Dupondius

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Re: Dupondius

Beitrag von Mynter » Do 11.06.20 20:12

Meine Romleidenschaft begann mit einem Artikel über Notprägungen aus Athen. Daraufhin sah ich mir meinen Follis näher an, den ich x Jahre zuvor mal für 10 DM gekauft hatte, weil er alt, gross und schwer war, näher an und war auf einmal an antiken Münzen interessiert.
Die Welt des alten Geldes ist ( so gut wie ) unendlich und ( auf jeden Fall ) unendlich spannend. Bei mir haben sich mittlerweile ein paar Schwerpunkte hrauskristallisiert, aber ich nehme auch andere Münzen gern, wenn ich spannende Geschichten zu ihnen finden kann. Das finde ich, ist das schönste an diesem Hobby. Man hält die Geschichte in der Hand. Manchmal für kleines Geld, bei den " Big boys " für entsprechend mehr.
Aber manche Münzen sind Massenware, z. B Caesars Elephant oder der unselige Tribute Penny. Vorteil: man kann sich einen Sparplan zurechtlegen, denn die werden nie alle. Ein zweiter Notgroschen ist dann auch immer hilfreich, um unerwartet auftauchende Seltenheiten, die man unbedingt bracht, abgreifen zu können.
Zwei Tips am Anfang: Schaue Dir erst mal die Silberdenare an, weniger die Sesterzen. Bei Bronzen wird gern geschnitzt, bearbeitet usw, , da kann man leicht viel Geld für sekunda Ware loswerden. Zudem möchte ich eine Lanze für eine einigermassen gute Erhaltung brechen. Lieber wenig und gut, als viel und schlecht.
Aber in erster Linie : Viel Spass beim Stöbern, Lesen und Sammeln.
Grüsse, Mynter

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Re: Dupondius

Beitrag von Mynter » Do 11.06.20 20:45

Diese Münze ist ein wenig zu teuer :https://www.vcoins.com/en/stores/lucern ... fault.aspx
Grüsse, Mynter

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alex456
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Re: Dupondius

Beitrag von alex456 » Do 11.06.20 20:45

Hallo,
bei mir fing die Leidenschaft für römische Münzen interessanterweise mit einem britischen Penny aus dem Jahr 1896 an, den mein Opa aus dem Krieg mitgebracht hatte und dann mir geschenkt hat, weil ich ihn so schon fand.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was das mit den Römern zu tun hat. Auf dem Penny war eine Britannia dargestellt, die sich in ihren Attributen an antiken Götterdarstellungen orientiert. Und da ich mich schon als Kind für Geschichte interessiert habe, fand ich das Stück toll (Ist heute auch noch so. War ja schließlich meine erste alte Münze.)
Seitdem wollte ich unbedingt eine echte römische Münze.
Diese fand ich dann 1992 oder 1993 auf einem Trödelmarkt in Ungarn. Und das war dann der Start meiner Sammlung, welche natürlich erstmal langsam Formen annahm, da ich als Schüler und dann Student nur sehr begrenzte Mittel hatte. Aber die Geldgeschenke zu Geburtstag und Weihnachten wurden nun regelmäßig in die Sammlung investiert.
Im Gegensatz zu vielen hier habe ich mich nie wirklich spezialisiert. Ich kaufe, was ich interessant und bezahlbar finde.
Für mich spielt die Erhaltung auch nicht so die Rolle. Mich faszinieren eher interessierte Rückseiten -wie z. B. Architekturdarstellungen- oder auch einfach seltene Stücke. Ich finde den Gedanken irgendwie toll, etwas zu haben, was sonst nur wenige oder keiner hat.
Ich empfehle Dir, dass Du die Münzen kaufst, die Dich ansprechen.
Am Anfang vielleicht noch nicht die Top-Seltenheiten, da hier viele Fälschungen angeboten werden. Auch von EBay würde ich erstmal die Finger lassen. Da gibt es leider viele schwarze Schafe.
Jedenfalls heiße ich Dich hier herzlich willkommen und wünsche Dir viel Spaß mit diesem faszinierenden Hobby!

Gruß
Alex

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Numis-Student
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Re: Dupondius

Beitrag von Numis-Student » Do 11.06.20 21:36

Ich habe mich ja ebenfalls nie spezialisieren können oder wollen, denn das wäre für mich immer eine ungewollte Einschränkung und Einengung.

Ich spreche mich auch nur mit Einschränkungen für "nur gute Qualitäten kaufen" aus. Die besten 10-15% in der Erhaltung machen oft genug 50% vom Preis aus, teilweise noch mehr. Diese oberen 10% müssen es in meinen Augen nicht sein. Man sollte aber zu Beginn die unteren 25-30% meiden, also die Stücke, wo man zB nur noch den Kaiser zuordnen kann, die Rückseite ist blank; oder bei Spätrömern Stücke, wo nicht einmal mehr die Münzstätte lesbar ist. Jede alte Münze hat ihre Faszination, gerade für Anfänger. Aber die ganz unattraktiven, nicht mehr voll bestimmbaren Stücke stören nach einigen Jahren in der Sammlung, und man beginnt, hübschere Ersatzstücke zu kaufen...

Solltest Du trotzdem bei eBay jagen wollen, empfehle ich, vor dem Bieten hier nachzufragen, falls Du unsicher sein solltest: viewtopic.php?f=6&t=60824

Schöne Grüße
MR

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Lucius Aelius
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Re: Dupondius

Beitrag von Lucius Aelius » Do 11.06.20 22:01

shanxi hat geschrieben:
Do 11.06.20 17:35
jschmit hat geschrieben:
Do 11.06.20 16:03
Im Preisbereich von 300-500 bekommtn man keine seltenen, das ist mir auch klar.
Das kann man so nicht sagen. Wenn man den Bereich der Münzen verlässt, die jeder kennt und gerne hätte (Kleopatra nicht vergessen :)) bekommt man oft größte Seltenheiten für wenig Geld.
So schaut's aus.
Ein Beispiel: Dieser Nigrinianus wurde kürzlich für 29,- verkauft, weil der Händler (warum auch immer) der Meinung war, es handele sich um keine echte Münze. Gut 5 Jahre zuvor wechselte das Stück zum zehnfachen (!) Preis den Besitzer.
Das war mal ein echtes Schnäppchen :D

Ich kann nur den guten Rat geben: Geduld, auch wenn's schwer fällt.

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Re: Dupondius

Beitrag von Pscipio » Do 11.06.20 23:01

Das Stück ist dennoch offensichtlich modern und somit kein echtes Schnäppchen sondern eine teure Fälschung.

Lars
Nata vimpi curmi da.

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Re: Dupondius

Beitrag von Lucius Aelius » Do 11.06.20 23:20

Pscipio hat geschrieben:
Do 11.06.20 23:01
Das Stück ist dennoch offensichtlich modern und somit kein echtes Schnäppchen sondern eine teure Fälschung.

Lars
Das glaube ich kaum, denn ich habe das Stück in der Hand genau angeschaut kann das nach über 25 Jahren Sammlertätigkeit, glaube ich, schon recht gut beurteilen. :wink:

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Re: Dupondius

Beitrag von shanxi » Do 11.06.20 23:23


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Re: Dupondius

Beitrag von Lucius Aelius » Do 11.06.20 23:39

Oha ...
8O
Danke euch für den Hinweis.

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Re: Dupondius

Beitrag von Zwerg » Fr 12.06.20 07:28

Genau aus diesem Grund sollte man möglichst die Finger von Briefmarkenhändlern lassen, die sich als Münzhändler "ausgeben"
Die haben so gut wie keine Ahnung von Numismatik

Schönen Tag noch
Zwerg

Und dazu stehe ich!!!!!
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Re: Dupondius

Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 12.06.20 09:57

Und längst nicht jeder Münzhändler hat Ahnung von antiken Münzen.

Bei Ebay bitte nur kaufen, wenn Du entweder die Münze richtig gut kennst oder den Verlust verschmerzen kannst (finanziell und emotional), wenn's doch Schrott ist. Es ist wie bei jedem Handel: Schnäppchen kannst Du machen, wenn Du mehr weißt als der Verkäufer. Unzutreffenderweise sich selbst für schlau und den Verkäufer für doof zu halten endet meist nicht gut.

Homer
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Re: Dupondius

Beitrag von jschmit » Fr 12.06.20 11:31

Vielen Dank euch allen!

Es ist beruhigend, dass man auch mit viel Erfahrung nie sicher sein kann was eine gute Fälschung betrifft :?
Gibts denn bekannte Münzhändler (online) die bekannt und fair sind?

lG Joel

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Re: Dupondius

Beitrag von shanxi » Fr 12.06.20 11:48

Für ebay gibt es eine Negativliste:

https://www.forumancientcoins.com/board ... ic=18502.0

Eine "positiv Liste" gibt es glaube ich nicht, aber die seriösen Verkäufer bekommst du schnell mit wenn du hier mitliest.

Alternativ gibt es vcoins und mashop. Dort gibt es sehr viel weniger Fälschungen als bei ebay.

Das gilt auch für Auktionen, bei denen du früher oder später enden wirst. Die schwarzen Schafe die es auch dort gibt wirst du auch bald kennen:

Auktionen kannst du z.B. bei biddr.com oder sixbid.com finden.

Wichtig sind auch die Fälschungsdatenbanken:

https://www.forumancientcoins.com/fakes/
http://forgerynetwork.com/

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Re: Dupondius

Beitrag von jschmit » Fr 12.06.20 13:13

https://www.ma-shops.de/wallinmynt/item.php?id=13048 wo dir doch gestern bei dem Elefanten waren..

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Re: Dupondius

Beitrag von shanxi » Fr 12.06.20 13:17

finde ich zu teuer

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