Lgft. Hessen-Homburg

Deutschland vor 1871
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Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Rollentöter » Mo 07.09.20 15:29

Vielleicht kann mir jemand helfen.

Hessen-Homburg verausgabte zwischen 1815 und 1866 verschiedene Münzen. Wurden diese alle in Darmstadt geprägt?

Zwischen 1623 und 1806 wurde nach meiner bisherigen Kenntnis nur 1692 Münzen geprägt. Wo?

Passende Spezialliteratur zu Hessen hab ich nicht und im Netz gibt's dazu keine klaren Angaben.

Im Voraus besten Dank.

Gruß
Mathias

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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Numis-Student » Mo 07.09.20 17:38

Hallo Mathias,

Peus sagt Darmstadt: https://www.coinarchives.com/w/openlink ... 70742572e5 und die halte im ich Bereich Altdeutschland durchaus für kompetent.

Ich kann aber gern heute Abend noch in den AKS schauen...

Schöne Grüße
MR

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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Numis-Student » Mo 07.09.20 17:43


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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Zwerg » Mo 07.09.20 17:43

Darmstadt stimmt laut AKS

Grüße
Klaus
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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Rollentöter » Mo 07.09.20 18:26

Vielen Dank, dann ist das geklärt.

Bleibt nur noch die Prägung von 1692. Die war mit Sicherheit nicht in Darmstadt.

Als Friedrich II von Hessen-Homburg die Münzen verausgabte, reagierte Hessen-Darmstadt gelinde gesagt umgehalten, oder genauer drohte mit militärischen Einmarsch, Annexion des Landes und Festnahme von Friedrich Ii. Woraufhin die weitere Ausgabe und wohl auch die Prägung sehr schnell eingestellt wurde. Hessen-Darmstadt hatte sich beim Teilungsvertrag von 1623 die Landeshoheit vorbehalten und das prägen eigener Münzen verstieß dagegen (Aus Darmstädter Sicht).
Im Netz fand ich jetzt nur 2-Albusstücke, Prägeort: ohne Angabe, oder Frankfurt, oder Bad Homburg, oder Mainz, oder unbekannt, einmal sogar Darmstadt (wäre aber komisch, wenn die Darmstädter im erst die Münzen prägen und dann so ein Aufruhr machen). Was stimmt denn nun?
Zuletzt geändert von Rollentöter am Mo 07.09.20 19:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Numis-Student » Mo 07.09.20 18:36

https://www.coinarchives.com/w/openlink ... d6f10c6b9a
und
https://www.coinarchives.com/w/openlink ... 2b7de1b404
sind die beiden einzigen Auktionshäuser, die eine Münzstätte angeben.

Sitze gerade im Zug, habe also dementsprechend keine Literatur verfügbar...

Schöne Grüße
MR

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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von friedberg » Mo 07.09.20 22:13

Hallo,

die Prägungen von 1692 führte Johan Reinhard Arnold bzw. sein Sohn Friedrich Christian Arnold aus. Münzstätte dieser Stücke ist Bad Homburg.
Johan Reinhard Arnold war als "Münzunternehmer" damals gleich an mehreren Orten tätig und prägte bis 1688 für die Burg Friedberg auch in Friedberg.
Von Friedrich II von Hessen-Homburg sind bekannt: Dukat o.J. ,Schütz 3601/ Dukat 1690, Schütz 3601.1 / 2/3 Taler 1692, Schütz 3602 / II Albus 1692,
Schütz 3603, 3603.1. Artur Schütz: Die hessischen Münzen des Hauses Brabant.
Hessen-Homburg hatte damals als Sekundogenitur der Linie Hessen-Darmstadt kein Münzrecht. Das war dort mehr oder weniger eine Heckenmünze.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Lgft. Hessen-Homburg

Beitrag von Rollentöter » Di 08.09.20 00:12

Vielen Dank Friedberg und euch allen.

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