Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Numis-Student
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Numis-Student » Fr 26.08.22 19:35

prieure.de.sion hat geschrieben:
Fr 26.08.22 11:16

PS: Vielleicht wollen die Moderatoren den Teil ja Richtung "Bauchnabel" Thread verschieben - denn seit etwa 1, 2 Seiten hat das nichts mehr mit Ebay Angeboten zu tun. Und verwässert den Thread nur (wieder). Mein Vorschlag.

Und ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben - ja Vorsätze und Vorsätze einhalten - das ist eines meiner Laster...
Da in dieser Diskussion doch immer wieder vcoins und auch teilweise einzelne Münzen auf vcoins auftauchen, lasse ich diese Diskussion im Zusammenhang stehen. Natürlich gibt es Beiträge, die ich tendenziell eher auf die Spielwiese legen würde, aber das jetzt einzeln Antwort für Antwort zu sezieren, lohnt den Aufwand nicht. Immerhin geht es ja doch teilweise um Online-Angebote antiker/römischer Münzen.

MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von prieure.de.sion » Fr 26.08.22 19:54

Numis-Student hat geschrieben:
Fr 26.08.22 19:35
Immerhin geht es ja doch teilweise um Online-Angebote antiker/römischer Münzen.
Passt scho... dann hier paar Links zum Thema.


Wer hier wirklich Herzflattern bekommt wegen meinen +/- 50 Euro / USD in meinem Shop - hier was zum diskutieren - eben im US Markt läuft die Stacks & Bowers Auktion. ja sind schöne Stücke - aber hier mal was da "drüben übern See" aufgerufen wird.

Caesar Elefanten Denar:
https://www.biddr.com/auctions/stacksbo ... &l=3130668
Zuschlag: 4.800 USD

Domitian Denar:
https://www.biddr.com/auctions/stacksbo ... &l=3130731
Zuschlag: 4.320 USD

Das sind Preise :D ....

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von kc » Fr 26.08.22 20:03

Ja , teures Plastik würde ich sagen...halt AU mit Sternchen. Das zeigt wieder, dass es da eine ganz andere Denke zu geben scheint. Kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber läuft wohl ;)

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Stefan_01
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Stefan_01 » Fr 26.08.22 21:13

Ja, graden zahlt sich aus.

Insbesondere in Amerika sind es die Sammler gewohnt.

Hier wird alles gegradet. Vom Comic über Baseball Karte bis zur Münze.

Ich für meinen Teil mache kein Geheimnis draus. Für mich ist es das beste System. Und ich finde auch die Aufbewahrung wundervoll.

Jeder wie er möchte.
Aber egal ob Schuber, Münzkabinett, Münzkapsel, oder sonstwas. Nur eine schöne Münze darin macht es schön.🤓
MFG

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von kc » Sa 27.08.22 07:48

Bezüglich der Aufbewahrungsform finde ich die Slabs auch sehr gut. Das Grading ist aber ein schwieriges Thema. Es ist einfach kein Verlass darauf und oftmals liegt es nur an der eigenen Meinung des Experten. Eine Garantie darauf hat man nicht. Ein Sternchen kann aber schon große Preissprünge verursachen, das scheint vielen Sammlern aber egal zu sein. Da kann schnell Geld verbrannt werden.

VG
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Stefan_01 » Sa 27.08.22 08:38

Das mit der Garantie ist immer so eine Sache.
Bei Auktionshäusern und Händlern genauso.

Ich hatte schon Streitfälle die unschön waren und so viel Zeit gekostet haben, das ich mir gleich eine neue Münze kaufen hätte können.
Da gibt es dann immer verschiedene Experten mit verschiedenen Meinungen bezüglich Echtheit, Bearbeitung ect.

Wenn eine Münze bei NGC eingekapselt wird, so kann man schon mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das sie Echt ist.

Bearbeitungen werden zudem sehr gut erkannt !

Glättungen, Schnitzereien, falsche Patina ect.

Ich mache es immer so. Ich kaufe meine Münzen aus vertrauenswürdigen Quellen.
Dann begutachte ich die Münzen persönlich bis ins kleinste Detail ( Mikroskoo, UV Licht, Stempelvergleich, Stil ect. )

Wenn ich der Meinung bin das alles O.k ist geht die Münze noch an NGC.

Mit dieser 3 Punkte Regel kann ich mir dann zu 99 Prozent sicher sein das die Münzen in Ordnung sind.

Eine 100 Prozentige Garantie wird es nur in den seltensten Fällen geben.

Auxh bei Auktionshäusern sehr schwierig.
Ixh denke mal daran das man jetzt sammslt und dann sagen wir mal im Alter ein Teil der Sammlung abgeben möchte.

Kommt man dann drauf das eine Münze nach 20 Jahren falsch ist dann wäre ich gespannt ob das Auktionshaus die Münze zurücknimmt.

Auch beim Händler. Was wenn es ihn nach 20 Jahren nicht mehr gibt, oder nach 5 Jahren ?.

Und bei NGC bringen Sternchen, Fine Style ect. angaben schon öfters Preisanstiege. Schließlich sind das ja keine Neulinge oder 0815 Leute. Die sehen von den Münzen unmengen. Und wenn eine irgendwie hervorsticht, so wird das vermerkt.

Gibt auch Auktionshäuser die zb. in der Beschreibung feiner Stil oder so schreiben. Schlussendlich ist es immer nur eine Meinung eines Experten....

Aber ich sag ja immer. Wenn alle den gleichen Geschmack hätten. Dann würde jeder das selbe machen.

Man könnte sich auch darum streiten ob Pizza oder Pasta besser schmeckt. 🕺🏻
MFG

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Altamura2 » Sa 27.08.22 09:48

Stefan_01 hat geschrieben:
Sa 27.08.22 08:38
... Wenn alle den gleichen Geschmack hätten. Dann würde jeder das selbe machen. ...
So ist das wohl. Bei Dir klingt das jetzt aber alles irgendwie so, als ob Du eigentlich nicht Münzen sammelst, sondern NGC-Bewertungen :wink: .

Schon rein aus geschmacklichen Erwägungen finde ich die Slabs monströs :| . Wie kann man eine antike Münze in solch ein Plastikteil mit groß aufgedruckten Nummern und Barcodes stecken, mit einem NGC-Logo drauf, das oft größer ist als die Münze selbst?
Bei mir sträubt sich da alles 🤮.

Gruß

Altamura

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Stefan_01 » Sa 27.08.22 10:06

Nein, ich sammle natürlich die Münzen.👍

Das gleiche gilt ja auch bei den Münzen selbst.

Für den einen ist eine bestimmte Münze wunderschön, für den anderen grottenhässlich.

Dem einen ist es egal wenn ein Sesterz geglättet ist, den anderen nicht. usw.

Das mit dem NGC Logo, Barcode ect. ist Absicht. Sie verändern es auch von Zeit zu Zeit. Hologrammlogo. Es geht da um die Fälschungssicherheit der Slabs.

Denn diese werden ja auch gefälscht. Deshalb braucht es diverse Sicherheitsmerkmale.

Ich respektiere alle Seiten.
Wertverlust ist es in keinem Fall, wenn nur ein Gewinn.

Wenn einem Käufer der Slab nicht gefällt, so kann man den aufknacken und die Münze rausholen und hat dann immer noch den Beizettel.

Ich zahle gerne für den Service. Andere Menschen versaufen oder verrauchen das Geld. Ich zahl halt fürs graden.

Und bin glücklich.
MFG

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 27.08.22 13:46

Und was zahlst Du da pro Münze? Mußt Du die nach Amerika schicken? Und wartest Du immer, bis Du zwanzig beisammen hast, oder schickst Du jede einzeln weg?

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Stefan_01 » Sa 27.08.22 14:05

Nein, ich sende sie an die Zweigstelle in München.

ngccoin.de

NGC hat da ein Europäisches Einreichungszentrum.

Ich warte natürlich immer einige Münzen zusammen.

Es gibt verschiedene Kategorien.

Für Antike Münzen gibt es Economy. Kostet 30 Euro pro Münze. Hier erhält man nur eine Erhaltungsbewertung ohne Unterkategorie. gilt für Münzen mit einem Wert bis 300 Euro

Für Münzen bis 3000 Euro gibt es Standart. kostet 52 Euro pro Münze.
Hier erfolgt dann auch die Unterkategorien mit Strike und
Surface.

usw. kann man hier nachlesen

https://www.ngccoin.de/submit/services-fees/ngc/

https://www.ngccoin.de/contact/#global

Also zusammengefasst: NGC hat in Deutschland das Europäische Einreichungszentrum.

Mann muss sich registrieren und eine Jährliche Mitglidschaft zahlen von ca 30 USD um selbst einreichen zu können. ( so mache ich es ). oder man kann über einen NGC Partner einreichen. Was für mich keinen Sinn macht, da diese ja auch eine Servicepauschale verlangen...

Also wenn man dann Einreicht gibt es ein Formular zum Ausfüllen und man schickt dann alles ans Büro in München.

Die kümmern sich dann um alles weitere. Die Münzen werden dann von dort aus in die USA weitergeleitet und die Einreichungsformulare auf korrektheit geprüft.

Wenn die Münzen dann zurückkommen nach München, kann man sie entweder persönlich abholen oder an sich zurücksenden lassen.

Das bedeutet man muss sich weder um Zoll noch Versand in USA noch sonstwas kümmern...

Natürlich mag das für den ein oder anderen nach viel Geld anhören. Ich muss dazusagen das ich nir Qualität sammle. Für Sammler die viele 30-70 Euro Münzen in ihren Sammlungen haben wird sich das freilich nicht lohnen.

Man sollte das schon nur mit Stücken machen wo es sich lohnt. Wenn man zb. eine Münze für 2000 Euro hat, so wird es auf die 52 Euro auch nicht ankommen.

Und wenn man eine sehr schöne Münze für 250 Euro gekauft hat, so wird man auch die 30 Euro Economy grading haben...
MFG

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 27.08.22 14:46

Bitte betrachte das nicht als Kritik an Dir; jedem Tierchen sein Pläsierchen, und die Zukunft wird's zeigen - es kann gut sein, daß Du derjenige bist, der alles richtig macht.

Aber für mich hat das gerade bei antiken Münzen so gar nichts mehr mit Sammeln zu tun. Das "Grading and Slabbing" hat sich in Amerika entwickelt, wo es einen irrsinnigen Markt für US-Münzen gibt, bei dem kleinste Erhaltungsunterschiede Riesen-Preissprünge ausmachen. Dort übernimmt übrigens NGC auch eine Echtheitsgarantie, was die Firma bei antiken Münzen nicht tut.

Bei antiken Münzen erinnert mich das entfernt an den ostfriesischen Trickbetrüger bei Otto, der den Leuten in den Geldbeutel guckt, bestätigt, wieviel drin ist, und dafür eine Gebühr von 10% verlangt. (Ottos Warnung: Angemessen sind höchstens 5%).

Homer
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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von kc » Sa 27.08.22 14:50

Stefan_01 hat geschrieben:
Sa 27.08.22 10:06
Nein, ich sammle natürlich die Münzen.👍

Das gleiche gilt ja auch bei den Münzen selbst.

Für den einen ist eine bestimmte Münze wunderschön, für den anderen grottenhässlich.

Dem einen ist es egal wenn ein Sesterz geglättet ist, den anderen nicht. usw.

Das mit dem NGC Logo, Barcode ect. ist Absicht. Sie verändern es auch von Zeit zu Zeit. Hologrammlogo. Es geht da um die Fälschungssicherheit der Slabs.

Denn diese werden ja auch gefälscht. Deshalb braucht es diverse Sicherheitsmerkmale.

Ich respektiere alle Seiten.
Wertverlust ist es in keinem Fall, wenn nur ein Gewinn.

Wenn einem Käufer der Slab nicht gefällt, so kann man den aufknacken und die Münze rausholen und hat dann immer noch den Beizettel.

Ich zahle gerne für den Service. Andere Menschen versaufen oder verrauchen das Geld. Ich zahl halt fürs graden.

Und bin glücklich.
Meiner Ansicht nach gibt es aber mehrere Probleme. Ich halte eine Münze lieber direkt in der Hand ,damit ich sie besser betrachten und fühlen kann. Es ist möglich, die Slabs zu öffnen, nur weiß ich dann nicht, ob sich die Münze dann noch als geslabbt verkaufen lässt, wenn ich sie mal loswerden möchte. Da wäre die NGC Bewertung sicher nicht mehr gültig. Und dann kommt noch die Unsicherheit mit den gefälschten Slabs hinzu. Selbst wenn es einige Sicherheitsmerkmale gibt, schwingen da doch immer noch ein paar Zweifel mit (würde mir zumindest so gehen). Die Slabs aufzuknacken macht auch nur Sinn, wenn ich die Teile hasse. Die Sammler, die die horrenden Preise für die Bewertung zahlen, werden die Slabs aber nicht öffnen. Die Bewertungen sind für mich zu willkürlich (ein Sternchen ist schnell vergeben - so ganz von der Stimmung abhängig - Ja was nehmen wir denn mal, tüdelü, MS 4/5 oder doch lieber MS 5/5? Ach wat, im Sonnenschein sieht das Stück gleich viel besser aus, 5/5 ). Die Erhaltungseinstufungen sind zu fein, dabei gehen die Preise aber exponentiell bei den höheren Graden nach oben. Ich kann verstehen, wenn sich Anfänger erstmal darauf konzentrieren überhaupt echte Münzen zu kaufen und daher die geslabbten Münzen bevorzugen. Aber mit zunehmendem Wissen würde ich die Dinger meiden. Ich kann auch selbst einschätzen, ob eine Münze geschnitzt, geglättet oder repatiniert wurde. Da brauche ich keine Meinung teuer einzukaufen :wink:

Gruß
kc

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Stefan_01 » Sa 27.08.22 15:21

Also wenn man bereits mal moderne Münzen gesammelt hat, weiß man das die Erhaltungsbewertung sehr strengen Richtlininen unterzogen sind.

Da wird schon genau geschaut welches Grading man erhält und es ist nicht von der Stimmung abhängig...

Alle Münzen werden unter gleichen Licht, Bedinungen begutachtet.

https://youtu.be/mfrNM6_Bsfw
https://youtu.be/pr-O3M_nss4

Aber wir bereits gesagt. Man könnte ewig disskutieren was jetzt besser ist.

Eines kann ich dir garantieren. In Sachen Erkennung von Bearbeitungen von Münzen spielen die ganz weit Vorne mit.
MFG

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von prieure.de.sion » Sa 27.08.22 16:01

Stefan_01 hat geschrieben:
Sa 27.08.22 15:21
Aber wir bereits gesagt. Man könnte ewig disskutieren was jetzt besser ist.
Gibt es überhaupt ein besser? Oder einfach nur individuelle Vorlieben der einzelnen Sammler und jeder soll mit dem glücklich werden - was er mag?

Ich finde es gut, dass es so eine Stelle überhaupt gibt, die so etwas anbietet. Und dem es gefällt - der soll das auch gerne nutzen. Ich werde doch von niemanden gezwungen es ebenso zu nutzen. Es ist eine optionale Sache. Jeder kann für sich entscheiden, welchen Weg er gehen mag. Auch wenn ich die Slabs nicht mag - finde ich dennoch gut, dass es für Sammler diese Auswahl an Möglichkeiten gibt. Auch wenn ich die Slabs nicht nutze - muss ich sie deswegen nicht verteufeln.

;)

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Re: Einschätzung von Ebay- und ähnlichen Angeboten

Beitrag von Altamura2 » Sa 27.08.22 17:03

Homer J. Simpson hat geschrieben:
Sa 27.08.22 14:46
... Bei antiken Münzen erinnert mich das entfernt an den ostfriesischen Trickbetrüger bei Otto, der den Leuten in den Geldbeutel guckt, bestätigt, wieviel drin ist, und dafür eine Gebühr von 10% verlangt. ...
So sieht's aus, sehr passender Vergleich :D .
Stefan_01 hat geschrieben:
Sa 27.08.22 15:21
... Da wird schon genau geschaut welches Grading man erhält und es ist nicht von der Stimmung abhängig...
Wobei es da aber auch schon Grading-Optimierer gibt, die ihr Teil (muss keine Münze sein) mehrfach einreichen, bis ihnen die ermittelte Qualität zusagt. So völlig objektiv ist das also nicht, und auf die Werbefilmchen der Profiteure würde ich mich da nicht verlassen :? . In der Werbung sieht immer alles toll aus. Man sollte da vielleicht mal die Stiftung Warentest losschicken 8) .

Für mich ist das vor allem Geldschneiderei, die momentan mit Macht in den Markt gedrückt wird und ihren Teil zur nächsten Blase beiträgt.
Ich kann nur nochmal empfehlen, sich dieses Video hier anzuschauen, in dem die Mechanismen schön erklärt werden (anhand von unverpackten alten Viedospielen; ja, sowas sammeln manche auch :D ): https://www.youtube.com/watch?v=rvLFEh7V18A

Diese Bewertungen treiben insgesamt die Preise nach oben, die zusätzliche Dienstleistung will ja bezahlt werden. Und je größer der Marktanteil an gegradeted Münzen ist, desto weniger habe ich die freie Wahl, ob ich das will oder nicht :? .
Das ist wie im Internet, wo man ohne Anmeldung und Preisgabe persönlicher Daten fast nirgendwo mehr etwas ausrichten kann. Nicht, weil das dem Verbraucher so viele Vorteile bringt, sondern weil die Großen im Markt das für sich so beschlossen und durchgedrückt haben, aus finanziellem Eigeninteresse.

Auch sehr empfehlenswert ist der Artikel von Heinz Tschachler, "When the Magic Has Gone: Coin Collecting and the Senses", AJN 32, 2020, S. 415-450: https://www.jstor.org/stable/27113065 (man benötigt einen Zugang zu JSTOR :? , aber mancher hat den vielleicht).
Dort wird das Phänomen sozusagen aus sozio-psychologischer Sicht abgehandelt (Tschachler stammt aus Österreich, der Heimat der Psychoanalyse :D ).

Gruß

Altamura

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