Wie bekannt, finden sich auf reichsrömischen Münzen ab (ich glaube) Mitte des 3. Jahrhunderts Münzzeichen. Teils geben Sie Auskunft, in welcher Münzstätte sie geprägt worden sind, teils lassen diese Zeichen erkennen, welche Offizin innerhalb der Münzstätte die Prägung vorgenommen hat.
Mir erschließt sich der Grund für diese Münzzeichen nicht. Welchen sittlichen Nährwert hatten sie? Der Bevölkerung - ausgenommen Sammlern

Die Qualitätskontrolle benötigte auch keine Münzzeichen. Die Prägeanstalt X hat ja nicht die Qualität der in Y geprägten Münzen zu prüfen gehabt. Die Offizinbezeichnung war im Prinzip auch intern nicht erforderlich. Ich glaube kaum, dass die einzelnen Officinae am Ende des Tages alle Prägungen in einen großen Korb zusammenschütteten und erst dann die Prüfarbeit vorgenommen wurde. Eher ist anzunehmen, dass während der Prägeschicht der zuständige Prüfer den Arbeitern seiner Offizin über die Schulter schaute resp. die Arbeitsergebnisse seiner Offizin stichprobenhaft in Abständen prüfte.
Es muss aber einen Grund für diese Münzzeichen geben. Auch heutige Prägungen - auch der Euro - machen Münzstätten mittels Buchstaben noch kenntlich.