Julisch-Claudische Dynastie

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

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dictator perpetuus
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von dictator perpetuus » Sa 15.01.22 18:43

Wenn der nicht nachgeschnitzt ist, ist der Preis aber bei der aktuellen Situation gut. Das Vesta-As will halt fast jeder haben, ähnlich wie den Tribut-Penny oder den Caesarfanten. Hübsch ist der ja auch. Ich habe den eine ganze Weile gesucht und Zuschläge um die 200€ für Ruinen und Zuschäge um die 300€ für Münzen, bei denen nachgeschnitzt in der Beschreibung stand, gesehen.

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von antinovs » Sa 15.01.22 20:47

meiner Meinung nach:

- repatiniert
- VS ok
- RS nachgeschnitten

LG a.
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Numis-Student » Sa 15.01.22 20:50

ich würde den nur als entpatiniert/repatiniert sehen, mir stechen keine Stellen ins Auge, an denen ich Nachschnitzerei vermuten würde.

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Timestheus » Sa 15.01.22 21:16

Danke erst mal für die ganzen Hinweise. Ohne Bearbeitung würden sich ja 90% der Bronzen gar nicht verkaufen lassen. Was nicht geht sind nachgeschnittene Veränderungen - aber das ist ja allen klar. Da ich aber da noch kein Auge für habe bin ich über solche Hinweise wirklich dankbar.

Mit bearbeitet (nicht verändert!) kann ich leben genauso mit der Patina. Auch vor allem bei dem Preis. Für 300€ kann und darf ich auch keine Wunder und kein Kabinettstück eines Caligula erwarten.

Wenn das so ist wie ihr sagt - ist das ok. So lange da nichts grob neu verändert wurde - kann ich mit Leben. Danke.
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Timestheus » So 16.01.22 13:56

Numis-Student hat geschrieben:
Sa 15.01.22 20:50
ich würde den nur als entpatiniert/repatiniert sehen, mir stechen keine Stellen ins Auge, an denen ich Nachschnitzerei vermuten würde.

Schöne Grüße
MR
Ich weiß - soll man nicht machen - aber eine kleine Bildkopie habe ich ja bereits in das Forum gepostet.
Hier ein unverfälschtes original Bild in voller Größe.

https://ibb.co/H7bYkyT

Falls jemand was wirklich tiefgreifend verdächtiges feststellt, möge er sich bitte gerne melden. Danke ;)
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Numis-Student » So 16.01.22 15:57

Numis-Student hat geschrieben:
Sa 15.01.22 20:50
ich würde den nur als entpatiniert/repatiniert sehen, mir stechen keine Stellen ins Auge, an denen ich Nachschnitzerei vermuten würde.

Schöne Grüße
MR
Auch mit dem großen Bild (sowie dem großen Bild bei der Auktiosverlinkung) bleibe ich bei meiner Meinung.
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Zwerg » So 16.01.22 16:23

Es gibt einige kleinere helle Flecken.
Bei einer Nachpatinierung, die hier flächendeckend ist, denke ich grundsätzlich auch an Bronzepest, die durch die Patina erst einmal vedeckt wurde.
Wenn dem so ist, hat man irgendwann keine Freude mehr an der Münze.
Auch aus diesem Grund lehne Münzen mit solch einer "Patina" ab.
Grüße
Klaus
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von antinovs » So 16.01.22 21:23

auf diesen grösseren fotos gefaellt mir die frisur des kaisers auch nicht mehr. da wurde ins metall geschnitten.
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Perinawa » Mo 17.01.22 09:19

Klaus und antinovs,

wenn man genau hinschaut, habt ihr so was von recht. Diese kleinen unscheinbaren Pünktchen bedeuten nichts gutes. Ich hatte mal einen ähnlich gesprenkelten Domitian, und da konnte man der Bronzepest beim Wachsen zuschauen.

Die Vertiefungen bei den Haaren sehen allesamt gleich tief aus, und das kann m.E. nur bedeuten, dass an den erhabenen Stellen geschnitten wurde, da die Münze nach der Rückseite zu urteilen eine gewisse Abnützung aufweist.

Grüsse
Rainer
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Timestheus » Mi 26.01.22 12:26

Caligula:
viewtopic.php?f=90&t=36449&start=885#p552775
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 15.01.22 18:43
Wenn der nicht nachgeschnitzt ist, ist der Preis aber bei der aktuellen Situation gut.
Das nachgeschnitzt - was glaube ich auch ganz wenig wäre - hätte mich letztendlich nicht mal mehr gestört.
antinovs hat geschrieben:
Sa 15.01.22 20:47
- repatiniert
Numis-Student hat geschrieben:
Sa 15.01.22 20:50
ich würde den nur als entpatiniert/repatiniert sehen, mir stechen keine Stellen ins Auge, an denen ich Nachschnitzerei vermuten würde.
Zwerg hat geschrieben:
So 16.01.22 16:23
Bei einer Nachpatinierung, die hier flächendeckend ist, denke ich grundsätzlich auch an Bronzepest, die durch die Patina erst einmal vedeckt wurde.
Perinawa hat geschrieben:
Mo 17.01.22 09:19
wenn man genau hinschaut, habt ihr so was von recht. Diese kleinen unscheinbaren Pünktchen bedeuten nichts gutes. Ich hatte mal einen ähnlich gesprenkelten Domitian, und da konnte man der Bronzepest beim Wachsen zuschauen.
Das hat mir dann doch mehr Bedenken und Sorgen gemacht.

Ich habe daher das Auktionshaus Zöttl offen und ehrlich mit meinen Bedenken vor 2 Tagen angeschrieben - heute kam die Antwort. Herr Zöttl hat gar keine Diskussion angefangen und sofort den Auktionskauf rückgängig gemacht. Seine Begründung war in etwa "Als Käufer soll man ungetrübte Freude am ersteigerten Stück haben, wenn man das nicht hat, nutzt es nichts". An so einer Reaktion erkennt man ein seriöses Auktionshaus - meine Meinung - und daher möchte ich so eine löbliche Einstellung auch öffentlich kund tun.

Mein Dank daher an die Damen und Herren von Zöttl mit einem freudigen Auge - und einem weinenden Auge, weil ich nun wieder einen Caligula suche und mir rein optisch das Exemplar echt gefallen hätte.
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von dictator perpetuus » Mi 26.01.22 13:24

So ein Caligula findet sich schon. Ich wollte beispielsweise einen einigermaßen erhaltenen, aber kein Topstück haben. Ich habe bestimmt 20 Stück beobachtet und auf 10 geboten und dann einen etwas rauhen, etwas abgeriebenen, aber gar nicht so üblen mit eigentlich allen erhaltenen Details und vollständig lesbarer Legende für 120 + Aufgeld geschossen. Du wirst dich mit einem wie meinem in ss- oder s-ss wahrscheinlich nicht zufrieden geben, aber bestimmt für 250-400 einen in gutem ss aufwärts finden.
Am besten nicht bei Savoca Silver oder Naumann nach dem As suchen. In Spanien habe ich das Gefühl gibt es diese Asse relativ oft und etwas günstiger als in Deutschland. So ein As will halt jeder haben und bei Naumann und Savoca SIlver bietet halt jeder mit. Da werden dann seltsame Preise gezahlt:
https://www.biddr.com/auctions/savoca/b ... &l=1919817

Besser sind die Chancen bei einer insgesamt nicht so wahnsinnig spannenden Auktion (ab und zu tauchen bei Savoca blue z.B. auch sehr gut erhaltene gefragte Münzen auf, die letzte Peus-E-Auktion war auch nicht so voll von besonders gefragten römischen Münzen) oder bei einer Auktion, bei der eher Leute mitbieten, die nicht so viel Begeisterung für teure, häufige Münzen haben.
Ziemlich oft wird der Caligula auch versehentlich als Germanicus bezeichnet, dann entgeht der manchen Caligulasuchern und wird eventuell etwas günstiger zugeschlagen.
Der hier ist jetzt z.B. kein Superschnäppchen aber meiner Meinung nach ein besseres Exemplar als deiner auch ohne Bronzepestverdacht:
https://auctions.bertolamifinearts.com/ ... -as-30mm-/

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Timestheus » Mi 26.01.22 13:57

Ich habe da am 06.02. schon einem "im Auge" ... :)

Aber geh mei - das Jahr hat erst angefangen und es gibt noch so viele schöne (andere) Münzen... ein Caligula wird da auch irgendwann mal bei sein. Aber besser so - ich hatte da jetzt ein ungutes Gefühl nach dem kauf - und wie Herr Zöttl meinte - dann taugt das nichts - man sollte sich über jede seiner Münzen unvoreingenommen freuen. Passt scho...
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von jschmit » Mi 26.01.22 13:59

Wenn du die bei Naumann meinst, da gibt es doch eine Menge hübschere ;-)
Grüße,

Joel

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von dictator perpetuus » Mi 26.01.22 14:18

Der ist schon nicht schlecht, bessere gibt es. Ich halte allerdings für möglich, dass der einen völlig absurden Preis erzielt. Wenn man ungeduldig ist, man der Ungeduld wegen bereit ist, einen hunderter mehr zu bezahlen und die Korrosion nicht zu sehr stört, kann der aber eine gute Wahl sein.

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Timestheus » Do 27.01.22 23:40

D5822507-38DB-4969-A118-828F7955639E.jpeg

Tiberius, with Julia Augusta (Livia - mother of Tiberius) and Drusus Caesar Æ As of Tarraco, Spain. AD 22-23. [TI] CAES AVG PONT M[AX TRIB POT], laureate head of Tiberius to right / [C V T DRVSVS] CAES TRIB POT [IVL AVGVSTA], facing heads of Drusus and Livia. RPC I 233; ACIP 3273; SNG Copenhagen 528. 8.50g, 23mm, 9h, Rare.



——
Der Stempelschneider war ein sehr früher Meister des Expressionismus - da konnte ich nicht nein sagen. Manchmal ist etwas „so schlecht“ das es schon wieder toll ist. Geschmäcker sind verschieden.

Zudem schlage ich mit dem Exemplar drei (fehlende) Fliegen mit einer Klappe - Tiberius, Livia und Drusus Caesar auf einer Münze. Was ich da wieder spare ;)
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