Ebay, Kripo und was noch???

Kulturgutschutzgesetz

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Chandragupta
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Beitrag von Chandragupta » Do 12.06.08 14:24

nephrurus hat geschrieben:Vielleicht solltest Du als Nichtwissenschaftler definieren, wer mit Dir kommunizieren darf !
Häh?!? :mad:

Was hat das Diskutieren über den Aussagegehalt von antiken Prägungen mit dem eigenen Sammlungsbestand zu tun?? (Die entsprechenden Münzen findet man zumeist in viel besseren Erhaltungen als man sie selber hat im Internet, oder zumindest in Form von höchstgradig professionell gemachten Fotos.)
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

Tinapatina
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Beitrag von Tinapatina » Do 12.06.08 14:40

@ helcaraxe

Wie die Kripo auf mich gekommen ist? Man hat den Betreffenden (nicht ich!!)wohl bei einer illegalen Grabung in Hessen erwischt, eine Hausdurchsuchung gemacht, Computer beschlagnahmt und alle ebay-Verkäufe des Ausgräbers analysiert, und da ich ein einziges mal Kunde dieses Verkäufers war..... So bin ich im Netz :cry: gefangen. Aber da der Ausgräber Hunderte von Münzverkäufen getätigt hat, werde ich nicht der einzige "Verdachtshehler" in diesem Verfahren sein 8).
@ taurisker et allii-Ösis: Der grüne Veltliner ist ein wirklich leckeres Tröpfchen.... :idea:

Hicks Grüße

Tinapatina
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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Do 12.06.08 14:44

Warum befinden sich dann, wie man über Umwege immer wieder in Erfahrung bringt, soviele Top Stücke welche nie versteigert wurden in privaten Sammlungen?
Bei diesen Kollektionen handelt es sich nicht um die von Suchern, sondern von zahlungskräftigen Sammlern.
hallo harald,
na klar gibt's das auch! und gerade in deinem spezialgebiet - kelten- kommt das sicher öfter vor.
denn natürlich lernen die sucher im laufe der zeit zahlungskräftige sammler kennen, und wenn ein sammlungsgebiet eher regional begrenzt ist, dann sind die direkten kontakte auch wahrscheinlicher.
aber im grossen und ganzen werden die topstücke früher oder später auf auktionen auftauchen, (wobei sie wahrscheinlich vom finder bis zum einlieferer schon öfter den besitzer gewechselt haben)
grüsse
frank

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Beitrag von taurisker » Do 12.06.08 15:08

@ taurisker et allii-Ösis: Der grüne Veltliner ist ein wirklich leckeres Tröpfchen....

Hicks Grüße

Tinapatina
Lach ... jaja, es wird ein Wein sein und wir werden nimmer sein ;-) wohl bekomms Tina!
Woher aus Ösiland kommt er denn der grüne Veltliner den Du gerade schlürfst? Ich beziehe meinen aus der schönen Wachau, direkt vom Donaulimes :P

@frank das Rechnungensammeln ist ja ok zur Beweisführung wenn wer nachfragen sollte, aber wie ist es mit Geschäften von Sammler zu Sammler? Oder wenn ich Münzen im Lot kaufe? usw. da gibt es dann auch keine Rechnung! Die Beweisführung in allen Fällen ist wohl kaum einem Sammler möglich :roll:

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Beitrag von harald » Do 12.06.08 15:32

beachcomber hat geschrieben:

aber im grossen und ganzen werden die topstücke früher oder später auf auktionen auftauchen, (wobei sie wahrscheinlich vom finder bis zum einlieferer schon öfter den besitzer gewechselt haben)
Frank, mit dieser Vermutung hast Du sicher recht.

Gruß
Harald

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Chandragupta
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Beitrag von Chandragupta » Do 12.06.08 15:46

Harald Jandrasits hat geschrieben:
beachcomber hat geschrieben: aber im grossen und ganzen werden die topstücke früher oder später auf auktionen auftauchen, (wobei sie wahrscheinlich vom finder bis zum einlieferer schon öfter den besitzer gewechselt haben)
Frank, mit dieser Vermutung hast Du sicher recht.
Das kann man auch anhand diverser Raritäten wundervoll via CoinArchives beweisen. Ein Händler verschiebt sie via Auktion an den nächsten (denn welcher echte Sammler verkauft seine Neuerwerbungen sofort(!) wieder - und auch noch auf Auktionen, wo das Preisrisiko letztlich sogar besonders groß ist?!) ... bis dann endlich mal ein richtiger Sammler zum Zuge kommt - woraufhin das Stück dann für zumeist viele, viele, viele Jahre aus dem "Marktkreislauf" (aka "Preiskarussell") verschwindet.
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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Beitrag von Chandragupta » Do 12.06.08 16:02

taurisker hat geschrieben:@frank das Rechnungensammeln ist ja ok zur Beweisführung wenn wer nachfragen sollte, aber wie ist es mit Geschäften von Sammler zu Sammler? Oder wenn ich Münzen im Lot kaufe? usw. da gibt es dann auch keine Rechnung! Die Beweisführung in allen Fällen ist wohl kaum einem Sammler möglich :roll:
Ich bin zwar nicht gemeint, und meine Berichte über den Sammleralltag in der DDR sind hier auch nicht gern gelesen (Du als Mod weißt das ja besser als andere), aber trotzdem, ich "verstoße" hier nochmal "gegen die Regeln" und sage nur eines: Die BRD/EU ist gerade dabei, sich mit Riesen-Schritten in eine hypergigantische "DDRv2.0" zu verwandeln! Als Zeitzeuge kann ich das sehr gut beurteilen. Okay, jetzt gibt's ein bißchen mehr Reisefreiheit, ja...

Und in der "Originalversion" der DDR hatte man ein Problem, wenn man "auffällig geworden" war und nicht für alle Stücke seiner Sammlung Rechnungen oder sonstige Belege parat hatte. Ich hatte das zum Glück immer, weil ich fast nur im "Staatlichen Kunsthandel der DDR" ge- und verkauft habe (im Unterschied zu einem guten Freund aus Leipzig, der Mitte der 80er heftig im Knast wegen "Umsatzsteuerhinterziehung" bluten mußte - weil er Dubletten(!) zur Verbesserung seiner Privatsammlung an Privat verkauft hat, und den dabei "illegal erwirtschafteten Gewerbegewinn" nicht versteuert hat... - okay, den hat die BRD dann bald freigekauft, und er ist jetzt ein gut bekannter numismatischer Fachbuchautor und Gutachter).

Wie gesagt: noch sind wir in der BRD längst nicht soweit. Aber die Tendenz ist leider schon sichtbar... :cry:

"Früher" gab es mal die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung, also es mußte einem seine Schuld bewiesen werden - das war schwer. Wenn "Aussage gegen Aussage" stand. Auch ohne alle Rechnungen/Belege/pipapo. Davon geht man in der derzeitigen Rechtspraxis immer mehr ab. Jetzt muß ein "Beschuldigter" mittlerweile sehr oft seine UNSCHULD beweisen. Und das ist ohne "Belege" schwer. Sehr schwer... Taurisker legt hier den Finger auf die Wunde: Lot-Ware, etc. - von Börsen, Flohmarkt, ... ganz zu schweigen...

Jaja, ich höre schon auf.

PS: Ich habe auch für die wenigsten meiner nach 1989 gekauften Münzen Rechnungen etc. - das nur am Rande!
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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Beitrag von klausklage » Do 12.06.08 16:53

@ Tina: Die haben Dich verarscht!
@ Chandra: Nun bleib mal auf dem Teppich. Nur weil hier ein Polizeimeister in der Ausbildung geschlafen und die Tatbestandsmerkmale der Hehlerei vergessen hat, kommen wir ja nicht gleich in die DDR zurück.

Gruß,
Olaf
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Beitrag von beachcomber » Do 12.06.08 17:09

aber wie ist es mit Geschäften von Sammler zu Sammler? Oder wenn ich Münzen im Lot kaufe? usw. da gibt es dann auch keine Rechnung! Die Beweisführung in allen Fällen ist wohl kaum einem Sammler möglich
da hast du natürlich recht, aber gerade über lots lasse ich mir gerne eine rechnung ausstellen, und ich bestehe auch nicht darauf, dass die beschreibung sehr genau ist :wink:
grüsse
frank

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Beitrag von Tinapatina » Do 12.06.08 17:19

Hallo klausklage,
worauf begründet sich deine Meinung, dass ich von der Polizei "verars...t" worden sei? Immerhin unterhält das LKA Hessen ein Dezernat "Raubgräber" und ich könnte mir vorstellen, daß hier an allen mittel-und unmittelbar Beteiligten ein Exempel statuiert werden soll, zur Abschreckung, was ja dann auch in den einschlägigen Medien präsentiert wird.

Hicks..Hicks

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Beitrag von klausklage » Do 12.06.08 17:35

Hallo Tina,

Warst Du beim LKA oder bei der Polizeistation um die Ecke?
Hehlerei im Sinne von § 259 StGB setzt als Vortat ein Vermögensdelikt voraus, also Diebstahl, Erpressung, Raub etc. - Münzen ausbuddeln fällt da nicht drunter.
Was ich nicht ausschließen kann ist, dass es irgendwo Spezialtatbestände in irgendwelchen Denkmalschutzgesetzen gibt. Aber selbst da würde ziemlich sicher Vorsatz vorausgesetzt, Du müsstest also gewusst haben, woher die Münzen stammen, und das müsste die Strafverfolgungsbehörde Dir auch beweisen können. Schlimmstenfalls kassieren die die Münze ein.
Hat man Dir gesagt, nach welcher Norm Du Dich strafbar gemacht haben sollst?

Gruß,
Olaf
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Beitrag von Tinapatina » Do 12.06.08 17:51

Hallo klausklage,
die Vernehmung wurde vom zuständigen Regionalkommissariat durchgeführt, von einer Norm habe ich nichts gehört, in meiner Vorladung, die ich erst NACH der Vernehmung bekommen habe, steht auch nichts.

Hicks... Grüße

Tinapatina
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Beitrag von KarlAntonMartini » Do 12.06.08 17:58

Wirklich seltsam. Und du bist dir sicher, daß du Beschuldigter bist? Dann müßten sie dich auch belehrt haben, daß du nichts sagen mußt. Grüße, KarlAntonMartini
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Beitrag von Tinapatina » Do 12.06.08 18:16

Hallo KMA,
ich zitiere:"..in der Ermittlungssache wegen Hehlerei ist Ihre Vernehmung als Beschuldigter erforderlich."

Viele Grüße

Tinapatina
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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Do 12.06.08 20:51

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