles
Breite : 16,34 m
Besatzung : 46 Mann
Kanonen : 0

Weltbekannt wurde die Preussen durch den Namen, incl. der Schreibweise am Schiff und in den Papieren,
aber auch als schnellstes Schiff der damaligen Zeit und der aufgestellten Rekorde.
So schaffte die Preussen die in der sogenannten „von Mittag zu Mittag“ Messung voll beladen die Strecke von 392 Seemeilen und leer 426 Seemeilen.
Ein weiterer Rekord wurde auf der Fahrt von von New York nach Japan erreicht, als das Schiff in 27 Tagen
6944 Seemeilen (12.860 km) zurücklegte und trotz der „geringen“ Schiffszuladung von 8.000 Tonnen noch Geld verdiente.
Auch die „Preussen“, obwohl nach heutigen Standard das Umweltfreundlichste Schiff war, wurde es immer schwieriger Schiffsladungen als Segler zu bekommen, da die Dampfschifffahrt als größter Konkurrent den Markt eroberte.

Am 6. November 1910 kam es zu einen Schiffsunglück mit dem Dampfer Brighton, der nach Verkehrsrecht der „Preussen“ die Vorfahrt nahm und dadurch eine Kollision verursachte.
Alle Versuche die „Preussen“ zu retten schlugen fehl, somit mußte das Schiff aufgegeben werden.

Wer allerdings mit einem Fünfmaster Segelschiff "fahren" möchte, welche der „Preussen“ ähnelt, der kann dies, mit dem Royal Clipper einem Fünfmast-Luxus-Kreuzfahrschiff tun, denn das Vorbild ist die „Preussen“, siehe Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Clipper

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Preußen_(Schiff,_1902)

Re: Schiffsmotive auf Medaillen

Verfasst: Fr 24.07.26 20:48
von Pfennig 47,5
Medaille der Deutschen Post zum Thema „Deutschland zur See“
Segelschiff „Grossherzogin Elisabeth“
Durchmesser: 36 mm
Gewicht : 15 g
Material : 500/1000 Ag
2005 von der Deutschen Post ausgegeben
20190712_135811.jpg
20190712_135943.jpg
Das Segelschiff „Grossherzogin Elisabeth“, alias „San Antonio“, alias „Ariadne“
Indienststellung: 1909
Schiffstyp : Frachtsegler Dieselmotor
Bauwerft : Jan Smit in Alblasserdam Niederlande
Länge : 63,70 Meter Länge über alles
Breite : 8,23 m
Besatzung : unbekannt
Kammern : 25
Kojen : 60

1907 lief ein Schiff mit Namen „San Antonio“ für den Reeder Andreas Hammerstein von Stapel, das unglücklicher Weise dem Kleinen Kreuzer Lübeck der Kaiserlichen Marine vors Bug lief und durch die Kollision sank. Im Seegerichtsprozess wurde festgestellt das der Kreuzer Lübeck die Schuld am sinken der San Antonio hatte, so das die Kaiserliche Marine den Neubau des Schiffes zahlen mußte.

Am 19. August 1909 lief der Neubau in der Werft von Jan Smit in Alblasserdam vom Stapel, auch hier mit einer Weltneuheit, einem Dieselmotor mit einer Leistung von 400 PS, außerdem verfügt das Schiff über klappbare Masten.
Von 1910 bis 1913 folgten mehrere Fahrten nach Südamerika und ins Mittelmeer. 1914 strandete die San Antonio vor Rabat, kann sich aber mit Hilfe des Dieselmotors selbst freischwimmen, 1929 kentert die San Antonio vor Kopenhagen, auch hier konnte sie geborgen werden und wurde wieder flott gemacht.
Es erfolgte eine Umbenennung zur Ariadne bis das Schiff auf Initiative von Kapitän Horst Werner Janssen, der ehrenamtlich und Förderer für die Schifffahrt den Verein Schulschiffverein „Grossherzogin Elisabeth“ e.V. gründete.
Der Hintergrund für den Erwerb dieses Schiffes ist die Tatsache, das 1901 auf der Werft Joh. C. Tecklenborg in Geestemünde für den Deutschen Schulschiffverein ein Vollschiff in Stahl erbaut wurde welches das erste deutsche Handelsmarine-Schulschiff war. Es wurde nach der oldenburgischen Großherzogin Elisabeth (1869-1955) benannt.
Leider wurde dieses Schulschiff 1945 von der Royal Navy in Besitz genommen und 1946 als Reparationsleistung an Frankreich übergeben, wo es den Namen Duchesse Anne bekam. Heute liegt dieses Schiff in Dünkirchen als Museumsschiff.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Großherzogin_Elisabeth

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Duchesse_ ... iff,_1901)