Hier meine Gedanken zu der Münze.
1. Die Münze ist recht breit und flach mit 23,34 Gramm bei fast 35 mm.
2. Stempelachse ist 6 Uhr, lt. RIC passend.
3. Die Schrötlingsform ist ähnlich wie bei der Münze im BM, aber nicht gleich.
4. Ich habe Friedberg Bilder vom Rand gemacht und geschickt, so gut es ging; ich habe keine Besonderheiten gesehen, aber das muß nichts heißen, zumal ich die Münze natürlich mit den Augen des Sammlers und Käufers ansehe, der WILL, daß das Stück echt ist.
5. Ich stimme Friedberg zu, daß eine antike Fälschung überhaupt keinen Sinn ergibt. Wer sollte mit großem Aufwand einen vollwertigen Sesterzen aus echtem Sesterzenmaterial fälschen wollen?
6. Die Münzen der Gruppe der postumen Bronzen RIC² 369-384 sind alle sehr selten. Sie tragen gewöhnliche Rs.-Motive, lediglich der Sesterz 369 (noch mal Sonderemission?) hat die Vs.-Legende mit PATER PAT und ein Motiv des Triumphes über Judäa (IUDAEA CAPTA). Da oft mit zwei Rückseitenstempeln gleichzeitig auf einem Vorderseitenstempel geprägt wurde (Kraay-Clay-Methode), würde es passen, wenn alternierend ein weiteres Triumphmotiv geprägt wurde.
7. Das Rs.-Motiv taucht auf mehreren Sesterztypen auf, die sind alle selten und zu Vespasians Lebzeiten geprägt: RIC² 250 von 71, 388 von 72-73, 577 von 73). Diese Typen sind im RIC alle abgebildet, keiner der Rs.-Stempel ist identisch zu meinem Exemplar. Das wäre natürlich nahezu der Beweis einer Fälschung, wenn ein Rs.-Stempel von 71-73 im Jahre 80 wieder „auftaucht“.
Homer
Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare
Das überzeugt mich nicht. Der Fälscher hätte sein Produkt wohl kaum vererbt. Er hätte es verkauft oder zumindest zu verkaufen versucht, und damit wäre diese Stempelkombination - so oder so - bekannt geworden. Die Wahrscheinlichkeit, dass er kurz nach Anfertigung der Fälschung stirbt, so dass keine Zeit bleibt, seine Schöpfung an den Mann oder an die Frau zu bringen, halte ich nun doch für äußerst unwahrscheinlich.
Aber so, wie Amentia vermutet, ist es natürlich für alle Beteiligten die schönere Lösung; gerade auch für Homer.
antisto
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