GALBA, OTHO, VITELLIUS

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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kijach
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von kijach » Sa 28.05.16 11:59

Bei acsearch lassen sich ein paar Stempelgleiche Exemplare finden, hier eins der Vorderseite

https://www.acsearch.info/search.html?id=1295401
Sammlung der Kaiser-/Damen-Galerie (bis 300 n.Chr.) 104/120
Neuester Kopf: Britannicus & Marciana

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alex456
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von alex456 » Sa 28.05.16 12:03

Danke für den Link. Ja, die Vorderseite ist stempelgleich. Sogar die kleinen Fehler über dem GA sind da.
Ob, das als Beweis reicht? Mal sehen, was der Rest sagt.

Gruß
Alex

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drakenumi1
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von drakenumi1 » Sa 28.05.16 12:33

Nochmaliges Betrachten ist manchmal nicht verkehrt:
Ich sollte nicht unerwähnt lassen, daß diese Vielzahl an teilweise schräg verlaufenden Linien, die sicher auf manuelle Bearbeitung des Randes zurückgehen, nicht nur nach der Prägung, sondern bereits vor dieser zur groben Formung des Schrötlings entstanden sein können. Zwar müßten sie dann durch die Fließbewegung des Metalls in radiale Richtung weitgehend egalisiert worden sein, aber das muß so nicht sein, besonders, wenn die Höhendifferenz zwischen erhabenen und vertieften Konturen der Prägung nur gering ist. Dann nämlich bleibt das Münzmetall im Prägemoment in den Randbereichen relativ unbeweglich stehen und Riefen oder andere Vertiefungen im Rande werden nicht egalisiert, sind also in ihrer ursprünglichen Scharfkantigkeit auch an der fertigen Münze noch zu sehen. Insofern also kann man nur kaum oder ungenau erkennen, ob eine Nachbearbeitung des Randes der fertigen Münze (zur Entfernung von markanten Gußspuren?) erfolgte, oder nicht.
Sicher ist es nicht verkehrt, die Gesamtheit der möglichen Fälschungsindizien der Münze zu einem Urteil heranzuziehen, und von denen scheint es bei kritischem Blick auf Av und Rv einige zu geben, denkt

drake
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drakenumi1
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von drakenumi1 » Sa 28.05.16 12:45

alex456 hat geschrieben: Ja, die Vorderseite ist stempelgleich. Sogar die kleinen Fehler über dem GA sind da.
Ob, das als Beweis reicht?
Nach meiner Meinung nicht. Eine gedachte Gußform könnte von diesen abgeformt worden sein. Dies würde auch zu der relativ schlechteren Qualität eines Abgusses führen, ähnlich, wie das in Rede stehende Stück.

drake
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von beachcomber » So 29.05.16 00:05

na dann will ich mich mal als verkäufer outen, und bin mir sicher, dass es sich um ein original handelt! irren kann man sich natürlich immer, aber es ist ja nicht so, dass ich nicht schon ein paar echte münzen in der hand gehabt hätte! :wink:
im übrigen eindeutig stempelgleich mit dem von kijach verlinkten stück, und auch die hat diese leicht poröse oberfläche. ich sehe da keine anzeichen eines gusses!
grüsse
frank

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von justus » So 29.05.16 19:41

beachcomber hat geschrieben:ich sehe da keine anzeichen eines gusses!
grüsse
frank
IMHO spricht alles für einen Guss. Flaue Konturen, porige Oberfläche, Schleifspuren am Rand, Abformungen von Rissen der Gussform usw. usf. :wink:
mit freundlichem Gruß

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von alex456 » So 29.05.16 19:47

Na ja, die Konturen sind nicht wirklich flau. Die Oberfläche ist nur recht rau. Das sieht man aber bei diesen Galba Quinaren recht oft, wenn man sich die Stücke bei acsearch durchsieht. Müssten die Risse nicht erhaben sein, wären sie von der Gussform? Sie sind aber vertieft, was mich eher an einen Schrötlingsfehler glauben lässt.

Gruß
Alex

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von beachcomber » Mo 30.05.16 10:01

justus hat geschrieben: IMHO
betonung auf H! :mrgreen:
grüsse
frank

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von Pscipio » Mo 30.05.16 10:46

Ich sehe auf den Bildern auch nichts wirklich verdächtiges. So ein Quinar ist sehr klein, die grossen Bilder gaukeln dem Betrachter so rasch Dinge vor, die auf dem Stück selber völlig normal aussehen. Ein Guss lässt sich natürlich ab Foto nicht ausschliessen, aber wirkliche Anzeichen dafür erkenne ich keine.

Lars
Nata vimpi curmi da.

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von justus » Mo 30.05.16 15:16

beachcomber hat geschrieben:
justus hat geschrieben: IMHO
betonung auf H! :mrgreen:
grüsse
frank
:lol: Der war gut ! Der Mensch hat Witz ! :mrgreen:
mit freundlichem Gruß

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von harald » Mi 27.07.16 10:37

Ich meine, im Gegensatz zu den Bronzen komt bei Denaren des Galba die Darstellung mit drapierter Büste etwas seltener vor und wurde hier wohl auch noch nicht gezeigt.
Im Vergleich zu den meisten mir bekannten Exemplaren ist hier die Drapierung nicht nur angedeutet, sondern besonders detailreich ausgeführt.
Es handelt sich um einen Eigenfund aus den Neunzigern.

Denar, Galba, 68-69n.Chr.

IMP SER GALBA CAESAR AUG
Belorbeerte und drapierte Büste rechts
SALUS GEN HUMANI
Salus steht links mit Fuß auf Globus und Opfert über Altar.
Sie hält Patera und Steuerruder.

3,39g

RIC 214

Grüße
Harald
Dateianhänge
Galba Denar RIC 214.JPG

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von beachcomber » Mi 27.07.16 12:31

nach dem neueren RIC 2, 209 und R3, wie du hier: http://www.romanatic.com/search.html?cid=2039
sehen kannst ! :)
grüsse
frank

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harald
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von harald » Mi 27.07.16 13:25

Hallo Frank!

Vielen Dank für die Korrektur und den link.

Liebe Grüße
Harald

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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von Pinneberg » Do 28.07.16 11:39

Glückwunsch zum schönen Fund!!!

Weiterhin viel Erfolg wünscht

Leif
Grüße, Pinneberg

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harald
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Re: GALBA, OTHO, VITELLIUS

Beitrag von harald » Do 28.07.16 12:28

Danke schön. :D

Grüße
Harald

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