Die Tetrarchie auf Münzen

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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Lucius Aelius
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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Lucius Aelius » Mo 18.01.21 15:34

shanxi hat geschrieben:
Mo 18.01.21 15:18
War das nicht "Saeculi Felicitas " ?
Bietet sich an.
Fragt sich dann allerdings, ob S-A (Londinium Allectus oder Treveri Constantin bspw.) für Goldenes Zeitalter, T-F für temporum feicitas (Roma Constantin) steht... und was dann etwa S-P (Londinum Allectus) oder R-F (Constantinus Roma) bedeutet?

Gruss Lucius Aelius
Gruss
Lucius Aelius

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Laurentius
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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Laurentius » Mo 18.01.21 15:55

Ohja, alles hübsche Münzen. :)
Da bin ich immer noch am Rätseln, wofür das stehen könnte
Das letzte woran ich mich erinnern kann ist, das es für diese "Kürzel" noch keine
wirklich zu erklärenden Antworten gibt. Also für die spezifische Deutung. Bisweilen
wurden solche lediglich mit der Herausgabe der einzelnen Emissionen in Verbindung
gebracht, oder als Kontrollzeichen. Wie ja bereits von Dir erwähnt, gab es diese in
vielen unterschiedlichen Variationen und Kombinationen. Und halt auch immer an der
Stelle der Münze, wo auch andere Symbole zu sehen sind.

Dieses Rätsel zu knacken wäre eine richtige Sensation. Aber auch viel Arbeit.
Vielleicht könnten wir uns in einem thread darüber noch einmal zusammen
austauschen und recherchieren!?

vg Laurentius
"SOL LVCET OMNIBVS"

Konstantinische Dynastie, Offizin Trier:

https://www.forumancientcoins.com/galle ... album=7436

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Master-Jeffrey » Fr 22.01.21 11:16

Nachdem ich die letzten Jahre meine Münzsammlung sträflich vernachlässigt habe, habe ich vor einigen Tagen meine Münztablets wieder zur Hand genommen und musste feststellen, dass die Zeit der Tetrarchie nicht wirklich umfangreich und schon gar nicht in schöner Erhaltung vertreten war. Daraufhin habe ich mir einen Wunsch erfüllt und mir ein paar große Follis in, wie ich finde, schöner Erhaltung angeschafft. Diese wollte ich euch nicht vorenthalten, da ich auch sonst niemanden kenne, der so etwas zu schätzen weiß. :wink: Den Diokletian habe ich derzeit unter dem Mikroskop und ich hoffe, die Auflagen entfernen zu können. Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch ein Großfollis des Licinius und ein Severus - und vielleicht noch ein Maximian. Dann wäre ich zufrieden.

mfg

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Tetrarchie21web.jpg

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Lucius Aelius » Fr 22.01.21 12:46

Nettes Konvolut, Master-Jeffrey.
Eine Frage: Wieviel wiegt dein Maximinus? (K-P-Gamma / ALE)
Der gefällt mir von deiner kleinen Sammlung am besten.

Gruss
Lucius Aelius
Gruss
Lucius Aelius

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Master-Jeffrey » Fr 22.01.21 12:52

Vielen Dank Lucius. Ich habe die Münzen noch nicht selbst gewogen, deshalb hier die vom Verkäufer angegebenen Informationen: 25.8 mm.,7.17g.

mfg

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Lucius Aelius » Sa 23.01.21 12:20

Danke. Ein Maximinus aus der 1. Reduktionsphase fehlt mir noch. Seine Münzen finde ich am interessantesten.

Gruss
Lucius Aelius
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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Pegasvs » Mo 25.01.21 21:51

Ich möchte mal die etwas selteneren Portraitvarianten des Constantius Chlorus mit lockigem Bart vorstellen. Meines Wissens gibt es diese modische Vorliebe bei der Portraitgestaltung auf Münzen nur aus Alexandria und Antiochia und in dieser Zeit nur für Constantius. Die mir bekannten Plastiken von ihm tragen dagegen einen glatten Bart.

Constantius Chlorus, Follis, Alexandria
294 - 1. Mai 305
RIC VI 35a:
FL VAL CONSTANTIVS NOB CAES
GENIO POPV - L - I ROMANI | ALE
10,63 Gramm - 26mm
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Constantius Alex RIC35a.jpg
Zuletzt geändert von Pegasvs am Mo 25.01.21 23:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Pegasvs » Mo 25.01.21 21:53

Constantius Chlorus, Follis, Antiochia
294 - Mai 305
RIC VI 55a :
FL VAL CONSTANTIVS NOB CAES
GENIO POPVLI ROMANI | ANT
11,73 Gramm - 26mm
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Constantius Antioch RIC55a.jpg
Zuletzt geändert von Pegasvs am Mo 25.01.21 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von mike h » Mo 25.01.21 22:55

Stimmt auffallend!
Hübsche Stücke hast Du da.

Zum Vergleich der Glattbart:
Kamp0121.037AR01.jpg
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von mike h » So 14.03.21 15:38

Und manchmal muss man auch die gleiche Münze mehrmals haben...
um dann festzustellen, das nicht immer die erste Offizin die schönsten Münzen hergestellt hat.
Kamp0119.089AR02.jpg
Martin
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Pegasvs » So 14.03.21 21:02

Andere Mütter haben auch schöne Töchter bzw. Söhne:

Hier eine Moneta von Maximianus Herculius:

Aquileia RIC 35b - 9,46g, 27,5 - 29mm
Dateianhänge
Maximianus Aquileia RIC35b.jpg

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von mike h » So 14.03.21 21:13

Richtig. Aber vergleiche mal die Moneta des Diocletian von der ersten und der zweiten Offizin.
Kamp0119.089AR01.jpg
Die Details der zweiten Offizin finde ich künstlerisch ästhetischer.
Die Hand an der Waage
Die Armstellung am Füllhorn
Die Frisur
Das Gewand am Oberkörper..
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Pegasvs » So 14.03.21 21:49

Ich habe mir deine Bilder direkt untereinander gelegt. Ich glaube der Stempelschneider war der selbe. Stilistische Unterschiede glaube ich keine erkennen zu können. Gerade die Hand die die Waage hält sieht identisch aus. Glaubst du dass es mehrere Stempelschneider zur selben Zeit an selben Ort gegeben hat?
Hier eine Moneta aus Rom. Das Thema ist das gleiche, jedoch die Stile der Prägestätten komplett unterschiedlich.
Dateianhänge
Constantius Rom RIC106a.JPG

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von mike h » So 14.03.21 22:36

Ja, es scheint so, das die erste Offizin und die zweite Offizin unterschiedliche Stempelschneider hatten.
Aber das du bei meinen beiden Stücken keinen Unterschied feststellen kannst, kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Die Tetrarchie auf Münzen

Beitrag von Pegasvs » Mo 15.03.21 22:01

Das es kleine Unterschiede zwischen jedem Stempel geben muss unterstelle ich einfach mal. Der Typ wurde in Aquileia über fast 11 Jahre geprägt. Über solch einem Zeitraum identische Stempel zu erzeugen halte ich für nicht möglich. Ich habe mal mein Exemplar je deinen gegenüber gestellt. Ich finde, die Unterschiede zwischen den selben Offizin sind nicht größer als zwischen zwei verschiedenen Offizin. Zugegeben, der Köpfe bei S und P sehen ein wenig verschieden aus. Vielleicht wurde dem Künstler hier langweilig?
Dateianhänge
Kamp010541R01.jpg
Kamp0119.089AR02.jpg

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