Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

einlieferer
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von einlieferer » Di 17.01.12 20:12

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Numis-Student » Di 17.01.12 20:32

ja, kann schon...
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einlieferer
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von einlieferer » Di 17.01.12 20:44

bei acsearch.info auf Platz 3 der teuersten Sesterzen:

http://www.acsearch.info/record.html?id=469496

Ist das jetzt am Ende alles echt? :roll:
Oder einfach nur 100% Fake?
Oder einfach nur eine schöne Münze? Und insofern auch ganz wurst, ob antik oder
modern. :wink:

@Numisstudent, sorry für das Missverständnis, ich habe Dir eine PN geschickt
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beachcomber
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von beachcomber » Di 17.01.12 21:16

100 prozent fake wohl kaum, aber wirklich ein trauerspiel!
unfassbar, dass solche produkte solche preise erreichen, nur weil ein bisschen text-getrommel dabei steht!
grüsse
frank

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von klausklage » Di 17.01.12 22:10

Mal was Neues: Ein "restaurierter" Aureus.

http://www.ebay.de/itm/300644501770?ssP ... 1423.l2649

Da fehlt mir nun leider jeder Blick für. Eine Glättung im Avers kann ich noch nachvollziehen, aber was ist sonst daran gemacht worden?

Olaf
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Homer J. Simpson
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 17.01.12 22:34

Auf der Rs. bei 6 Uhr ist entweder geglättet oder ein Henkel entfernt oder ein Loch gestopft worden. Das müßte dann auf der Vs. bei ca. 12 Uhr sein, evtl. zwischen dem G und der Stephane?

Homer

PS: Ich weiß schon, warum ich mir einen Aureus mit einem Loch und Kratzern zugelegt habe und nicht einen mit gestopftem Loch und geglätteten Kratzern!
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von chinamul » Di 17.01.12 22:40

Zum Titus-Sesterz:
Es fällt mir schwer zu glauben, daß das Stück gänzlich unbearbeitet ist. Die Beschaffenheit des Randes mit seinen sehr glaubwürdigen krustigen Ablagerungen läßt in meinen Augen darauf schließen, daß die Münze insgesamt zumindest teilweise ebenfalls entsprechende Verkrustungen aufgewiesen hat. Falls die von mir stark vermutete Bearbeitung tatsächlich stattgefunden hat, war hier allerdings ein ausgesprochener Könner am Werk.
Ich stelle jedenfalls mit Genugtuung fest, daß ich angesichts des Preises keinerlei Versuchung zum Bieten ausgesetzt gewesen wäre und tröste mich stattdessen mit diesem thematisch eng verwandten Sesterz des Titus, der mich 1996 nur DM 450 gekostet hat:
titus iud cap.jpg
Gruß

chinamul
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Pscipio » Di 17.01.12 23:20

beachcomber hat geschrieben:100 prozent fake wohl kaum, aber wirklich ein trauerspiel!
unfassbar, dass solche produkte solche preise erreichen, nur weil ein bisschen text-getrommel dabei steht!
Das Stück wurde durch eine Händlerin ersteigert (im Auftrag?). Ich hatte es mir damals angeschaut, es ist völlig überarbeitet.
Homer J. Simpson hat geschrieben:Auf der Rs. bei 6 Uhr ist entweder geglättet oder ein Henkel entfernt oder ein Loch gestopft worden. Das müßte dann auf der Vs. bei ca. 12 Uhr sein, evtl. zwischen dem G und der Stephane?
Ein Vergleich mit dem Foto bei Hauck & Aufhäuser zeigt, dass auf der Backe und dem Hals Kratzer und Schläge "entfernt" wurden. Allerdings stand da auch schon in der Beschreibung "leicht restauriert" - die Dame ist wohl mehr als einmal zum Schönheitschirurgen.
Nata vimpi curmi da.

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von beachcomber » Mi 18.01.12 00:12

Pscipio hat geschrieben: Ein Vergleich mit dem Foto bei Hauck & Aufhäuser zeigt, dass auf der Backe und dem Hals Kratzer und Schläge "entfernt" wurden. Allerdings stand da auch schon in der Beschreibung "leicht restauriert" - die Dame ist wohl mehr als einmal zum Schönheitschirurgen.
finde ich aber wirklich nicht zu beanstanden. das etwas gemacht wurde wird erwähnt, und was da gemacht wurde ist so gut gemacht, dass es jedenfalls stilistisch, und auch in der erhaltung (was die prägung angeht) nichts verändert hat.
grüsse
frank

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von curtislclay » Mi 18.01.12 00:17

beachcomber hat geschrieben:100 prozent fake wohl kaum, aber wirklich ein trauerspiel!
Ungeschickt gereinigt, aber die Typen und Legenden im wesentlichen original und nicht geändert, würde ich sagen. Wie in der Beschreibung angegeben, zeigt Hendin in seiner 4. Ausgabe, Taf. 30, 792a, ein unberührtes Exemplar aus denselben Stempeln.

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Homer J. Simpson
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Homer J. Simpson » Mi 18.01.12 00:23

Pscipio hat geschrieben:... - die Dame ist wohl mehr als einmal zum Schönheitschirurgen.
Seufz - Frauen und Münzen sind mir im Originalzustand am liebsten.

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Invictus » Mi 18.01.12 07:31

@chinamul,
seh ich das falsch oder steht auf dem Revers des Titus-Sesterzen tatsächlich V C statt S C?
www.RÖMISCHE MÜNZEN...

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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Julianus v. Pannonien » Mi 18.01.12 07:59

Es steht IVD CAP :)
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von Invictus » Mi 18.01.12 08:20

Uups, bin heute wohl noch nicht richtig wach
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Re: Sachen zum Weinen: "Gemeuchelte Münzen"

Beitrag von kuddlbutschi » Mi 18.01.12 11:17

beachcomber hat geschrieben:
Pscipio hat geschrieben: Ein Vergleich mit dem Foto bei Hauck & Aufhäuser zeigt, dass auf der Backe und dem Hals Kratzer und Schläge "entfernt" wurden. Allerdings stand da auch schon in der Beschreibung "leicht restauriert" - die Dame ist wohl mehr als einmal zum Schönheitschirurgen.
finde ich aber wirklich nicht zu beanstanden. das etwas gemacht wurde wird erwähnt, und was da gemacht wurde ist so gut gemacht, dass es jedenfalls stilistisch, und auch in der erhaltung (was die prägung angeht) nichts verändert hat.
grüsse
frank
hallo,

das sehe ich aber ganz anders,für mich ist es völlig egal das es erwähnt oder gut gemacht wurde.....fakt ist,das was gemacht wurde und man sieht es.die münze wirkt für mich durch die glättung etwas unnatürlich.....warum kann man die münzen denn nicht einfach lassen wie sie sind,wen stört denn ein kleiner kratzer......mannoman wir sammeln doch antike münzen und keine blanken euros aus der presse.es wurde zwar nicht rumgeschniztelt aber das glätten und löchlein stopfen ist doch eine nicht kleine vorstufe davon.die münze ist für mich dadurch nicht schöner geworden,eher uninteressant und für immer unwiederbringlich entstellt.......UND WARUM: der,der hand an münzen anlegt tut das nicht um sie zu restaurieren und dadurch für die zukunft zu erhalten sondern aus reiner PROFITGIER........leider hat ein weiterer aureus sein antikes gesicht dadurch verloren.

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