Bayern 10 Mark 1878 K

Diskussionen rund um Repliken und Nachprägungen

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*EPI*
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Beitrag von *EPI* » Do 24.04.08 09:42

Wenn dort wirklich die Prägestätte mit dem Buchstaben "K" abgekürzt ist, sind weitere Bilder überflüssig. Generell gibt es vom Jg. 1878 Fälschungen.

meisterjamo
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Bayern 10 Mark 1878 K

Beitrag von meisterjamo » Do 24.04.08 20:14

hallo,
nun hab ich endlich die aussagefähigen fotos.
wer kann mir hinweise zu dieser kuriosität geben ?
ich grüße die welt da draussen
meisterjamo
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Zwerg
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Beitrag von Zwerg » Do 24.04.08 20:34

Das ist Spielgeld für einen Kaufmannsladen - hat mit einer echten Münze leider nichts gemein

Grüße
Zwerg
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Pflock
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Beitrag von Pflock » Fr 25.04.08 18:16

Hallo meisterjamo,
Ich kann´s nicht genau erkennen, aber das "k" ist wohl eindeutig ein "k". Schon deshalb ist es als Fälschung zu erkennen. Weil, wie schon an anderer Stelle gesagt, "k" gab es in Deutschland nicht als Prägebuchstabe. Die Bayerischen Münzen wurden in München geprägt und das ist "D". Auch das Münzbild sagt mir das gleiche.
Bleibt nur die Frage, ob es Gold ist und wenn ja, in welchem Feingehalt. Das sollte Dir ein Goldschmied oder auch ein Münzhändler mit einem simplen Säuretest ermitteln können.

Es wäre schöner gewesen, wenn Du die neuen Bilder in Deinen ersten Thread kopiert hättest und nicht 3 Threads zur gleichen Frage aufgemacht hättest. Dies verwirrt etwas. Aber das sichere Handling mit der Forensoftware kommt mit der Zeit. :D
Gruß Pflock

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Beitrag von Pflock » Sa 26.04.08 09:15

Ich habe mir nochmal ein paar Gedanken zum Thema gemacht.

Das an der Stelle des Prägebuchstaben ein "K" steht, ist doch sehr auffällig. Ich schließe daher aus, daß die Münze als Fälschung (im Sinne von: zum Schaden Anderer) hergestellt wurde. Der Hersteller wollte sicherlich eine eindeutige Markierung hinterlassen, damit jeder sieht, daß es kein Original ist.

Warum es diese Münze gibt, darüber kann ich nur spekulieren. Hier einige Möglichkeiten:
  • Es ist einfach eine Replik, wie sie heute auch (legal) hergestellt werden. Dann wurde sie vermutlich in größerer Stückzahl geprägt. Vielleicht steht das "K" sogar für "Kopie" oder es ist das Kürzel der Firma/Stempelschneiders.
  • Es ist die Arbeit eines Lehrlings entsprechender Gewerke (Goldschmied, Stempelschneider ...).
  • Sie wurde auf Bestellung gefertigt. Soweit ich weiß, konnte man damals z.B. die bekannten Schmidt-Hausmann-Fälschungen nach eigenen Vorstellungen (Kombination Vorder-, Rückseite und Jahreszahl) herstellen lassen. Dies ist sicherlich keine dieser Schmidtschen Fälschungen. Aber was da möglich war, konnte vielleicht auch wo anders gemacht werden und warum nicht mit einem eigenen "Prägebuchstaben".
Ich tendiere zur ersten Variante. Auf jedenfall ist die Münze recht interessant. Ich würde sie auf jeden Fall nicht wegwerfen. Wenn Du sie nicht behalten willst, gibt es sicherlich Sammler für solche Münzen, die sich darüber freuen.
Gruß Pflock

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Beitrag von Pflock » Sa 26.04.08 09:20

Da ich das Thema recht interessant finde - hier gehts weiter: http://www.numismatikforum.de/ftopic25689.html
Vielleicht kann ein Mod/Admin die Threads ja mal zusammenführen, wenn meisterjamo einverstanden ist.
Gruß Pflock

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Beitrag von diwidat » Sa 26.04.08 13:58

Nach der Farbe der Bayern Münze zu urteilen handelt es sich mit Sicherheit nicht um Gold.
Der Hinweis auf Spielgeld o.ä. ist für mich am ehesten zutreffend.
In den frühen 60er Jahren hatte ich ein hamburger 5 Mark Stück erworben, mit einem W als Münzzeichen.
Hergestellt war es von de Firma Uhren Weiss aus Hamburg zu Verwendung als Ring Münze oder für Manschettenknöpfe.
Damals hat niemand Anstoss daran genommen.
Die Goldlegierung soll 900 fein (nach Aussage) betragen, des Gewicht liegt bei 2,128 g und somit über Normal.
Der damalige Preis war 19,- DM, also auf heute bezoger gerade etwas über 5 Euro das Gramm.
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Bayern 10 Mark Gold 1878 K

Beitrag von mogdan » Do 08.10.09 13:26

Hallo
Habe eine Münze, Bayern 10 Mark 1878 mit der Prägestätte K. Wer weiss etwas darüber, da Bayern als Prägestätte D hat,
Danke

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Beitrag von Mynter » Do 08.10.09 13:42

Ich habe mal gehört, dass geplant war eine eigene Münze in Elsass Lothringen mit dem Prägebuchstaben " K " für Strassburg einzurichten, verwirklicht wurde dies jedoch nicht.

Bei einer bayrischen Münze mit Buchstaben K tippe ich auf eine Nachprägung, bei der der Herstelller durch dieses Detail anzeigen wollte, dass die Münze nicht echt ist, etwa vergleichbar den hamburger Goldfünfern mit dem Mz " W ".

Stell doch mal ein Bild ein.

Grüsse, Mynter
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Beitrag von mogdan » Do 08.10.09 13:55

Hoffe die Münze ist einigermaßen zu sehen
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Beitrag von Mynter » Do 08.10.09 14:00

Hallo,

Tatsache, ein K. Keine Ahnung, wo dieses Stück herkommt, ein Original kann dies jedoch nicht sein. Vielleicht wissen die anderen mehr.

Nur aus Interesse : Kannst Du die Münze mal wiegen und vermessen und die Adlerseite einstellen ?

Grüsse, Mynter
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Beitrag von mogdan » Do 08.10.09 14:18

Hallo Mynter
Sie wiegt ca 4 Gramm, Durchmesser 19,7mm; Stärke 1,3mm; Die Münze hab ich schon mindestens 30 Jahre wenn nicht noch länger.Würde mich schon interessieren ob es noch weitere gibt und welchen Wert sie hat
Gruss
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Beitrag von Mynter » Do 08.10.09 14:23

Gewicht , Durchmesser und Stärke stimmen. Rein prägetechnisch fallen mir auf der Vorderseite ein unregelmässiger Randperlenkreis über LUDWIG auf, sowie ein Randstab, der , zumindest auf dem Photo, sehr hoch wirkt. Stimmt das ?

Erinnerst Du Dich zufälligerweise daran, woher Du das Stück hast ?

Grüsse, Mynter
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Beitrag von mogdan » Do 08.10.09 14:34

Ich hab leider kein Vergleichsstück um den Randperlenkreis und den Randstab zu vergleichen, ich hab sie erst heute wieder entdeckt, woher sie stammt, keine Ahnung

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Beitrag von KarlAntonMartini » Do 08.10.09 15:47

hatten wir schon mal so ein Stück. Damals blieb die Meinung unwidersprochen, daß es sich um Spielgeld aus Unedelmetall handelt. Grüße, KarlAntonMartini
Zuletzt geändert von Numis-Student am So 29.04.18 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
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