Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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shanxi
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von shanxi » So 17.05.15 10:04

mike h hat geschrieben: Das Nachschleifen auf einer "belgischen Wacke" bleibt dir allerdings auch hierbei nicht erspart.

Martin

Die Google Suche nach "belgische Wacke" bringt 0 Ergebnisse. Was ist das ????

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mike h
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » So 17.05.15 10:08

Ein Schleifstein.... Natur!

Wacke ist ein Eifler Begriff. Vielleicht suchst du mal nach "Belgischer Brocken"

Das ist eher deutsch... 8)
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richard55-47
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von richard55-47 » So 17.05.15 10:12

shanxi hat mir meine Frage "geklaut". Böse bin ich ihm aber nicht. :D

Mit den Fädelnadeln will ich bei Gelegenheit mal versuchen.
do ut des.

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mike h
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » So 17.05.15 10:16

Tu das.
Deine Finger werden es dir danken.
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shanxi
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von shanxi » So 17.05.15 10:18

mike h hat geschrieben:Ein Schleifstein.... Natur!

Wacke ist ein Eifler Begriff. Vielleicht suchst du mal nach "Belgischer Brocken"

Das ist eher deutsch... 8)

Ok, danke. Die Teile die ich im Netz finde sind ziemlich groß. Ich nehme an du verwendest kleine Stückchen ???

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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » So 17.05.15 10:25

Meiner ist 50 x 100 mm groß und hat eine grobe und eine feine Seite.
Bei uns in der Gegend gibt es sie immer auf dem Jahrmarkt oder der Krimes

Simmerath / Düren / Kornelimünster

Direkt neben dem Stand mit den Bürsten mit den Wildschweinborsten.... :wink:

Martin
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von shanxi » So 17.05.15 10:49

mike h hat geschrieben:
Direkt neben dem Stand mit den Bürsten mit den Wildschweinborsten.... :wink:

Martin


Wenn das die Kaiser wüßten :roll:

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beachcomber
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von beachcomber » So 17.05.15 13:15

wie alles, gibt's sowas natürlich auch bei ebay! :wink:
http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=sch ... 0&_sacat=0
grüsse
frank
p.s. gibt's auch in 20000er (und mehr) körnung, was wohl noch effektiver ist, und die spritze glatt und scharf zurücklässt, ohne riefen!

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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » So 17.05.15 13:18

Stimmt!

Aber man sollte auch die heimische Wirtschaft unterstützen. :wink:
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » So 17.05.15 15:11

Ich erlaube mir, diesen interessanten Gedanken hierhin zu kopieren:

Beitrag von Locnar » So 17.05.15 14:37

@ Mike

Nadeln zum Wig- schweißen, sind aus Wolfram, und sind länger scharf.
Gruß
Locnar


Anmerkung: die dünnste Wolfram-Nadel ist mit 1,0 mm doppelt so dick, wie mein Werkzeug.

Martin
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » Mo 18.05.15 17:10

Noch'n Hinweis:

Bei der Auswahl der Wolframelektroden darauf achten, das man keinen Typ mit Thorium-Veredelung erwischt!

Thorium ist ein schwach radioaktiver Beta-Strahler (gemessen 36 Ips)

Da sich sowohl bei der Arbeit am Mikroskop, als auch beim Schleifen Partikel lösen, besteht die Gefahr des Einatmens oder Verschluckens.

Es gibt Typen ohne diese Gefährdung

Martin
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von mike h » Mo 18.05.15 18:03

Links: Wolframelektrode 1mm / Rechts: Einfädelnadel 0,5mm
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quinctilius
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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von quinctilius » Mi 17.06.15 14:11

Diesen ungereinigten Münzmeister As des Augustus (obere Abb.) habe ich mir gerade auf Vcoins (ex MNS) gegönnt:

Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.)
(D) As (11,92 g), Roma, Münzmeister M. Salvius Otho, 7 v. Chr. Av.: CAESAR AVGVST PONT MAX TRIBVNIC POT, Kopf n.r. Rv.: M SALVIVS OTHO IIIVIR A A A F F, Legende um großes S C. RIC 431, C 515

Wenn ich es richtig sehe, birgt er einiges an Potential, da ist noch was rauszuholen. Ich sehe keine Korrosion sondern nur raue Auflagen, insbesondere am Hals gibt es eine Ablagerung
...oder Stempelbruch ?
Ich plane eine leichte mechanische Reinigung, aber wie weit sollte man gehen ? Was meint Ihr ?
Als Extrembeispiel das untere Exemplar, das bei Vcoins für EUR 350 (!!) angeboten wird- wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob hier gereinigt wurde
oder ob nur eine Wasserpatina vorliegt.

VG
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Dateianhänge
6xyHR3Ao2GeZss7E97SnN5iFqCP482.jpg
combined4678.jpg
Münzen sind Zeitzeugen, nicht nur Objekte.

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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von beachcomber » Mi 17.06.15 16:04

zu reinigen ist da nix mehr, höchstens eine entpatinierung kannst du vornehmen. was das zeug am hals ist, wirst du erst unter dem mikroskop rausbekommen, ein stempelbruch eher nicht. hoffentlich keine füllmasse um ein loch zu verdecken!
grüsse
frank

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Re: Reinigung antiker Münzen - Methoden-Besprechung

Beitrag von gallienvs » Mi 17.06.15 16:36

Die Insel am Hals passt wirklich nicht in das sonst homogene Gesamtbild.
Da könnte Frank mit der Vermutung eines nachträglich kosmetischen Eingriffs Recht haben.
gg

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