Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Moderator: Homer J. Simpson
- friedberg
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Hallo paul81,
meine Glückwünsche zu Deinen schönen Stücken !
Sofern es Dich zusätzlich interessiert. Der RIC II 1² der Flavier listet beide Typen
hinsichtlich der Seltenheit mit C2 / sehr häufig. Im Allgemeinen stimmen die dortigen
Angaben mit den tatsächlichen Handelsvorkommen auch überein.
Einzig beim Domitian hat sich NUMISART geirrt. Aufgrund des COS XII kann das Stück
nur 86 n.Chr. geprägt worden sein.
Ich empfehle sich nie auf die Angaben der Händler / Auktionshäuser zu verlassen
sondern diese immer selbst zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
meine Glückwünsche zu Deinen schönen Stücken !
Sofern es Dich zusätzlich interessiert. Der RIC II 1² der Flavier listet beide Typen
hinsichtlich der Seltenheit mit C2 / sehr häufig. Im Allgemeinen stimmen die dortigen
Angaben mit den tatsächlichen Handelsvorkommen auch überein.
Einzig beim Domitian hat sich NUMISART geirrt. Aufgrund des COS XII kann das Stück
nur 86 n.Chr. geprägt worden sein.
Ich empfehle sich nie auf die Angaben der Händler / Auktionshäuser zu verlassen
sondern diese immer selbst zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
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paul81
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Natürlich interessiert es mich (und die anderen sicher auch), bitte alles raushauen was du weisst.friedberg hat geschrieben: ↑Do 06.11.25 16:55Hallo paul81,
meine Glückwünsche zu Deinen schönen Stücken !
Sofern es Dich zusätzlich interessiert. Der RIC II 1² der Flavier listet beide Typen
hinsichtlich der Seltenheit mit C2 / sehr häufig. Im Allgemeinen stimmen die dortigen
Angaben mit den tatsächlichen Handelsvorkommen auch überein.
Einzig beim Domitian hat sich NUMISART geirrt. Aufgrund des COS XII kann das Stück
nur 86 n.Chr. geprägt worden sein.
Ich empfehle sich nie auf die Angaben der Händler / Auktionshäuser zu verlassen
sondern diese immer selbst zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ja, meistens übernehme ich die Beschreibung vom Auktionshaus, mit dem Wissen, dass die auch Fehler machen, ich habe allerdings vor alle Beschreibungen in Zukunft mal nachzurecherchieren bzw. die Bestimmung selber zu machen.
Bis dahin sei es mir verziehen, falls sich der eine oder andere Fehler miteinschleicht.
- Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Ein As des Domitian, RIC 550.
Der Virtus-Typ wurde von ihm viele Jahre hindurch geprägt.
Der Virtus-Typ wurde von ihm viele Jahre hindurch geprägt.
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Gruss
Lucius Aelius
Lucius Aelius
- friedberg
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Hallo,
eine für die Münzen der Flavier ungewöhnliche Eigenschaft besteht darin das deren Denare
aus der Prägestätte Ephesus im Feld oder Abschnitt des Revers teils Beizeichen beinhalten.
Folgende Beizeichen sind bisher bekannt: Der RIC der Flavier ordnet die betreffenden Denare in zeitlicher Abfolge beruhend
auf der Angabe des Konsulats avers, in Kombination mit den jeweiligen Beizeichen revers.
In den Prägegruppen 3 und 4 aus dem Jahr 70 n.Chr. (COS II) waren zur Neuauflage des RIC II 1² 2007
nur Stücke Vespasians mit den Beizeichen ΘI und ΘY/BY bekannt.
Erst bei Stücken aus dem Jahr 71 n.Chr. (COS III) gab es revers das Beizeichen EPE.
Im Jahr 2009 tauchte dann ein Stück aus dem Jahr 70 n.Chr. mit dem Beizeichen EPE im Handel auf.
Vespasian
Denar, Ephesus, 70 n.Chr., 2.19g, 17mm Durchmesser
Av.: IMP CAESAR VESPAS AVG COS II TR P P P
Rv.: PACI ORB TERR AVG (EPE)
R3, äußerst selten, this coin cited
Ex. Gorny & Mosch, A181 Lot 2090, 12.10.2009
Ex. PEUS A443 Lot 444, 04.11.2025
In den bisher unveröffentlichten Berichtigungen und Nachträgen zum RIC der Flavier
ist dieses Stück unter RIC II 1² Vespasian 1422A aufgenommen.
Ich bedanke mich fürs "reinschauen hier" und mit freundlichen Grüßen
eine für die Münzen der Flavier ungewöhnliche Eigenschaft besteht darin das deren Denare
aus der Prägestätte Ephesus im Feld oder Abschnitt des Revers teils Beizeichen beinhalten.
Folgende Beizeichen sind bisher bekannt: Der RIC der Flavier ordnet die betreffenden Denare in zeitlicher Abfolge beruhend
auf der Angabe des Konsulats avers, in Kombination mit den jeweiligen Beizeichen revers.
In den Prägegruppen 3 und 4 aus dem Jahr 70 n.Chr. (COS II) waren zur Neuauflage des RIC II 1² 2007
nur Stücke Vespasians mit den Beizeichen ΘI und ΘY/BY bekannt.
Erst bei Stücken aus dem Jahr 71 n.Chr. (COS III) gab es revers das Beizeichen EPE.
Im Jahr 2009 tauchte dann ein Stück aus dem Jahr 70 n.Chr. mit dem Beizeichen EPE im Handel auf.
Vespasian
Denar, Ephesus, 70 n.Chr., 2.19g, 17mm Durchmesser
Av.: IMP CAESAR VESPAS AVG COS II TR P P P
Rv.: PACI ORB TERR AVG (EPE)
R3, äußerst selten, this coin cited
Ex. Gorny & Mosch, A181 Lot 2090, 12.10.2009
Ex. PEUS A443 Lot 444, 04.11.2025
In den bisher unveröffentlichten Berichtigungen und Nachträgen zum RIC der Flavier
ist dieses Stück unter RIC II 1² Vespasian 1422A aufgenommen.
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paul81
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Vespasian Dupondius
27 mm, 14.54 g, RIC 887
27 mm, 14.54 g, RIC 887
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Dittsche
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Bisher habe ich die Stempelkombinationen pauschal als Hybride "abgestempelt".Homer J. Simpson hat geschrieben: ↑Di 19.08.25 11:44Zwischen den Münzen diese Emission gibt es relativ häufig Hybride, so hat dieses Stück eine Vorderseite des Titus und eine Rückseite des Vespasian.
Homer
Nach dem RIC der Flavier müsste das Münzlein als Maultier bezeichnet werden und die Hybride werden als barbarische Imitationen genannt.
Oder wird das in der Praxis anders gelebt?
BG
Dittsche
- friedberg
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Hallo Dittsche,
"mule" / Hybride ist im RIC II 1² ein Stück dessen Avers (Vespasian) mit einem Revers (Titus / Domitian) gekoppelt wurde
das eigentlich für einen anderen Avers (Titus / Domitian) vorgesehen war.
Imitationen, Fourrée, suberate Stücke etc. werden im RIC II 1² nicht behandelt bzw. sind nicht aufgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
Der englisch sprachige RIC II 1² der Flavier verwendet "mule" [Maultier] so wie wir im deutschen Hybride meinen.
"mule" / Hybride ist im RIC II 1² ein Stück dessen Avers (Vespasian) mit einem Revers (Titus / Domitian) gekoppelt wurde
das eigentlich für einen anderen Avers (Titus / Domitian) vorgesehen war.
Imitationen, Fourrée, suberate Stücke etc. werden im RIC II 1² nicht behandelt bzw. sind nicht aufgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
- Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Titus, der als zweiter Vertreter der flavischen Dynastie auftrat, gab eine Vielzahl an Restitutionsmünzen aus. Wie sein Vater Vespasian war er natürlich bestrebt, die Legitimation seiner Familie herauszustreichen. Vorbild für beide Flavier war das julisch-claudische Kaiserhaus. Da wurde auch aller Mitglieder, einschließlich des Tiberius und seines leiblichen Sohnes Drusus Caesar gedacht. Caligula und Nero waren natürliche schlechte Vorbilder und wurden weggelassen. Bemerkenswert, dass auch des Kaisers Galba gedacht wurde, aber das lag an seiner engen verwandtschaftlichen Verbindung zu Livia Augusta.
Hier der "Übervater" Augustus auf dem Revers und dem Adler auf Globus, eine "Nachprägung" der Ausgabe unter Tiberius. Bei diesem war der Revers ohne Legende, Titus setzte natürlich eine dazu (IMP T VESP AVG REST).
Hier der "Übervater" Augustus auf dem Revers und dem Adler auf Globus, eine "Nachprägung" der Ausgabe unter Tiberius. Bei diesem war der Revers ohne Legende, Titus setzte natürlich eine dazu (IMP T VESP AVG REST).
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Gruss
Lucius Aelius
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Chippi
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Genau, Vorbild ist der Typ: viewtopic.php?f=90&t=36449&p=616540&hil ... us#p616540. Nicht so schön mein Exemplar.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
- Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Mein neuester Vespasian: RIC 756 (R2), Cohen 376 (12 fr.), BMC 886 pl. 43/6, RPC 1982. Ein Dupondius, der eigentlich keiner ist, fehlt ihm doch das SC, also die staatlich garantierte Konvertierbarkeit zu den anderen Reichsmünznominalen. Geprägt 74 n.Chr. in Rom für den Umlauf im Osten des Reiches.
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Gruss
Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Hallo Lucius Aelius,
Glückwunsch zum Stück. RIC II 1² Vespasian 756 wird hinsichtlich der Seltenheit im Katalog mit C / häufig eingeordnet.
Aktuell geht man aber davon aus das die Prägung für den Umlauf in der westlichen Reichshälfte erfolgte
und nicht für einen Umlauf in Syrien. Begründet wird dies damit das die Stücke dieser Prägereihe
ganz überwiegend in Hortfunden der westlichen Reichshälfte auftauchen.
Aus Hortfunden der östlichen Reichshälfte sind derartige Stücke dagegen so gut wie unbekannt.
Warum eine stilistisch derartig ungewöhnliche Prägung für den Umlauf im Westen (Spanien / Gallien) erfolgte
ist aktuell noch nicht geklärt und in "Arbeit".
Mit freundlichen Grüßen
Glückwunsch zum Stück. RIC II 1² Vespasian 756 wird hinsichtlich der Seltenheit im Katalog mit C / häufig eingeordnet.
Früher ging man aufgrund Stil etc. davon aus das die Prägung für den Umlauf in Syrien erfolgte.
Aktuell geht man aber davon aus das die Prägung für den Umlauf in der westlichen Reichshälfte erfolgte
und nicht für einen Umlauf in Syrien. Begründet wird dies damit das die Stücke dieser Prägereihe
ganz überwiegend in Hortfunden der westlichen Reichshälfte auftauchen.
Aus Hortfunden der östlichen Reichshälfte sind derartige Stücke dagegen so gut wie unbekannt.
Warum eine stilistisch derartig ungewöhnliche Prägung für den Umlauf im Westen (Spanien / Gallien) erfolgte
ist aktuell noch nicht geklärt und in "Arbeit".
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Die Münze ht eine sehr schöne Tönung, wie ich finde.
Kiko
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Vielen Dank friedberg für deine Anmerkungen.
Das mit den westlichen Hortfunden ist ein überzeugender und sehr interessanter Aspekt!
Das mit den westlichen Hortfunden ist ein überzeugender und sehr interessanter Aspekt!
Gruss
Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Hallo Lucius Aelius,
ich gebe hier der Einfachheit halber, zur fraglichen Prägung, den letzten mir bekannten Stand
aus den bisher unveröffentlichten Nachträgen und Berichtigungen zum RIC II 1² wieder:
"to pp. 28, 47-8, on the “for Syria” coins --
756-767 are irregular Dupondii, which should be taken together with Asses,
semisses and quadrantes (1564-1581), forming together a single extraordinary
issue in four denominations, distinct in typology and metal, as well as overall
character from the regular coinage of the year. Although Eastern in aspect and
reverse type, the circulation area of the dupondii is almost exclusively Gaul,
Germany, Italy – i.e. the West, with scarcely any penetration of the East. Finds
of the smaller denominations are rarely attested anywhere, East or West.
The Eastern finds appear to be simply the débris of Mediterranean circulation.
(I myself bought an example of 1576 in a shop in Cambridge which specialized
in local metal detectorist finds.)
Previously the series had been attributed to Commagene (BMCRE II,
pp.217-222), then as a likelihood to Antioch (e.g. RPC II 1982-2005). The
correct attribution to Rome is proved by mules of the dupondii with regular
issues (Buttrey, “Vespasian’s Roman Orichalcum: An Unrecognized
Celebratory Coinage” in David M. Jacobson and Nikos Kokkinos, Judaea and
Rome in Coins, 65 CBE – 135 CE (2012).
The series had nothing to do with Syria or with the East at all, yet it was
purposefully designed to appear non-Roman: the suppression of the traditional
reverse sub-inscription S C throughout; the suppression of the radiate crown of
the Dupondius; the shifting of the consular dating from the obv. to the rev.; the 4
striking of all four denominations in orichalcum; and most obviously the
selection of rev. dies which reek of the East (while admitting that they are not
Eastern, see on the semis the bust of the city-goddess accompanied by the Latin
legend ANTIOCHIA, in imitation of the type actually struck there with the
Greek legend ΑΝΤΙΟΧΕΩΝ – SNG Cop Antioch 99-103, 112, etc. ).
There is nothing like this series in the whole of Roman imperial coinage.
It is a deliberate act of Orientalism, imposing the flavour of the East on a
Western coinage. The key to its understanding is the reverse type of the
dupondius, two crossed cornuacopiae with a winged caduceus between. It
*replicates the type of an obscure issue of the Galilean city of Sepphoris, an
issue which had been, astonishingly, signed by Vespasian himself (ΕΠΙ
ΟΥΕCΠΑCΙΑΝΟΥ, “on the authority of…”) when on duty there in the last
days of Nero. The dupondius-sized bronze was accompanied by a half-unit with
the type of a large, central S C – again signed by Vespasian, and now imitated
on the As of the orichalcum series with the wreath of the As of Antioch (RPC I
4849-50).
The whole of this series memorializes not Vespasian the conquering
general (IVDAEA CAPTA, VICTORIA AVGVSTI), but the man. His re-use
of earlier coin types is well-known; here he re-uses his own, harking back to his
career just prior to his final success in seizing the empire. And the series was
struck in 74 A.D., co-terminous with the celebration of Vespasian’s first
quinquennium."
Der letzte mir bekannte Stand zu obigem Sachverhalt ist aus May 2017.
Ich frage Prof. Carradice bei nächster Gelegenheit / Kontakt ob es seither "neues" dazu gibt.
Die Nachträge und Berichtigungen "sind im Fluss" und werden weiterhin aktualisiert.
Mit freundlichen Grüßen
ich gebe hier der Einfachheit halber, zur fraglichen Prägung, den letzten mir bekannten Stand
aus den bisher unveröffentlichten Nachträgen und Berichtigungen zum RIC II 1² wieder:
"to pp. 28, 47-8, on the “for Syria” coins --
756-767 are irregular Dupondii, which should be taken together with Asses,
semisses and quadrantes (1564-1581), forming together a single extraordinary
issue in four denominations, distinct in typology and metal, as well as overall
character from the regular coinage of the year. Although Eastern in aspect and
reverse type, the circulation area of the dupondii is almost exclusively Gaul,
Germany, Italy – i.e. the West, with scarcely any penetration of the East. Finds
of the smaller denominations are rarely attested anywhere, East or West.
The Eastern finds appear to be simply the débris of Mediterranean circulation.
(I myself bought an example of 1576 in a shop in Cambridge which specialized
in local metal detectorist finds.)
Previously the series had been attributed to Commagene (BMCRE II,
pp.217-222), then as a likelihood to Antioch (e.g. RPC II 1982-2005). The
correct attribution to Rome is proved by mules of the dupondii with regular
issues (Buttrey, “Vespasian’s Roman Orichalcum: An Unrecognized
Celebratory Coinage” in David M. Jacobson and Nikos Kokkinos, Judaea and
Rome in Coins, 65 CBE – 135 CE (2012).
The series had nothing to do with Syria or with the East at all, yet it was
purposefully designed to appear non-Roman: the suppression of the traditional
reverse sub-inscription S C throughout; the suppression of the radiate crown of
the Dupondius; the shifting of the consular dating from the obv. to the rev.; the 4
striking of all four denominations in orichalcum; and most obviously the
selection of rev. dies which reek of the East (while admitting that they are not
Eastern, see on the semis the bust of the city-goddess accompanied by the Latin
legend ANTIOCHIA, in imitation of the type actually struck there with the
Greek legend ΑΝΤΙΟΧΕΩΝ – SNG Cop Antioch 99-103, 112, etc. ).
There is nothing like this series in the whole of Roman imperial coinage.
It is a deliberate act of Orientalism, imposing the flavour of the East on a
Western coinage. The key to its understanding is the reverse type of the
dupondius, two crossed cornuacopiae with a winged caduceus between. It
*replicates the type of an obscure issue of the Galilean city of Sepphoris, an
issue which had been, astonishingly, signed by Vespasian himself (ΕΠΙ
ΟΥΕCΠΑCΙΑΝΟΥ, “on the authority of…”) when on duty there in the last
days of Nero. The dupondius-sized bronze was accompanied by a half-unit with
the type of a large, central S C – again signed by Vespasian, and now imitated
on the As of the orichalcum series with the wreath of the As of Antioch (RPC I
4849-50).
The whole of this series memorializes not Vespasian the conquering
general (IVDAEA CAPTA, VICTORIA AVGVSTI), but the man. His re-use
of earlier coin types is well-known; here he re-uses his own, harking back to his
career just prior to his final success in seizing the empire. And the series was
struck in 74 A.D., co-terminous with the celebration of Vespasian’s first
quinquennium."
Der letzte mir bekannte Stand zu obigem Sachverhalt ist aus May 2017.
Ich frage Prof. Carradice bei nächster Gelegenheit / Kontakt ob es seither "neues" dazu gibt.
Die Nachträge und Berichtigungen "sind im Fluss" und werden weiterhin aktualisiert.
Mit freundlichen Grüßen
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- Lucius Aelius (So 19.04.26 06:42) • kiko217 (So 19.04.26 09:24)
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Lucius Aelius
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