In diesem Zusammenhang überlege ich gerade, wie Barry P. Murphy auf die Daten 195/196 n.Chr. für die IMP ii Prägungen kommt.Lucius Aelius hat geschrieben: ↑Do 09.07.26 05:13Was, wenn die IMP II-Serie ganz woanders begann, bspw. im gerade eroberten Kyzikos ab Ende 193 und a) die Münzstätte samt Personal dort bis Ende 195 verblieb oder b) im späten Frühjahr von Kyzikos nach "Laodicea" verlegt wurde?
Der RIC setzt sie 194 n.Chr. an.
Roger A. Bickford-Smith („The Imperial Mints in the East for Septimius Severus: It is Time to Begin a Thorough Reconsideration“ in Rivista Italiana di Nvmismatica Vol. XCVI 1994/1995, p.53 ff.) sieht als Vorlage die stadtrömischen IMP II Prägungen.
Ferner werden Im RIC auch Prägungen mit IMP und IMP I genannt (RIC 437 - 443A).
Hier gibt es aber so gut wie keine Belegstücke, vor allem nicht für erstere. Darüber hinaus haben sich viele angebliche IMP I als IMP II entpuppt, weil das zweite I unter die Büste gerutscht war.
Vgl. https://numismatics.org/ocre/results?q= ... Latakia%22
Allerdings halte ich Laodicea ad Mare noch für den wahrscheinlichsten Ort der syrischen Prägungen. Ich glaube deswegen nicht an einen "Umzug" der Münzstätte, weil der Portraitstil zwischen "old-style" and "new-style" fliessend ist. Ich hatte hier mal drei Münzen nebeneinander präsentiert, wo man das gut erkennen kann: viewtopic.php?p=634825#p634825
Emesa als Münzstätte würde ich allerdings nicht unterschreiben. In meinen Augen gibt es da wahrscheinlichere Orte. Im Hinblick auf die Ähnlichkeit im Portraistil der Drachmen aus Caesarea halte ich diesen Ort auch für möglich; das gilt auch für die Ausgaben für Julia Domna. Caesarea soll auch für Niger geprägt haben.
Letztendlich gibt es aber keine eindeutigen Beweise, und die syrischen Denare bleiben weiterhin spannend.
Grüsse
Rainer