Republik - eine kleine Zeitreise

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

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nexram
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Beitrag von nexram » Do 20.11.08 14:29

Hallo,

@ taurisker: Bernhard Woytek (arma et nummi) glaubt bezgl. des Aeneas-Denars eher an eine Prägung im Jahre 48 in der Provinz Asia.

Er bezieht sich dabei unter anderem auf einen Schatzfund, den Crawford wohl unberücksichtigt ließ.

Gruß
nexram

taurisker
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Beitrag von taurisker » So 23.11.08 20:26

... ab und an finde ich es schade, dass die unglaublich interessanten Münzen der Republik ein wenig zu kurz kommen, darum möchte ich heute eines der selteneren Halbstücke präsentieren:

Quinar Rom 89 vuZ. M. Porcius Cato
Av. Eichenbekränzte Liberbüste rechts, darunter Kontrollzeichen, dahinter M.CATO ligiert
Rv. rechts thronende Victoria mit Palmzweig und Opferschale, im Abschnitt VICTRIX
14,7mm 1,71g Cr. 343/2 Sear 248

Die Figur des Revers ist vermutlich Victoria Virgo, welcher Cato der Censor (M. Porcius Cato der Ältere), ein Ahnherr des Monetars (L. Porcius Cato?), 193 einen Tempel errichten ließ.

Konsuln des Jahres 89v. waren Cn. Pompeius Strabo und L. Porcius Cato.

Lucius Porcius Cato war ein römischer Politiker der späten Republik. Nach seiner Praetur (spätestens 92v.) war er während des Bundesgenossenkriegs 90v. Propraetor. Die von ihm kommandierten Truppen besiegten die Etrusker, die sich dem Aufstand der italischen Bundesgenossen angeschlossen hatten.

Im folgenden Jahr 89 wurde er Konsul. Während sein Kollege Gnaeus Pompeius Strabo den Oberbefehl im Norden führte, griff Cato mit undisziplinierten Streitkräften die Marser an. Zunächst war er erfolgreich, doch dann erlitt er beim Sturm auf ihr Lager am Fuciner See eine Niederlage und fiel. Lucius Porcius Cato war Enkel des Cato Censorius und Onkel des Cato Uticensis.

Pompeius Strabo hingegen gelang der entscheidende Sieg gegen die Etrurer, dann schritt er zur letzten Belagerung Askulums, die Eroberung gelang im November 89, worauf am 25. Dezember der Triumph des Konsuls gefeiert wurde.

Sulla begab sich im Herbst 89 nach Rom und wurde für seine militärischen Erfolge in Apulien, Lukanien und Kampanien für das Jahr 88 einstimmig zum Konsul gewählt.
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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 23.11.08 21:05

Hallo Taurisker!

Ich habe gerade einen Denar vorgestellt im Mythologiethread http://www.numismatikforum.de/ftopic11926-300.html

mit freundlichem Gruß
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Beitrag von drakenumi1 » Mo 24.11.08 16:30

taurisker hat geschrieben:... ab und an finde ich es schade, dass die unglaublich interessanten Münzen der Republik ein wenig zu kurz kommen, darum möchte ich heute eines der selteneren Halbstücke präsentieren:


..... und damit der Faden nicht abreißen möge, von mir etwa aus dem gleichen Zeitraum, 88 v. Chr., ein Quinar des

Cn. Cornelius Lentulus Clodianus
Vs. Der belorb. Kopf des Jupiter n. r.
Rs. Victoria n. r. stehd. und ein Trophäum bekränzend. Im Abschn. CN LENT.

Crw. 345/2; Alb. 1206; Sear 255; Syd. 703

Dieses Stück will wahrscheinlich an die Siege des M. Claudius M.f. M n. Marcellus über Hannibal im 2. Punischen Krieg erinnern, welcher im Fall von Syracus 212 V. Chr. gipfelte.

Ganze 1,8 gr. bringt der Winzling auf die Waage.
Quinare der Republik sind im Vergleich mit solchen der Kaiserzeit trotz nicht allzu vieler verschiedener Typen nicht teuer. Dieses Stück in einer nicht zu Begeisterung hinreißenden Erhaltung hat 1997 mal 42.- DM gekostet:

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Beitrag von nexram » Mo 24.11.08 17:52

Hallo, ich möchte auch was zeigen !

Hier ein Denar eines Mannes, der auch ein Rädchen im Getriebe der römischen Republik war. Durch seinen Tod zur "richtigen Zeit am richtigen Ort" war er wichtig für Octavian und dessen Weg zur Alleinherrschaft.

C. Vibius Pansa Caetronianus 48 v. Chr.
Denar, Rom.
Av.: PANSA Bärtige Panmaske nach rechts
Rv.: C VIBIVS C F C N / IOVIS AXVR Jupiter Anxurus mit Schale und Zepter sitzt nach links.
Nr.: RRC 449/1

Pansa war Anhänger Caesars und trat nach dessen Tod für den Geist der Republik und des Senats ein. Bevor Caesar starb installierte er sowohl Pansa als auch Aulus Hirtius als Konsul. Beide bekämpften als Obebefehlshaber 43v. Marcus Antonius, der Mutina belagerte. Mit Hilfe von Octavian gelang zwar der Sieg, jedoch starben Pansa und Hirtius im Kampf. Octavian forderte nun ein Konsulatsamt für sich und setzte diese Forderung mit Nachdruck (Gewaltandrohung )durch. Seine Macht war gefestigt.
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Pansa RRC 449-1.jpg

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Beitrag von drakenumi1 » Sa 06.12.08 13:53

Nur, um diesen wertvollen Thread nicht abreißen zu lassen, liegt mir am Herzen, Euch einen ganz gewöhnlichen Roma/Biga/Victoria-Denar von 140 v. Chr. zu zeigen, der in meinen Augen seine Beachtung durch die wunderbare Tönung, nein, sagen wir doch besser Patina dazu, verdient. Ich denke, daß dieses Stück in jüngerer Zeit nicht mit einem alles vernichtenden Blankbeizbad in Berührung gekommen ist und deshalb echte Antike atmet. Vertieft Euch mal einen Augenblick in das Gesicht dieser Vorderseite:

Und dann grüßt Euch

drakenumi1
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140 v. C. Valerius C.f. Flaccus. Rv. Biga re. C VAL C F..jpg
140 v. C. Valerius C.f. Flaccus. Av. Romakopf r. Alb. 883..jpg
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quisquam
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Beitrag von quisquam » Sa 06.12.08 14:22

Noch besser als der Romakopf gefällt mir die dynamische Rückseite.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Beitrag von drakenumi1 » Fr 13.02.09 22:58

Mehr als 2 Monate sind vergangen seit dem letzten Beitrag hier im Republik-thread. Ich mache mal wieder einen Vorstoß, zurück aus dem vielzitierten und geschmähten orcus mit einem

Denar des Thorius Balbus
105 v. Chr.
Vs. Kopf der Juno Sospita im Ziegenfell, dah. ISMR.
Rs. Stier n. r. springend, darüb. Beizeichen "R", "L THORIVS / BALBUS" darunt.

Syd. 598; Crw. 316.1

Dies ist nicht die erste Vorstellung eines solchen Denars, aber was mich noch immer und immer wieder fesselt, ist dieser ganz andere Stil, weitab vom bisherigen griechischen und auch dem noch nicht voll entwickelten römischen Stempelstil. Irgendwie fühlt man sich an eine archaische Richtung erinnert, grobe und detailarme, klotzige Darstellung, aber die liegt doch weit zurück, im Frühgriechischen. Fast möchte ich sagen: Wie eine Barbarisation. Aber das trifft wohl hier nicht des Pudels Kern.
Da gibt es übrigens die fast vergleichbaren Prägungen des L. Titurius von 89 v. Chr., die ebenfalls in meiner Sammlung liegen und die ebenso beschrieben werden können.
Gerne hätte ich ein paar weiterführende Gedanken nachgelesen zu diesen, in meinen Augen "Außenseitern" der Gestaltung. Weiß jemand von Euch Rat?

Grüße von

drakenumi1
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img23503.jpg
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Beitrag von drakenumi1 » Sa 14.02.09 19:58

Um den klotzigen Eindruck dieser sehr rationell geschnittenen Stempel noch zu vertiefen, hier stellvertretend aus den Emissionen der Denare des

L. Titurius L. f. Sabinus
den Typ mit
Vs. Kopf des Königs Titus Tatius, dah. SABIN.
Rs. Scene: Raub der Sabinerinnen. Im Abschn. L TITVRI.

Alb. 1198; Syd. 698; Crw. 344/1

Zugegeben, kein Muster für vorzügliche Erhaltung, aber Details finden sich im Stempelschnitt ohnehin nicht, insofern hat der eingetretene Verschleiß der Münze nur einen vertretbaren Mangel bewirkt.
Übrigens eine mehr als häufige Münze. Aber so häufig, wie sie ist, so begehrt ist sie auch: Das Motiv ist eben stellvertretend für markante Ereignisse aus dem Sagenkreis des frühen Roms unter den Königen, wie kaum ein anderes.!

Grüße von

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Beitrag von taurisker » Sa 14.02.09 20:10

... ey, klasse Münzen der Republik!
Sehr feine Tituria, fehlt mir auch noch in meiner Sammlung!!
Gruß
taurisker

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Beitrag von Peter43 » Sa 14.02.09 21:31

Hier ist der betreffende Artikel aus dem Mythologie-Thread http://www.numismatikforum.de/ftopic11926-180.html

Dann habe ich auch noch einen republikanischen Denar, der hier noch nicht vorgestellt wurde.

T. Claudius Nero T.f.Ap.N., gens Claudia
AR - Denarius Serratus, 3.81g, 18.92mm
Rom, 79 v.Chr.
Av.: Büste der Diana, drapiert mit Bogen und Köcher über der re Schulter, n.r.
davor S.C
Rv.: Victoria n.r. stehend in Biga n.r. galoppierend, hält in der Linken
Palmzweig und Zügel und in der erhobenen Rechten Kranz
darunter A VIII
im Abschnitt TI.CLAVD.TI. / AP.N. (VD und AP ligiert)
Ref.: Crawford 383/1; Sydenham 770; Claudia 6

Vielleicht kann mir einer der Republikaner sagen, was das A VIII bedeutet, und auf welchen Sieg die Victoria hindeutet.

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von drakenumi1 » Sa 14.02.09 23:18

Dank für die Erinnerung an die mythologischen Hintergründe des Raubes der S.
Betr. Deine Claudia habe ich auch keine genaueren Erklärungen parat. Seaby wirst Du auch schon konsultiert haben, er deutet die Nummern als Kontrollziffern, was das auch bedeuten soll. Er unterscheidet solche mit einem vorangestellten "A" und solche ohne "A". Es soll über 170 verschiedene Typen geben.
Da das Geschlecht der Claudier aus dem Sabinerland stammen soll, liegt es nahe, an den Sieg einer Seite im Ergebnis von krieg. Auseinandersetzungen zu denken. Aber das ist nur die Mutmaßung von

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Beitrag von justus » Sa 09.05.09 23:54

Auch ich möchte dem Appell folgen, die republikanischen Münzen nicht zu kurz kommen zu lassen. Die Münze, die ich Euch vorstellen möchte, ist ein „subaerater Serratus“ des C. (Gaius) Egnatius (Egnatuleius) Maxsumus (Maximus), also eine antike Fälschung.

Für Newbies folgende Erklärung zum besseren Verständnis der Besonderheit dieser Münze:

Der Serratus (denarius serratus), eine Form der spätrepublikanischen Denarprägung, besaß einen vielfach eingeschnittenen, gezackten Rand (serratus = lat. gezackt). Diese Einkerbungen wurden bereits vor der nachfolgenden Prägung auf dem Münzrohling angebracht. Als Grund wird häufig angeführt, dass dies dazu dienen sollte, zu zeigen, dass die Münze aus solidem Silber bestand, also keine antike Fälschung mit minderwertigem Kern war. Als weiterer Grund wird der Schutz vor Beschneidung der Münzen genannt.

Tacitus berichtet in seiner Germania (Kap. 5), dass derartige serrati unter den Germanen sehr beliebt waren.

C. Egnatius Cn. f. Cn. n. Maxumus
Serratus (subaerat), Rom ca. 75 v. Chr.
Av.: MAXSVMVS / Drapierte Büste der Venus mit Perlendiadem und Cupidus auf der r. Schulter n. r.
Rv.: C·EGNATIVS·CN·F / CN·N. im Abschnitt / Libertas in Biga n. l. wird von fliegender Victoria bekrönt. Im Feld r. Pileus.
FFC 686. B. Egnatia 1. Syd. 786. Crawford 391/1a.
Durchmesser: 19 mm. Gewicht: 3,37 g. Reste der Silberplattierung.

Der „Gens Egnatia“, eine Familie samnitischen Ursprungs, war einer der wenigen, die bis zuletzt in Teanum (im heutigen Apulien) verblieben waren. Am Ende des Bürgerkrieges scheint der größere Teil von ihnen nach Rom übergesiedelt zu sein, wo zwei von ihnen in den Senat berufen wurden (Cic. Pro Cluent. 48). Ein Zweig der Familie scheint jedoch in Taenum zurückgeblieben zu sein (Cic. Ad Att. Vi. 1, mentions one Egantius Sidicinus) .

C. Egnatius Maximus war, wie sein Vater auch, im Jahre 74 Senator gewesen. Jedoch wurde ihm später die Senatorenwürde, zusammen mit seinem Vater aberkannt, als dieser aus dem Senat ausgestoßen wurde.
Im Jahre 75* war er Münzmeister und Richter im Prozeß des Oppianicus. Interessanterweise wurde er wegen Bestechung von seinem Vater (Cn. E., der als Senator 70 von den Censoren ausgestoßen wurde) enterbt (Cic. Cluent. 135).

* Der Kleine Pauly, Bd. 2, S. 206.5; Brougthon Mag. 2,439 (73 v. Chr.). Wikipedia.com - Liste der römischen Münzmeister (76 oder 75). Beastcoins.com (75).

mit freundlichen Grüßen

Justus
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 10.05.09 00:27

Die Rückseite gefällt mir sehr. Gerade auch die Aussage, die sich in ihr versteckt.

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von drakenumi1 » Fr 15.05.09 14:43

Den Schwanz dieses threads nicht verschwinden zu sehen, war der Antrieb dafür, hier wieder einmal einen Republikaner einzustellen (ich sage bewußt nicht "vorzustellen", denn das habe ich früher unter anderem Aspekt sicherlich schon getan):

einen Denar des
Prokonsuls C. Annius T.f.T. N. sowie des Quaestors L. Fabius L. f. Hispaniensis. Beide wurden vom römischen Senat zur Niederschlagung des in Spanien aufständisch gewordenen Sertorius dorthin geschickt, mit dem unangenehmen Ergebnis, daß dieser L. Fabius zu Sertorius überlief und von ihm ermordet wurde ( zit. frei nach Albert).

Vs. Büste der altröm. Frühlingsgöttin Anna Perenna, davor Waage, dah. Caduceus, im Abschn. "K" zwischen 2 Punkten. C ANNI T F PRO COS EX SC.
Rs. Victoria mit Palmzweig in Quadriga r., darüber "Q" , im Abschn. L FABI L F HISP.

Cr. 366/1; Sear 289; Alb. 1247

Eine Kleinigkeit an der Rs.-Darstellung der Quadriga scheint mir beachtenswert, weil wohl trotz der Vielzahl der Quadriga-Münzen hier eine Varietät der Pferdedarstellung gewählt wurde, die einerseits wohl zum Lächeln Anlass gibt, andererseits aber auch einen handfesten Hintergrund haben könnte: 2 Pferde blicken voraus, eines auf die Victoria zurück und das vierte eher unschlüssig in die Höhe: ein ziemliches Durcheinander!

Se sehn de Uffnahme:

Grüße von

drakenumi1
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