Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

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Wall-IE
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Wall-IE » Do 14.01.21 09:25

Die erste Vorstellung will ich in diesem Jahr mit meiner letzten in 2020 erworbene Münze beginnen, welche vorgestern endlich bei mir eintrudelte: Es handelt sich um Los 672 aus der NBS Web Auction 2. ( Das Bild ist ebenfalls das Auktionsbild,da die Erkennungsteiber für die SD-Karte meines PCs seit dem Update auf Windows 10 streiken :roll: )

Wer von den Kollegen ahnt, um was es sich vorliegend handelt?
1577613_1607350332.l.jpg

Lg
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hjk
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von hjk » Do 14.01.21 10:36

RIC 112 var.: Jupiters Kopf zeigt nach links. Schönes (und seltenes) Teil - Glückwunsch!

:D

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shanxi
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von shanxi » Do 14.01.21 11:17

Ein weiteres, nicht so schönes Exemplar aus der Gemini IV Auktion, wird auf Wildwinds gezeigt.

Begleittext: Jupiter stands left but looks right; this variant
with Jupiter also looking left is apparently unpublished.

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Amentia
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Amentia » Do 14.01.21 12:24

Ich habe diesen GORDIAN III Antoninianus wohl RIC 172 aus einem Lot mit Fälschungen (Lotti.FALSI da STUDIO.Lotto di 4 FALSI da STUDIO.) gefischt und frage mich, warum die Münze verdammt wurde, da sie in Hand eigentlich ok aussieht aber unattraktiv ist wegen Stempelfehler etc.
Rand sieht ok aus, keine Feilspuren oder Gussnaht und scharfe durchgängie Kantenrisse, daher denke ich nicht, dass es ein Guss ist, war selbst erschrocken, dass die Details auf den Bildern von meiner richtigen Kamera so weich aussehen in Hand unter Lupe sehen die schärfer aus.
Ich fürchte, dass die das Fälschungslos mit einer magelhaften wertlosen echten Münze gestreckt haben könnten:(
Nicht falsch verstehen, ich hätte gerne eine perfekt erhalten Münze von diesen Stempeln für meine Sammlung aber dieses Stück hat halt leider viele Probleme welche sich negativ auf die Attraktivität auswirken, daher wäre es mir lieber wenn es eine gute Fälschung wäre.

Hier gekauft

https://www.deamoneta.com/auctions/view/722/465

Natürlich weiß ich, dass meien Münze nicht ansatzweise das Niveau der anderen Münzen hier erfüllt, da es sich aber um einen GORDIAN III Antoninianus handelt, dachte ich es wäre trotzdem besser diese Münze hier zu posten als in der Fälschungsgallerie.

PS: Hatte gehofft dass der Soloi Stater eine Transferstempelfälschung ist, war aber leider nur ein RR Galvano, hätte ich wissen müssen, Dummheit tut weh und ist teuer. Wobei der Gorian auch ein Grund war warum ich geboten habe da ich den Stil als eigentlich sehr gut empfinde und auf eine gute und gefährliche Fälschung gehofft hatte.
Dateianhänge
IMGP3341.JPG
IMGP3339.JPG
04_DSC_5999.JPG
01_DSC_6004.JPG

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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Wall-IE » Do 14.01.21 13:07

hjk hat geschrieben:
Do 14.01.21 10:36
RIC 112 var.: Jupiters Kopf zeigt nach links. Schönes (und seltenes) Teil - Glückwunsch!

:D
Ganz richtig erkannt :D

Publiziert und abgebildet wurde diese Variante, soweit mir bekannt, erstmals- wie schon von shanxi erkannt- in der Gemini Auction IV.

Mir sind jetzt insgesamt 3 Exemplare dieses Typus bekannt:

Exemplare:
1. Gemini Auction IV, Los 457 (08.01.2008) ex: Triton V, Los 2061 (16.01.2002)- das bei wildwinds abgebildete Stück
2. Slg. Briac Michaux Nr. 278
3. mein Exemplar ex: NBS Web Auction 2, Los 672

Alle drei Exemplare stammen zudem von verschiedenen Stempeln. Es muss sie also häufiger geben als allgemein bekannt ist.

Stempelvar.:
Exemplar 1: S von STATOR auf 12 Uhr
Exemplar 2: S von STATOR auf 1 Uhr
Exemplar 3: S von STATOR auf 11 UHR

Lg Wall-IE
Ps: Ergänzungen sind herzlich willkommen.
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Numis-Student » Do 14.01.21 13:33

Amentia,

was ist mit der Stelle im COS ? Ausbruch oder fehlende Plattierung ? Kann das eine toll erhaltene subaerate Fälschung sein ?

Schöne Grüße,
MR

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Amentia
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Amentia » Do 14.01.21 14:31

"Kann das eine toll erhaltene subaerate Fälschung sein ?"
Erstmal danke.
Ich kann kein Kupfer unter der Rohlingsbeschädigung entdecken, die Münze hat eine schwarze Tönung (wohl Silberchlorid und ein paar schwarze Verkrustungen). Ob darunter igendwo Kupfer ist weiß ich nicht.
Der Gedanke aber war gut, da in Fälschungslosen auch mal antike Fälschungen landen können.
Falls Stempelverbindungen zu offizielle Stücken oder stempelgleiche offizielle Stücke aus richtigem Silber gibt würde ich darauf tippen, dass meine Münze eine offizielle Prägung ist. Umgekehr falls Stempelverbindungen zu Subaeraten oder Imitationen oder stempelgleiche Subaerate oder Imitationen existieren würde ich darauf tippen, dass meine Münze je nachdem ein Subaerat oder Imitation ist.

Wodurch kommen die Legendenprobleme auf dem Avers?
Prägebedingt z.B. durch nicht gleichmäßig dicken Rohling etc?
Wurde sie auf eine andere Münze überprägt, solche Stücke haben auch häufig eine schlechte Ausprägung?
Oder Stempelfehler und später Stempelzustand und suboptimale Prägung?

Oder doch ein Guss?
Tue mir da manchmal schwer in Hand, kann Güsse besser auf Bildern erkennen :(
Habe den Rand nochmals untersucht und versucht Bilder zu machen mit USB Mikroskop, da der Rand aber schwarz ist und das USB Mikroskop nicht besonders gut ist sind die Bilder nicht gut geworden. Habe gerade durch Zufall bemerkt, dass ich schon eine echte Münze dieser Serie habe, hatte ich vergessen, da ich die nicht so tollen Stücke (Fehlkäufe) woanders aufbewahre als die guten Münzen. Habe die zum Vergleich auch photographiert.
Dateianhänge
2016_0101_000705_004.JPG
2016_0101_000549_003.JPG
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Perinawa
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Re: Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Beitrag von Perinawa » Do 14.01.21 15:45

Amentia hat geschrieben:
Do 14.01.21 14:31
Wodurch kommen die Legendenprobleme auf dem Avers?
Prägebedingt z.B. durch nicht gleichmäßig dicken Rohling etc?
Wurde sie auf eine andere Münze überprägt, solche Stücke haben auch häufig eine schlechte Ausprägung?
Oder Stempelfehler und später Stempelzustand und suboptimale Prägung?
Auf dem 4. Detailbild sieht man auf 12h, dass der Übergang von Buchstabe zu dieser flachen Stelle sehr "abrupt" ist. Vielleicht hing beim Prägevorgang irgendetwas zwischen den Stempeln? Das wäre so meine Idee.

Diese abgeplatzte Stelle auf der Rückseite kenne ich von einigen Severer-Denaren. Das sind mE. Verunreinigungen im Silber selbst, aber kein Grund, an eine subaerate Prägung zu denken.

Grüsse
Rainer
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