Die Qualität der Münzfotos

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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friedberg
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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von friedberg » Di 28.07.26 14:52

Hallo Martin,
mike h hat geschrieben:
Di 28.07.26 13:54
Ich fand die Bilder vorher immer viel zu bunt.
Den "farbigen" Hintergrund der Münzen kann ich nicht einordnen.
Schatten sind nicht sichbar, entweder die Münzen sind freigestellt
oder die Münze lag auf einer Glasplatte mit Abstand zum Hintergrund.

Dann wäre meine nächste Frage woraus dieser Hintergrund bestand.
Weißes Blatt Papier, Graukarte, farbiger Karton ... ?

Technisch sucht die Kamera im Bild Grauanteile für den Weissabgleich.
Der Weissabgleich bzw. die Farbtemperatur ist maßgeblich wie "bunt"
bzw. "farbecht" die Münze im Photo aufgenommen wird.

Zwei Möglichkeiten:
Eins, eine Graukarte aus dem Photozubehör unter die Glasplatte ohne Münze legen
und den Weissabgleich der Kamera durchführen und für künftige Aufnahmen
in der Kamera abspeichern. Nicht ideal weil die Glasplatte dazwischen ist.
Danach kann die Graukarte durch einen anderen Hintergrund ersetzt werden
und die Münze photografiert werden. Die Farbtemperatur sollte dann passen.
Problem, aufwändig, nicht jede Kamera kann das, schnell hat man was verstellt
und je nach Änderung der Lichtverhältnisse geht es von vorne los.

Zwei, die Farbtemperatur Deiner Lichtquelle ist Dir bekannt.
Im Idealfall CFL Lampe mit 5600k. Sollte der Weissabgleich Deiner Kamera
Problem behaftet sein reicht es dann in der Nachbearbeitung lediglich den Weissabgleich
auf 5600k zu stellen und die Farben sollten passen.

Zusammenfassung:
Sofern Du mit der Farbwiedergabe Deiner Münzen im Photo unzufrieden bist
sind eine CFL Lichtquelle mit Dir bekannter Farbtemperatur und der Weissabgleich
Deine Stellschrauben.

Mit freundlichen Grüßen

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mike h
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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von mike h » Di 28.07.26 15:04

Hallo Friedberg,

Der Hintergrund ist in beiden Fällen eine Graukarte.
Und Du hast richtigerweise bemerkt, dass die Münze auf einer Glasplatte liegt.

Der Unterschied ist die Kamera (Bunt Panasonic und nachbearbeitet, gegen Sony ohne Nachbearbeitung)
sowie die Beleuchtung
Einmal Billig LED 6000K
Zum Anderen Photo LED 5500K
In beiden Fällen hab ich den Weissabgleich voreingestellt.

Und was gefällt Dir jetzt besser?

Martin
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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von friedberg » Di 28.07.26 17:37

Hallo Martin,
mike h hat geschrieben:
Di 28.07.26 15:04
Und was gefällt Dir jetzt besser?
Mein Problem ist das der Hintergrund selbst einen Farbstich hat.
Die Graukarte sollte im Photo (.jpg) neutralgrau sein was sie nicht ist.

Möglichkeiten:
- Mein Bildschirm gibt das .jpg verfälscht wieder.
- Beim skalieren auf 150kb max. werden die Farben verfälscht.

Um beurteilen zu können welches Photo mir jeweils besser gefällt müßte ich
die Münze kennen und sehen welches Photo jeweils diese originalgetreuer zeigt.

Eigenes Beispiel. Die Münze ist auf einer Graukarte photografiert.
Durch die .jpg Kompression auf 150kb max. bilden sich farbige Störeffekte
die in der unkomprimierten Datei nicht vorkommen:
P1270026.jpg
Bei einem weissen Photokarton als Unterlage sind die nach dem Komprimieren
zwar auch vorhanden aber weniger störend:
RIC_II_1²_115_rv.jpg
Die doch sehr starke Kompression auf 150kb geht immer mit Verlusten und Verfälschungen
im Vergleich zur Original Datei einher.

Original getreuer, in meinem obigen Beispiel, ist das .jpg mit der Graukarte als Hintergrund.
Da ich die dortigen farbigen Störeffekte als unangenehm empfinde nehme ich die Fehler
der Farbwiedergabe beim anderen Stück in Kauf. Hier würde ich bei der 150kb Begrenzung
das .jpg mit dem weissen Hintergrund bevorzugen.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von mike h » Di 28.07.26 18:30

Für meinen Geschmack ist eine "Fehlfarbe" wie in Deinem Beispiel gezeigt, nicht so tragisch.

Ein Silberdenar sieht in beiden Fällen doch sehr nach Silber aus.

Bei den Bronzen sind "Fehlfarben" meines Erachtens deutlich störender.
Daher mache ich von meinen Neuerwerbungen auch immer zuerst ein eigenes Foto.

Dann sind wenigstens die Reinigungsfortschritte halbwegs vergleichbar.
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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von friedberg » Di 28.07.26 19:32

Hallo Martin,

da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ein komprimiertes .jpg eines Silber Denar schaut dennoch nach Silber aus.
Im schlechtesten Fall wird ein Farbstich nach grün oder rot überlagert.

Aber zurück zu Deiner ursprünglichen Fragestellung.
Welches .jpg hier im Forum Deiner gezeigten Münze ist den realistischer im Vergleich zur Münze selbst.
Das aus Deiner alten Kamera oder das aus Deiner neuen Kamera ?

Selbiges kann ich nicht beurteilen weil ich Deine Münze in natura nicht kenne.

Um mögliche Verfälschungen durch die .jpg Kompression auszuschliessen,
magst Du mir einmal eine unveränderte Original Datei aus Deiner Kamera via email zusenden ?
PN mit meiner email sende ich Dir zu.

Nächste Frage, wenn ich es richtig verstanden habe dann verwendest Du beim .jpg Deiner neuen Kamera,
selbiges direkt. Also ohne weitere Bildbearbeitung und nur skalliert auf die 150kb max. Richtig ?

Ich Frage deshalb, viele Kamera .jpg sind direkt brauchbar. Ich selbst verwende diese aber ausschliesslich
zur Bildkontrolle direkt nach der Aufnahme. Ich photografiere immer kombiniert .jpg und .orf.
Das .jpg wandert in den Müll und ich wandele .orf am Rechner mit dem zugehörigen tool des Herstellers
der Kamera erst in ein .jpg um was ich dann weiter nutze.

Der Grund dahinter, in das tool des Herstellers fließen Optimierungen software seitg ein.
In die Bildbearbeitung in der Kamera nur bedingt. Die Kamera wandelt ja intern .orf in .jpg.

Das wäre dann auch für Dich eine weitere Stellschraube / Möglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Die Qualität der Münzfotos

Beitrag von mike h » Mi 29.07.26 16:16

Hallo Friedberg,

Die Originaldateien existieren nicht mehr.
Soviel Festplatte hab ich nicht. 8)

Die Originaldatei zu dem Alexander Severus ist ja schon Jahre alt. (12.06.24)

Das rechte Foto hab ich ja gemacht, weil mir das linke zu bunt war.
Allerdings hab ich eben beim rechten Bild gesehen, dass der obere Teil der Legende unscharf ist.

Ich beherrsche wohl die Sony RX10 noch nicht so gut.

Es ging ja auch in erster Linie darum, welches der Bilder DIR besser gefiel.

Martin
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