Stammtisch

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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richard55-47
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Re: Stammtisch

Beitrag von richard55-47 » So 19.06.22 12:14

weissmetall hat geschrieben:
So 19.06.22 09:09
Gibts den heut zu Mittag?
In Salbeitee einlegen, mit Thymian, zerriebener Knoblauchzehe, Provencegewürzen, Pfeffer und Salz schmoren. :)
Jau, aber erst mal musst du ihn haben.
Tipp von mir vom Kaninchenfangen: Salz auf den Schwanz streuen, dann bleiben die sitzen. :mrgreen: :D
do ut des.

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Numis-Student
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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 14:02

KarlAntonMartini hat geschrieben:
So 19.06.22 09:51
Numis-Student hat geschrieben:
So 19.06.22 01:50
Gestern Nacht komische Geräusche vor dem Schlafzimmerfenster... Rausgeschaut, aber nichts gesehen.

Jetzt aktuell wieder... Und heute habe ich den "Übeltäter" erwischt...

Ein dicker fetter Dachs !
Was, mitten in der Großstadt? Grüße, KarlAntonMartini
Eher Stadtrand, relativ nah an der Stadtgrenze :wink:

Ein Nachbar hatte mir schon erzählt, dass er irgenwann einmal einen an der Grenze von seinem zu "meinem" Garten gesehen hat.

Bisher war ich davon ausgegangen, dass das eine große Ausnahme war... Inzwischen weiss ich, dass viele Spuren im Garten, die ich bisher Katzen zugeschoben hatte, von Dachsen sind. Demnach sind die (oder zumindest einer) regelmäßig, vielleicht jede Nacht, im Garten. Wäre spannend zu wissen, wo die ihren Bau haben.
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Stammtisch

Beitrag von Zwerg » So 19.06.22 14:10

Wäre spannend zu wissen, wo die ihren Bau haben.
Kauf Dir einen Dackel :D
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)

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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 14:30

Der wäre dann ja aber unfreundlich zu "meinem" Dachs...
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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weissmetall
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Re: Stammtisch

Beitrag von weissmetall » So 19.06.22 14:50

richard55-47 hat geschrieben:
So 19.06.22 12:14
weissmetall hat geschrieben:
So 19.06.22 09:09
Gibts den heut zu Mittag?
In Salbeitee einlegen, mit Thymian, zerriebener Knoblauchzehe, Provencegewürzen, Pfeffer und Salz schmoren. :)
Jau, aber erst mal musst du ihn haben.
Tipp von mir vom Kaninchenfangen: Salz auf den Schwanz streuen, dann bleiben die sitzen. :mrgreen: :D
War auch nur ein joke; wer mal als Kind das Buch -Fridolin der freche Dachs- von Fallada gelesen hat der bringt keine Dachse um. Es sei denn er greift mich zuerst an.
:wink:
Bei uns liegt öfter mal ein überfahrenes Tier am Strassenrand, Dachse haben sich die letzten Jahre extrem vermehrt.
Aber ob man den dann essen könnte....die Zigeuner behaupten es, da werden selbst überrollte Igel im Lehmmantel im (Lager)Feuer gebacken.

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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 15:36

Wikipedia hat geschrieben:
Einst hatte der Dachs in vielerlei Hinsicht große Bedeutung für den Menschen, heute jedoch kaum noch. In manchen Regionen wird Dachsfleisch gegessen.[25] Dachsfett bzw. Dachsschmalz (das ausgelassene Fett aus dem Fettgewebe des Dachses)[26][27] war als Einreibung beispielsweise gegen Rheumatismus in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Apotheken ein Standardartikel.[28] Im Aberglauben wurden dem Dachs, einem der „elbischen Seelentiere“, apotropäische Eigenschaften zugeschrieben. Dachsfell sollte, etwa am Kummet von Zugtieren angebracht, Schadenzauber abwehren.[29][30] Dachshaare wurden für Bürsten und werden noch heute für hochwertige Rasierpinsel verwendet, den sogenannten Dachszupf. Dachshaarpinsel finden in der Malerei Anwendung. Heute ist diese Verarbeitung selten geworden. Dachshaare kommen heute meist aus China. Den Hut des Jägers schmückte ein „Dachsbart“. Auch gezähmte Dachse konnten als Stöbertiere, wie Dackel, bei der Jagd eingesetzt werden.
In der Jägersprache wird der Dachs „Schmalzmann“ genannt.
Also laut Wikipedia gilt er als essbar, und die Fußnote bezieht sich auf eine Studie aus Wien zur Essbarkeit von Dachsen. :roll:

Meine Freundin behauptet zwar immer, Essbarkeit wäre mein wichtigstes Kriterium bei Tieren, aber das stimmt gar nicht. Ich freue mich über "meine" Fledermäuse, "meine" Hirschkäfer und "meinen" Dachs.

Ans Essen denke ich höchstens bei normalen Tieren wie Rehen, Hasen und sowas :lol:
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Re: Stammtisch

Beitrag von KarlAntonMartini » So 19.06.22 17:42

Ilse Froidl empfiehlt in ihrem Wildkochbuch von 1963, das Fleisch des Dachses zunächst drei Tage in Essig zu beizen, dann mit den üblichen Kräutern und Gewürzen zu braten oder aber als Ragout kurz anbraten und dann dünsten, die Sauce soll mit Rum zubereitet werden. Escoffier widmet sich dem Thema nicht. Auch Henriette Davidis, Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche, 14. Aufl., Bielefeld 1869, hat keine Dachs-Gerichte. Mein Frau sagt, die Entfernung des Fells und der Afterdrüsen sei eine olfaktorische Herausforderung. Aber dann muß es gut schmecken, ich erinnere mich, daß bei der Leich einer Jägerin der Chef des Jagdverbandes in seiner Rede von ihrem Dachsbraten ganz hingerissen schwärmte. Na, vielleicht komme ich auch mal zu einer Kostprobe. Grüße, KarlAntonMartini
Tokens forever!

T........s

Re: Stammtisch

Beitrag von T........s » So 19.06.22 17:49

Wer bei Google nach "Schmorrbraten vom Dachs" sucht - wird eine Menge feiner Gerichte bekommen...

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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 18:01

Mein Dachs darf bleiben :!:
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Stammtisch

Beitrag von Nomeis » So 19.06.22 21:24

Freut mich sehr ,daß Du den Dachs nicht verspeisen willst . Ich lebe in und mit der Natur ,wodurch manchmal Probleme
entstehen . Ich möchte aber nicht ohne die Natur leben . Hoffentlich kommst Du mit Deinem Dachs gut zurecht ,wäre ja
Spannend ihn mal zu sehen . Gruß Nomeis

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Re: Stammtisch

Beitrag von Wurzel » So 19.06.22 21:54

Numis-Student hat geschrieben:
So 19.06.22 15:36


Meine Freundin behauptet zwar immer, Essbarkeit wäre mein wichtigstes Kriterium bei Tieren, aber das stimmt gar nicht. Ich freue mich über "meine" Fledermäuse, "meine" Hirschkäfer und "meinen" Dachs.
Richtig zubereitet schmecken auch die.....
http://www.wuppertaler-muenzfreunde.de/

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Re: Stammtisch

Beitrag von Wurzel » So 19.06.22 22:04

Hier ein Rezept für Fledermaus aus Österreich, als Wiener solltest Du an die Zutaten ja kommen und Fledermäuse hast du schon:

https://www.ichkoche.at/gekochte-fleder ... ept-173912

Hirschkäfer lassen sich wohl zu Mehl verarbeiten, welches man für Nudeln verwenden kann. Die Engerlinge von Hirschkäfern wurden jedenfalls in der Vergangenheit gegessen:
Bereits ca. 700 v. Chr. wurde in einer assyrischen Darstellung ein Festmahl mit Heuschrecken als Delikatessen abgebildet. Sowohl die Bibel als auch der Koran enthalten Hinweise auf das Essen von Heuschrecken. Auch in der Antike aßen die Griechen und Römer Insekten und ihre Larven, zum Beispiel Bienen und Zikaden. Holzbohrerraupen (lateinisch cossus) galten bei Griechen und Römern (besonders bei Epikureern) als Delikatesse. Sie wurden teilweise mit Mehl gemästet. Allerdings können unter dem Begriff auch andere Raupen holzfressender Schmetterlinge und auch Engerlinge von Käfern wie die des Hirschkäfers (Lucanus cervus) subsumiert worden sein.
https://www.dineinsects.de/essbare-insekten

ist ja vielleicht eine ALternative um sich, bei steiegnden Lebensmittelpreisen, noch das Hobby "Münzen" leisten zu können


LG

Michael
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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 22:51

Nomeis hat geschrieben:
So 19.06.22 21:24
Freut mich sehr ,daß Du den Dachs nicht verspeisen willst . Ich lebe in und mit der Natur ,wodurch manchmal Probleme
entstehen . Ich möchte aber nicht ohne die Natur leben . Hoffentlich kommst Du mit Deinem Dachs gut zurecht ,wäre ja
Spannend ihn mal zu sehen . Gruß Nomeis
Er verhindert gelegentlich das Einschlafen, ansonsten: keine Probleme.

Ich habe sogar spontan überlegt, eine Wildkamera zu kaufen... Evtl. gibt es dann einmal Bilder.
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Re: Stammtisch

Beitrag von Numis-Student » So 19.06.22 22:52

Wurzel hat geschrieben:
So 19.06.22 22:04
Hier ein Rezept für Fledermaus aus Österreich, als Wiener solltest Du an die Zutaten ja kommen und Fledermäuse hast du schon:

https://www.ichkoche.at/gekochte-fleder ... ept-173912

Hirschkäfer lassen sich wohl zu Mehl verarbeiten, welches man für Nudeln verwenden kann. Die Engerlinge von Hirschkäfern wurden jedenfalls in der Vergangenheit gegessen:
Bereits ca. 700 v. Chr. wurde in einer assyrischen Darstellung ein Festmahl mit Heuschrecken als Delikatessen abgebildet. Sowohl die Bibel als auch der Koran enthalten Hinweise auf das Essen von Heuschrecken. Auch in der Antike aßen die Griechen und Römer Insekten und ihre Larven, zum Beispiel Bienen und Zikaden. Holzbohrerraupen (lateinisch cossus) galten bei Griechen und Römern (besonders bei Epikureern) als Delikatesse. Sie wurden teilweise mit Mehl gemästet. Allerdings können unter dem Begriff auch andere Raupen holzfressender Schmetterlinge und auch Engerlinge von Käfern wie die des Hirschkäfers (Lucanus cervus) subsumiert worden sein.
https://www.dineinsects.de/essbare-insekten

ist ja vielleicht eine ALternative um sich, bei steiegnden Lebensmittelpreisen, noch das Hobby "Münzen" leisten zu können


LG

Michael
Hier hatten wir tatsächlich einmal überlegt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Maikäfersuppe
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

T........s

Re: Stammtisch

Beitrag von T........s » So 19.06.22 23:10

In Ägypten gab es auf dem Markt frittierte Heuschrecken in der Papiertüte zum mitnehmen als Snack. Schmeckten wie Erdnuss Flips. Mehr als zwei habe ich aber dennoch nicht hinunter bekommen…

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