Pupienus und Balbinus

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

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tilos
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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von tilos » Do 30.03.17 00:35

beachcomber hat geschrieben:was der freundliche mitarbeiter da erzählt ist natürlich quatsch, denn erstens wurden zu der zeit keine punzen verwendet, und zweitens gibt es jede menge partielle doppelschläge!
nichtsdestotrotz glaube ich auch wie tranquilo, dass es sich um einen nachschnitt des stempels handet. wenn dieser fehler auf so vielen münzen dokumentiert ist, die zwar stempel- aber nicht guss-gleich sind, und noch dazu aus einer zeit, als gussgleichheit nicht sofort weltweit bemerkt werden konnte, dann kann es sich nur um originale handeln!
grüsse
frank
Wo sind denn diese beidseitig stempelgleichen Stücke dokumentiert - habe ich das was übersehen?
Die zwei hier gezeigten Stücke weisen schon verdächtig viele individuelle Übereinstimmungen auf. Anhand der unscharfen Fotos von GiulioGermanicos Exemplar lässt sich jedoch keine sichere Aussage treffen. Merkwürdig ist die geänderte Gravur des Abacus, die vermanschten Legendenteile jedoch wurden nicht nachgeschnitten...

Gruß
Tilos

GiulioGermanico
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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von GiulioGermanico » Do 30.03.17 09:18

Was haltet ihr davon, wenn ich die Münze zur Überprüfung an David Sear schicke? Ich hörte, dass seine Einschätzungen die in Fachkreisen anerkanntesten seien.

Dann sollte ich vielleicht gleich alle meine höherpreisigen Sesterzen mit dazu packen, denn bei der Hälfte meiner selteneren oder schöneren Exemplare (egal ob aus eBay oder vom Auktionshaus) scheinen früher oder später stempelgleiche Stücke aufzutauchen oder es andere Indizien für Zweifel an der Echtheit zu geben :-(

Wahrscheinlich lohnt sich der Abguss eines Pertinax oder Pupienus einfach mehr als der eines durchschnittlichen Marcus oder Philipp (wo stempelgleiche Stücke scheinbar nie auftauchen oder es einfach keinen interessiert), und ich sollte mich als relativer Neu-Sammler einfach nicht mehr an Münzen über 300 Euro heranwagen. Aber die einfacheren Kandidaten habe ich halt alle schon ;-p

Frustrierte Grüße,
Jens

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beachcomber
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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von beachcomber » Do 30.03.17 10:39

tilos hat geschrieben: Wo sind denn diese beidseitig stempelgleichen Stücke dokumentiert - habe ich das was übersehen?
Die zwei hier gezeigten Stücke weisen schon verdächtig viele individuelle Übereinstimmungen auf. Anhand der unscharfen Fotos von GiulioGermanicos Exemplar lässt sich jedoch keine sichere Aussage treffen. Merkwürdig ist die geänderte Gravur des Abacus, die vermanschten Legendenteile jedoch wurden nicht nachgeschnitten...

Gruß
Tilos
hast recht! ich hab da wohl was missverstanden! vor allem das stück von der Roma-auktion mit dem schrötlingsriss an der gleichen stelle ist leider ein eindeutiger hinweis, dass giulios stück ein guss ist! :(
grüsse
frank

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tilos
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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von tilos » Fr 14.04.17 19:49

Haben sich zwischenzeitlich neue Erkenntnisse ergeben?

GiulioGermanico
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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von GiulioGermanico » Mo 24.04.17 10:34

tilos hat geschrieben:Haben sich zwischenzeitlich neue Erkenntnisse ergeben?
Das Stück liegt in diesem Moment im warmen Kalifornien auf David Sears Schreibtisch und wird begutachtet.
Ich lasse Euch wissen, was der Meister sagt...

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von GiulioGermanico » Fr 05.05.17 11:06

Alm-Öhi hat geschrieben:Ich bleibe nachwievor entgegen aller anderen Meinungen dabei, dass der Pupienus ein Guss ist. Erst recht, nachdem ich die freundlicherweise eingestellten Fotos vom Münzrand gesehen habe.
Habe soeben Nachricht von David Sear erhalten, der nach Begutachtung der Münze leider Deine Meinung teilt :-(

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von GiulioGermanico » Fr 19.05.17 11:56

Redditor Lucis hat geschrieben:
GiulioGermanico hat geschrieben:Ich hätte beim Pupienus gefühlsmässig auch Bedenken. Die Münze macht einen homogenen Eindruck, ist aber an keiner Stelle wirklich lebhaft und gestochen scharf. Wegen Abnutzung? Eher nicht.
Interessant, dass bei Stück 3+4 auch gerade beim SC ein sehr ähnlich gelagerter Doppelschlag auftritt sowie beim rechten Teil der Umschrift bei "TOR".
Die Bilder sind aber zu klein und ich glaube auch nicht dass sie stempelgleich sind.
Bliebe noch der Rand; der ist in meinen Augen mindestens stark geglättet, so dass eine Gussnaht nicht zwingend optisch auszumachen sein muss. Interessant wäre, woher Künker die Münze her hat.
Die Münze wurde nunmehr vom Experten des Verkäufers erneut untersucht (gemäß Mitteilung u.a. lichtmikroskopisch mittels eines Leica MZ95 sowie eines stark vergrößernden Keyence Digital-Mikroskopes, mehreren LFK-Messungen und zur Interpretation der LFK-Werte zusätzlich einer Röntgenfluorszensanalyse) und trotz des abweichenden Gutachtens David Sears (und den Einschätzungen vieler erfahrener Forumsmitglieder) nach wie vor für eindeutig echt befunden.
Die mangelnde Schärfe sei offenbar auf eine in zwei Stufen (zunächst mit einem etwas gröberen Werkzeug, dann vermutlich mit weichem Holz, wie es früher durchaus üblich gewesen sei) durchgeführte Glättung aufgrund einer bei einer lichtmikroskopischen Untersuchung des Stückes festgestellten Korrosion zurückzuführen.
Gußmerkmale wie Gußlunker und Dendriten fänden sich nicht. Auch der LFK-Wert weise nicht auf einen Guß hin, die Messungen zeigten vielmehr bei Güssen auftretende Auffälligkeiten gerade nicht.
Ähnliche Auffälligkeiten wie die beim "SC" fänden sich im Übrigen auch bei unverdächtigen Stücken aus dieser Regierungszeit, z. B.BMC Pl. 43, 7).

Nichtsdestotrotz hat der Verkäufer wegen der verständlichen Verunsicherung die Erstattung angeboten.

Was meint Ihr dazu?
Einerseits klingt das alles für mich plausibel und ich mag die Münze ja sehr gern, andererseits halte ich Sear für neutral und er dürfte in seiner Erfahrung mit der Materie unübertroffen sein. Zweifel würden in jedem Fall bleiben :x .

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von beachcomber » Fr 19.05.17 14:11

schick das ding zurück!
grüsse
frank

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von alex456 » Fr 19.05.17 16:40

Ich bin auch Franks Meinung. Aufgrund der Zweifel wirst du immer ein ungutes Gefühl haben, sobald du sie in die Hand nimmst.

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von Numis-Student » Mi 21.06.17 21:24

Hallo,
auch ich kann mal wieder in der Kaiserliste einen Namen "abhaken" :mrgreen:

Schöne Grüße,
MR
Dateianhänge
Pupienus_Denar_P_M_TR_P_COS.jpg

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von alex456 » Mi 21.06.17 21:53

Den hätte ich auch genommen. Tolles Portrait!

Glückwunsch von
Alex

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von mike h » Mi 21.06.17 22:05

Dito
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von Numis-Student » Mi 21.06.17 22:11

Und ich kann mir schon vorstellen, wie es Martin in den Fingern juckt :mrgreen: :lol: :mrgreen:

Und ich gebe zu: Bei DER Münze würde ich mich auch freuen, wenn die Beläge runter kämen, zumindest auf der Portraitseite.

ABER: Das ist bei mir nicht das richtige Kaliber für Reinigungsexperimente. :wink:

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von mike h » Mi 21.06.17 22:21

Solltest du mal nen besseren kriegen, nähm ich diesen für meine Reinigungsübungen..
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Pupienus und Balbinus

Beitrag von kijach » Sa 18.11.17 14:29

Heute kam meine neue Münze an, ein Balbinus Sesterz

Freue mich sehr über ihn und ich habe einen Kaiser mehr in meiner Liste :angel:

Balbinus
Sesterz
Providentia Deorum
30mm 17,12gr
Dateianhänge
Bal1.jpg
Bal2.jpg
Sammlung der Kaiser-/Damen-Galerie (bis 300 n.Chr.) 104/120
Neuester Kopf: Britannicus & Marciana

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