Schöne und seltene Stücke des Constantin I.

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 30.09.08 18:38

Das doppelte G besagt, dass zwei Augusti (Kaiser) gemeinsam regierten, hier Konstantin der Große und Licinius I. Dies macht die Münze nicht seltener, sondern ist bei dieser Ausgabe normal. Erst 326 wurde Konstantin Alleinherrscher.

RIC 34; Kamp. 136.166 ist schon korrekt.

Übrigens: An deine erste selbstbestimme Münze wirst Du dich dein Sammlerleben lang erinnern, als halte sie in Ehren!

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Domi
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Beitrag von Domi » Di 30.09.08 18:49

Danke Stefan , die Münze werde ich in Ehren halten! :D
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Numis-Student
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Beitrag von Numis-Student » Di 30.09.08 18:53

Besonders in Ehren halten musst Du natürlich auch Deine erste Münze, den Beginn der Sammlung schlechthin :wink:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht mehr sagen kann, welche meine erste selbstbestimmte römische Münze war, ich weiss nicht mal mehr, welche meine erste römische Münze war :oops:

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 30.09.08 19:08

Ich muss mich korrigieren: Konstantin war natürlich schon ab 324 n. Chr. nach der Schlacht von Chrysopolis und dem damit einhergehenden Tod Licinius' Alleinherrscher!

Warum dann auf diesen Lagertor-Folles immer noch durchgehend AVGG erscheint ist mir ein Rätsel. Ich hoffe dies liegt nur an meinem erkältungsvernebelten Kopf und es gibt eine ganz einfache Lösung!

Grüße, Stefan
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Beitrag von Domi » Mi 01.10.08 12:40

heißt das, dass es eine fälschung ist, oder nur das in cyzicus die nachricht noch nicht angekommen ist, dass consantin I. alleinherrscher ist?
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Beitrag von quisquam » Mi 01.10.08 14:01

Weder noch. Das AVGG findet sich auf allen Lagertor-Folles der Augusti, unabhängig von der Münzstätte und seltsamerweise auch auf denen aus Konstantins Alleinherrschaft. Dieser Widerspruch war mir bislang noch nicht aufgefallen - es wäre schön, wenn jemand eine plausible Erklärung dafür hat.

An der Echtheit deiner Münze habe ich keine Zweifel.

Grüße, Stefan
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Beitrag von Domi » Mi 01.10.08 14:06

danke stefan!
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Beitrag von Homer J. Simpson » Do 02.10.08 18:19

Wohl deshalb, weil es zu umständlich schien, PROVIDENTIA AUG ET CAESS zu schreiben; daher hat man Constantin und seine Söhne / Unterkaiser einfach ls AUGG zusammengefaßt.

Homer
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Beitrag von Domi » Do 02.10.08 18:28

danke homer für die erklärung! :D
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Beitrag von quisquam » Do 02.10.08 18:46

Hallo Homer,
man hat aus zwei Caesares einfach einen zusätzlichen Augustus gemacht? Ich weiß nicht recht - aber ich weiß auch nicht besser. Ist zumindest mal ein Erklärungsansatz, danke!

Grüße, Stefan
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Beitrag von imperator44 » Do 02.10.08 22:24

Nachdem der Constantin wieder ausgegraben wurde, möchteich Euch ein ganz gewöhnliches Stück dieses Kaisers vorstellen,das allerdings das Labarum auf dem Revers hat, und das ist für Constantin I. doch wieder etwas ungewöhnlich:
Av.: Kopf des C.I. mit Perldiadem nach rechts. CONSTANTINUS MAX. AUG.
Rv.: Zwei Soldaten mit Labarum. GLORIA EXERCITUS, im Abschnitt: SCONST (Lyon). Gew.: 1,95g.
Dateianhänge
DSC00595JPG.jpg
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von quisquam » Fr 03.10.08 10:54

Ein sehr schönes Stück, allerdings Constantina (Arles), nicht Lyon.
RIC 394, Häufigkeit r5 für Offizin S, geprägt 336 n. Chr.

Grüße, Stefan
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Beitrag von imperator44 » Fr 03.10.08 13:53

Du hast natürlich recht, quisquam, Constantina=Arles.
Allerdings gehe ich bei RIC394 und r5 nicht ganz konform mit Dir. Bei dieser Nummer ist von einer Standarte (nicht Labarum) die Rede, und das ChiRho ist als Beizeichen gemeint, so jedenfalls habe ich die Beschreibung aufgefasst. Mein Stück kommt auch aus einem Fund von einigen tausend Stück,und da waren bei den paar hundert, die ich gesehen habe, ein gutes Dutzend Arles-Stücke mit Labarum dabei, so daß von r5 nicht die Rede sein kann. Allerdings habe ich noch nie ein Stück mit ChiRho-Beizeichen gesehen, so daß mir dabei ein r5 eher einleuchtet.
Oder wir siehst Du den Fall?
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von quisquam » Fr 03.10.08 14:45

Hallo imperator44,
nunja, dieselbe Münze aus Offizin P ist immerhin Häufigkeit s, was für Arles relativ häufig ist. Die Prägung aus Arles ist reich gespickt mit kleinen und größeren Raritäten, da sind häufige Münzen eher selten. :wink:

Mit deinem Labarum-Einwand hast Du mich tatsächlich etwas verunsichert. Die Tafeln im RIC VII helfen leider nicht weiter. Im RIC finde ich aber als Beizeichen für "GLORIA EXERCITVS 1 standard" der Periode 335-337 aus Arles nur X, O und Chi-Rho - alles Zeichen, die sich üblicherweise auf dem Banner befinden. Und auch die Tabelle von Helvetica verortet das Chi-Rho auf das Banner ("usually on banner of standard" heißt es dort für alle Beizeichen in Feldmitte bei diesem Münztyp).

RIC 402, die entsprechende Münze mit X statt Chi-Rho, ist übrigens ebenfalls r5, und zwar aus beiden Officinae. Was zeigt, dass es nicht das Christogramm ist, das diese Münze selten macht.

Grüße, Stefan
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crispus
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Beitrag von crispus » Fr 03.10.08 17:13

Hallo,

hier eine nicht haüfige aus Trier

CONSTAN - TNVS AVG
behelmte Büste rechts
R/ VICTORIAE LAET PP *//STR
Zwei Victoriaen halten mit VOT/PR beschriebenes Schild über Saüle

RIC.229 R5


Crispus
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ConstantinTrierVictPP.jpg
Constantin Victoriae Trier

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