gallienus-special

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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beachcomber
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Mo 30.07.18 16:23

stimmt, kein PF. dann wäre 825p korrekt, aber ich gebe zu bedenken, dass es sich einfach auch um einen stempelbruch handeln kann. die schleifen sehen doch normalerweise etwas fetter aus! ich hänge mal meine 824 q an, da siehst du die schleifen deutlich!
grüsse
frank
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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Mo 30.07.18 16:52

Da habe ich daran gedacht, den Verdacht hatte ich auch.
Ich habe die Frage mal an die Gemeinde gestellt, weil m. E. das Band nicht nur zwischen Krone und Hals zu sehen ist, sondern sich auch auf dem Hals in der typischen Schlängelung fortsetzt (bilde ich mir zumindest ein). Dünn ist es, und wenn ich mir andere Cv1 Büsten anschaue, zweifle ich doch, ob es ein Band und nicht ein Stempelfehler ist.
Das Blöde ist: Ist es so, dann sehe ich gar kein Band. Nicht vorhanden oder weggereinigt 8O Für die Annahme, dass am hinteren Ende der Krone zwei Schleifen flattern, kann ich mich nicht erwärmen. Zu wenig Platz Richtung Legende.
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Mo 30.07.18 19:33

der stempel ist ja schon sehr gelutscht gewesen, vielleicht auch noch schwach geprägt, da gehen schon mal details verloren!
grüsse
frank

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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Mo 30.07.18 20:38

Es wurden hier zwar schon Büsten ohne Schleifen vorgestellt, aber das sind wahre Ringeltäubchen und ich kehre lieber an den Ausgangspunkt zurück: Cv2 - Göbl 825q -
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Re: Irreguläre Prägung des Gallienus?

Beitrag von richard55-47 » Di 31.07.18 18:38

Tejas552 hat geschrieben:In einer Helios Auktion wurde folgende Münze versteigert und als "Silber-Denar" bezeichnet. Ich vermute die Bezeichnung als "Denar" anstelle von "Antoninian" ist ein Irrtum. Die Münze scheint aber aus sehr gutem Silber zu bestehen, ähnlich wie meine Münze, die ich oben gezeigt habe.

Gruss
Dirk


"Gallienus, AR denarius, Milan, 266 AD, 2.22 g.

IMP GALLIENVS P GERM AVG, bare head right.
P M TR P VII COS, emperor, togate, seated left on curule
chair, holding branch and globe.

RIC - . C. - . Goebl 1341 var (obv. legend).

Helios Auction 5, June 2010, lot 409."
Beim Durchblättern von GALLIENUS SPECIAL fiel mir dieser Beitrag vom 13.03.2016 auf. Klar ein Denar. Aber die angegebene AV-Legende ist m. E. außergewöhnlich.

Erst hatte ich Mühe, die Legende zu lesen; sie ist entgegen dem Uhrzeigersinn zu lesen, was ich noch nie irgendwo festgestellt habe. Dann fiel der Groschen. IMP GALLIENUS P GERM AUG ist richtig. Als Antoninian würde ich ihn als Göbl 1341A (neue Ordnungsnummer) einordnen, denn die bei 1341 benutzte Abkürzung IGPAGER passt ja nicht, hier müsste IGPAGERM zum Zuge kommen. Abgesehen davon, Göbl keinen solchen Denaren kannte: hat man schon diese ungewöhnliche Legendenrichtung bei Gallienus in seiner Sammlung?
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Do 02.08.18 17:21

mit sowas kann ich leider nicht dienen, mir reichen antoniniane vollkommen, da gibt's schon immer noch genug zu entdecken! :) wie die folgende münze!
mal wieder ein rv, das Göbl mit der darstellung nur für einen (einsamenen) as kannte. allerdings wäre dieses exemlar auch bei ihm in der abteilung ZF (zeitgenössiche fälschung) gelandet, schliesslich ist der stil doch wirklich daneben! was mich allerdings immer wieder verwundert, ist die tatsache, dass diese fälschungen munter mit normalen antoninianen zirkulierten. ich hatte das glück schon öfter mal einen kompletten fund durchzuschauen, und es gab immer auch 'barbaren' darunter!
das spricht ein bisschen gegen das wort 'fälschung', und bei diesem exemplar ist sogar ein kompletter silbersud unter der patina zu erkennen! wo also lag der gewinn eines fälschers?
grüsse
frank
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Re: gallienus-special

Beitrag von Homer J. Simpson » Do 02.08.18 18:11

Vielleicht waren es Stücke aus der Lehrlingswerkstatt der Münzstätte, die mit unters normale Geld gemischt wurden, wenn sie nicht ganz so mies waren?
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Do 02.08.18 18:44

aber gleich mit einem neuen rv? :?
grüsse
frank

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Do 02.08.18 19:10

Die Rückseite passt bis auf die minimal unterschiedliche Beinhaltung auf den Denar 434p, Vorseite gibt es für einen Antoninian aus der Ordnungsnummer Göbl 434 nicht.
Vielleicht eine "halboffizielle" Prägung aus einer offiziellen Münzstätte, deshalb die sorgsame Herstellung? Über damala herrschenden Kleingeldmangel wurde hier schon vielfach berichtet.
Vielleicht hat man den Denarrückseitenstempel mit ener neuen Antoninianvorseite kombiniert?
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Do 02.08.18 19:15

einen denar gibt es auch nur theoretisch! das einzige stück ist ein sesterz (nicht as wie ich oben schrieb!). ausserdem müsste die av-legende mit IMP anfangen!
für mich ist das niemals offiziell!
grüsse
frank

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Do 02.08.18 19:21

Klar, der ist nur theoretisch vorhanden. Aber ich kenne da einen an der Algarve wohnhaften Praktiker, der ständig nur theoretisch vorkommende Münzen so sicher findet wie der Lawinenhund die Verunglücktn. Der findet sogar Münzen, die lt. Göbl weder theoretisch noch praktisch existieren. Namen möchte ich aus Gründen des Datenschutzes nicht nennen. :D
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Sa 11.08.18 16:30

Ich habe einen Antoninian gekauft, den ich VALERIANUS jun. zuordne. Allerdings bin ich da unsicher.
Alles ist schwer lesbar, da die Reinigung wahrscheinlich einiges verdorben hat.

Für das Rv lese ich "PRINCIPI IUVVENT"
Für das AV lese ich "PCL VALERIANUS NOB CAES".

Das Portrait hätte ich im Leben nicht VALERIANUS II zugeschrieben, sondern seinem Vater, GALLIENUS.

Ich meine beim AV einen Cuirass, einen Paladium und zwei freihängende Schleifen zu sehen. Da die Paludamentumspange sich links von der gedachten senkrechten Linie durch das Ohr befindet, nehme ich eine PCv2-Büste an. Die ist aber im Göbl "nicht vorgesehen".
Wenn meine Annahme stimmt, ist es Göbl 253, aber dort nicht gelistet.

Die Bilder sind bescheiden, ich weiß, aber bei der unruhigen Oberfläche der Münze ist mehr nicht möglich.
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Re: gallienus-special

Beitrag von shanxi » Sa 11.08.18 17:18

M AVR CARINVS NOB CAES

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Re: gallienus-special

Beitrag von mike h » Sa 11.08.18 17:48

Jo
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Sa 11.08.18 18:45

Schade.
Euch beiden vielen Dank.
Mein finanzieller Aufwand belief sich auf 2,00 € incl. Porto. Ich hatte spekuliert. Die Münze sah lackiert aus, ich habe sie mit Nagellackentferner behandelt, um einen "echten" Eindruck zu erhalten. Viel klüger war ich aber - wie gesehen - nachher nicht.
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