Bestimmungshilfe erbeten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

HermannW
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Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von HermannW » Mi 10.11.21 16:43

Hallo,

habe ein Lot römischer Münzen ersteigert. Dabei war dieses As von Faustina II. ???
Gewicht: 9,5 gr. Durchmesser: 24,57-25,51mmDicke: 2,68 mm
SAM_6486a.JPG
SAM_6485a.JPG
Hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen
Gruß aus Dithmarschen
Hermann

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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von richard55-47 » Mi 10.11.21 18:11

Könnte auch Crispina sein. Wäre die Münze mir, würde ich sie als "unbestimmbar" katalogisieren.
do ut des.

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justus
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von justus » Mi 10.11.21 18:42

Eine AE Großbronze mit SC in Abschnitt konnte ich weder bei Faustina junior, noch bei Crispina finden.
mit freundlichem Gruß

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didius
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von didius » Mi 10.11.21 18:55

justus hat geschrieben:
Mi 10.11.21 18:42
Eine AE Großbronze mit SC in Abschnitt konnte ich weder bei Faustina junior, noch bei Crispina finden.
Ich denke das ist ein As
Die Prägung im Abschnitt halte ich eher für einen verunglückten Gegenstempel

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justus
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von justus » Mi 10.11.21 20:16

didius hat geschrieben:
Mi 10.11.21 18:55
justus hat geschrieben:
Mi 10.11.21 18:42
Eine AE Großbronze mit SC in Abschnitt konnte ich weder bei Faustina junior, noch bei Crispina finden.
Ich denke das ist ein As
Die Prägung im Abschnitt halte ich eher für einen verunglückten Gegenstempel
Möglich, da nicht ganz zentriert.
mit freundlichem Gruß

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Timestheus
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von Timestheus » Mi 10.11.21 20:23

Darf ich mal OT rein grätschen? Wieso sind manche Münzen derart so abgeschliffen? Dass Münzen korrodiert sind und verkrustet - verstehe ich. Das Münzen kräftig abgegriffen sind, da im Umlauf - verstehe ich auch. Aber wie kommt es zu so einer völlig glatt geschliffenen Oberfläche? Das kann ja nicht alleine vom Umlauf kommen - oder? Wäre die zu Zeiten wo sie noch im Umlauf war so abgeschliffen - hätten Händler die so unkenntlich als Zahlungsmittel noch akzeptiert? War die Münze daher vielleicht eine Funzmünze im Wasser / Sand wo sie abgeschliffen wurde.

Woher kommt so eine fast plane Schleifung? Würde mich "technisch" interessieren.
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von Zwerg » Mi 10.11.21 20:38

Eine "richtige" plane Schleifung gibt es manchmal bei Münzen, die als Spielsteine verwendet wurden.
Hier handelt es sich um ganze normale Abnutzung durch Umlauf.
Römische Bronzen waren bis in die Neuzeit in manchen Ländern noch im Umlauf (gibt es einen Thread zu)

Ich habe an den Fundmünzen aus den Grabungen bei Burg Linn in Krefeld das Bestimmen gelernt. Die waren alle in dieser Qualität.
Da wurde erst einmal anhand des "Schattenrisses" der Kaiser festgelegt und sich dann durch den Index des BMC oder / RIC im Ausschlußverfahren anhand von Buchstabenresten an die Münze herangetastet.
Das war dann eine nicht zu toppende Grundausbildung für die weitere Karriere.
Ich bin mir sicher, daß man auch diese Ruine noch eingrenzen kann.

Grüße
Klaus
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von Laurentius » Mi 10.11.21 21:12

Guten Abend zusammen! Was haltet Ihr von einer Lucilla mit Vesta RV?

vg Laurentius
"SOL LVCET OMNIBVS"

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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von Numis-Student » Mi 10.11.21 21:52

Und ich bin mir sicher, dass man das Stück vielleicht bestimmen kann, aber in diesem Fall eine Bestimmung keinen Sinn macht, da eine solche Ruine in keiner Sammlung noch irgendwie Freude bereiten kann. Das ist nur in wissenschaftlichen Fällen sinnvoll, wenn damit noch irgendeine Aussage getätigt werden kann.

MR

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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von mike h » Mi 10.11.21 21:53

Ich hätte da eine, bei der das Portrait ziemlich nahe kommt.
Kamp0040.028AR01.jpg
130 Köppe /201 (Kampmann)
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von Numis-Student » Mi 10.11.21 21:59

Timestheus hat geschrieben:
Mi 10.11.21 20:23
Darf ich mal OT rein grätschen? Wieso sind manche Münzen derart so abgeschliffen? Dass Münzen korrodiert sind und verkrustet - verstehe ich. Das Münzen kräftig abgegriffen sind, da im Umlauf - verstehe ich auch. Aber wie kommt es zu so einer völlig glatt geschliffenen Oberfläche? Das kann ja nicht alleine vom Umlauf kommen - oder? Wäre die zu Zeiten wo sie noch im Umlauf war so abgeschliffen - hätten Händler die so unkenntlich als Zahlungsmittel noch akzeptiert? War die Münze daher vielleicht eine Funzmünze im Wasser / Sand wo sie abgeschliffen wurde.

Woher kommt so eine fast plane Schleifung? Würde mich "technisch" interessieren.
--> https://en.numista.com/catalogue/pieces13819.html

Dieser Münztyp war nur knapp 35 Jahre in Umlauf, und man findet zahlreiche Exemplare, die soweit abgenutzt sind, dass Jahreszahl und andere Details nicht mehr erkennbar sind.

Offensichtlich ist das ein Zusammenspiel von einer gewissen Größe/Gewicht, einem schnellen Zirkulieren und einer "weichen" Legierung.

Übrigens mag ich solche stark abgenutzten, aber unbeschädigten Münzen irgendwie. Irgendwo habe ich eine Dose mit solchen eigentlich nicht mehr sammelwürdigen Kupfermünzen.

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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von mike h » Mi 10.11.21 22:09

Numis-Student hat geschrieben:
Mi 10.11.21 21:59

Übrigens mag ich solche stark abgenutzten, aber unbeschädigten Münzen irgendwie. Irgendwo habe ich eine Dose mit solchen eigentlich nicht mehr sammelwürdigen Kupfermünzen.
Ich auch... :lol:
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von didius » Mi 10.11.21 22:38

dito

HermannW
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Re: Bestimmungshilfe erbeten

Beitrag von HermannW » Do 11.11.21 16:51

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure schnellen Antworten! Crispina kann es wohl nicht sein, die Nase entspricht nicht ihrer (kann man im Original besser sehen als auf dem Fotos).
Mir ist schon bewusst, dass diese Münze nicht sammelwürdig ist. Da sie in einem Lot von 14 Münzen war, versuche ich natürlich sie auch zu identifizieren.

Im übrigen ist das identifizieren von Münzen eigentlich ein großer Spaß, stöbern im Internet, suchen in der Literatur und in Katalogen etc.

Gruß aus Dithmarschen
Hermann

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