Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
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Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Liebe Münzfreunde- und -experten!
Ich erfreue mich an zwei Trierer Folles aus der Herrschaftszeit von Constantin I.
Ich denke, ich bin bei der Bestimmung schon recht weit gekommen, blicke aber angesichts der Vielzahl von Varianten nicht so weit durch, dass ich die RIC Nr. ermitteln kann. Hier folgt der erste:
18 mm breit/ 20 mm hoch - 2,85 g
Avers: CON(...) - TINUS AVG
Büste nach rechts mit Helm
Revers: BEATA TRAN - QVILLITAS
VO - TIS - XX als Inschrift auf Altar, darauf Globus, über diesem drei Sterne
Münzzeichen: STR (ohne Dots oder andere Beizeichen)
Ich freue mich über jeden Hinweis und jede Hilfe - und auch über Korrekturen!
Mit herzlichen Grüßen,
Jens
Ich erfreue mich an zwei Trierer Folles aus der Herrschaftszeit von Constantin I.
Ich denke, ich bin bei der Bestimmung schon recht weit gekommen, blicke aber angesichts der Vielzahl von Varianten nicht so weit durch, dass ich die RIC Nr. ermitteln kann. Hier folgt der erste:
18 mm breit/ 20 mm hoch - 2,85 g
Avers: CON(...) - TINUS AVG
Büste nach rechts mit Helm
Revers: BEATA TRAN - QVILLITAS
VO - TIS - XX als Inschrift auf Altar, darauf Globus, über diesem drei Sterne
Münzzeichen: STR (ohne Dots oder andere Beizeichen)
Ich freue mich über jeden Hinweis und jede Hilfe - und auch über Korrekturen!
Mit herzlichen Grüßen,
Jens
Zuletzt geändert von Archivar am Do 27.11.25 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Nabend!
Ich versuche es mal...
https://numismatics.org/ocre/id/ric.7.tri.316
Sollte aber jemand nochmal bestätigen.
BG
Dittsche
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https://numismatics.org/ocre/id/ric.7.tri.316
Sollte aber jemand nochmal bestätigen.
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Dittsche
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Hallo Jens,
dieses Detail bitte noch einmal ganz kritisch prüfen
MR
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Schon geschehen und oben korrigiert. Da habe ich tatsächlich ein wichtiges "N" unterschlagen ...Numis-Student hat geschrieben: ↑Do 27.11.25 23:35Hallo Jens,
dieses Detail bitte noch einmal ganz kritisch prüfen
MR
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Hallo
Dieses Exemplar würde ich RIC 316,S zuordnen.
https://numismatics.org/ocre/id/ric.7.tri.316
VG Laurentius
PS: Dittsche war schneller, gerade gesehen, lg
Dieses Exemplar würde ich RIC 316,S zuordnen.
https://numismatics.org/ocre/id/ric.7.tri.316
VG Laurentius
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"CARPE DIEM"
Konstantinische Dynastie, Münzstätte Trier:
https://www.forumancientcoins.com/galle ... album=7436
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Danke Dittsche! Danke Laurentius!
Ich habe mich etwas in den uralten, 7. Band von "Roman imperial Coins" (RIC VII, 1966 erschienen!) vertieft und bin davon überzeugt, dass ihr Recht habt: Es ist RIC VIII Trier 316,S
Die "Büstentypen" (ist das auf Deutsch der übliche Begriff?) im RIC VII zu finden (S. 88ff.) und dann auseinanderzuhalten ist tatsächlich schon etwas für Fortgeschrittene. Ich glaube, dass ich bei den meisten Münzen Schwierigkeiten hätte, die verschiedene D-Typen (mit Helm) auseinanderzuhalten. Aber für BEATA TRAN - QVILLITAS unter Constantin I. gibt es bei den Münzzeichen ohne "Dots" oder andere Beizeichen (die 321 geprägt worden sein sollen) im RIC VII nur den Typ D2 (S. 190-191). Das muss er also sein.
Und da die Inschrift auf dem Altar auf meiner Münze VO-TIS-XX lautet und nicht VOT-IS-XX (RIC VII Trier 303) ist es eben RIC VII Trier 316 mit Münzzeichen STR.
Ich weiß, dass die 60 Jahre alten Angaben über die Seltenheit im RIC VII keine Bedeutung mehr haben. Aber da hier RIC VII Trier 303 mit c3 (PTR) und c3 (STR) angegeben sind und RIC VII Trier 316 mit r3 (PTR) und sogar mit r4 für "meinen" STR, muss ich doch neugierig nachfragen: Wie häufig oder selten ist diese Münze Eurer Einschätzung nach? Ist 303 deutlich häufiger als 316? Oder interessiert so etwas sowieso nur sehr wenige Spezialsammler während die meisten sich mit einer Bestimmung wie "Kampmann 136.120" zufrieden geben?
Mit herzlichen Grüßen,
Jens
Ich habe mich etwas in den uralten, 7. Band von "Roman imperial Coins" (RIC VII, 1966 erschienen!) vertieft und bin davon überzeugt, dass ihr Recht habt: Es ist RIC VIII Trier 316,S
Die "Büstentypen" (ist das auf Deutsch der übliche Begriff?) im RIC VII zu finden (S. 88ff.) und dann auseinanderzuhalten ist tatsächlich schon etwas für Fortgeschrittene. Ich glaube, dass ich bei den meisten Münzen Schwierigkeiten hätte, die verschiedene D-Typen (mit Helm) auseinanderzuhalten. Aber für BEATA TRAN - QVILLITAS unter Constantin I. gibt es bei den Münzzeichen ohne "Dots" oder andere Beizeichen (die 321 geprägt worden sein sollen) im RIC VII nur den Typ D2 (S. 190-191). Das muss er also sein.
Und da die Inschrift auf dem Altar auf meiner Münze VO-TIS-XX lautet und nicht VOT-IS-XX (RIC VII Trier 303) ist es eben RIC VII Trier 316 mit Münzzeichen STR.
Ich weiß, dass die 60 Jahre alten Angaben über die Seltenheit im RIC VII keine Bedeutung mehr haben. Aber da hier RIC VII Trier 303 mit c3 (PTR) und c3 (STR) angegeben sind und RIC VII Trier 316 mit r3 (PTR) und sogar mit r4 für "meinen" STR, muss ich doch neugierig nachfragen: Wie häufig oder selten ist diese Münze Eurer Einschätzung nach? Ist 303 deutlich häufiger als 316? Oder interessiert so etwas sowieso nur sehr wenige Spezialsammler während die meisten sich mit einer Bestimmung wie "Kampmann 136.120" zufrieden geben?
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Den meisten Sammlern, die "quer durch die Kaiserzeit" sammeln, reicht es, ein paar hübsche Münzen von Constantin I. zu haben. Andere wollen dann einmal SOLI INVICTO, einmal BEATA TRANQVILLITAS etc., nur ganz wenige von jedem dieser Typen einen Beleg jeder Münzstätte.
Und nur ganz wenige Spezialsammler sammeln gezielt zB nur Trier, oder ALLE Spätrömer nach Beizeichen komplett.
Und nur ganz wenige Spezialsammler sammeln gezielt zB nur Trier, oder ALLE Spätrömer nach Beizeichen komplett.
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
@ Malte
Volle Zustimmung!
@ Jens
Super recherchiert.
Man kann davon ausgehen, das eine damals als "R" eingestufte Münze immer noch seltener ist, als eine mit
"C" definierte Münze. Deshalb nehme ich diese Ergänzung gerne gleichwohl bei einer Bestimmung hinzu.
VG Laurentius
Volle Zustimmung!
@ Jens
Super recherchiert.
Genauso ist es. Die "Seltenheitsangaben" sind lange überholt. Aber meines Erachtens gibt es oft immer noch eine Verhältnismäßigkeit.Ich weiß, dass die 60 Jahre alten Angaben über die Seltenheit im RIC VII keine Bedeutung mehr haben.
Man kann davon ausgehen, das eine damals als "R" eingestufte Münze immer noch seltener ist, als eine mit
"C" definierte Münze. Deshalb nehme ich diese Ergänzung gerne gleichwohl bei einer Bestimmung hinzu.
VG Laurentius
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Ich hab es schon öfters gepostet
Die „alten“ RIC Bände wurden fast ausschließlich auf Basis der in den großen Museen befindlichen Münzen zusammengestellt. Diesen reichte es natürlich, von jeder Offizin genau eine Münze in den Bestand zu nehmen - und damit war die dann im Zweifelsfall R5. Diese Seltenheitsangaben bei der Mehrzahl der Bronzen hatte schon vor xxxJahren keine Relevanz - und heute noch viel weniger.
Wie üblich bestätigen Ausnahmen die Regel
Grüße
Klaus
Die „alten“ RIC Bände wurden fast ausschließlich auf Basis der in den großen Museen befindlichen Münzen zusammengestellt. Diesen reichte es natürlich, von jeder Offizin genau eine Münze in den Bestand zu nehmen - und damit war die dann im Zweifelsfall R5. Diese Seltenheitsangaben bei der Mehrzahl der Bronzen hatte schon vor xxxJahren keine Relevanz - und heute noch viel weniger.
Wie üblich bestätigen Ausnahmen die Regel
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Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Die BEATA-TRANQVILLITAS-Folles weisen eine große Vielfalt an Ausschmückungen der verschiedenen Büstenvarianten auf. So finden sich figürliche Darstellungen auf der Brust, auf dem Helm oder auch auf dem Schild, was manche dieser Stücke sehr begehrt und damit hochpreisig macht.
Bei der Untersuchung des Helms auf der Münze von Jens ist jedoch nur eine "stilisiert" wirkende Rankenverzierung zu erkennen. Zschucke (1) weist bei einem ähnlichen Typus (H1) auf ein kleines Christogramm-Symbol auf dem Helm hinter dem Ohr hin (siehe Photo). Leider scheint der Follis von Jens jedoch keinerlei Besonderheiten aufzuweisen, wenn ich mich nicht irre.
(1) Carl-Friedrich Zschucke, Die römische Münzserie BEATA TRANQUILLITAS in der Prägestätte Trier 321-323, in. Kleine numismatische Reihe der Trierer Münzfreunde e. V., Band 13, Nettetal 1987 und Trier 2003, S. 83.
Bei der Untersuchung des Helms auf der Münze von Jens ist jedoch nur eine "stilisiert" wirkende Rankenverzierung zu erkennen. Zschucke (1) weist bei einem ähnlichen Typus (H1) auf ein kleines Christogramm-Symbol auf dem Helm hinter dem Ohr hin (siehe Photo). Leider scheint der Follis von Jens jedoch keinerlei Besonderheiten aufzuweisen, wenn ich mich nicht irre.
(1) Carl-Friedrich Zschucke, Die römische Münzserie BEATA TRANQUILLITAS in der Prägestätte Trier 321-323, in. Kleine numismatische Reihe der Trierer Münzfreunde e. V., Band 13, Nettetal 1987 und Trier 2003, S. 83.
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mit freundlichem Gruß
IVSTVS
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Lieber Justus! (und liebe hilfreiche Mitleser und Experten)
Ganz großen und herzlichen Dank für Deinen Hinweis! Ich war gerade gestern Abend per Wikipedia auf die beachtliche "Beata Tranquillitas"- Sammlung von Carl-Friedrich Zschucke (875 Münzen!) und die von ihm verfasste Spezialliteratur zu den in Trier geprägten Stücken gestoßen. Allerdings weicht die auf der Wikipedia-Seite genannte bibliographische Angabe ein wenig von der von Dir genannten ab. Ich nehme an, dass es sich da um zwei Varianten derselben Arbeit (oder sollte man besser sagen, desselben Spezialkatalogs?) handelt.
Die römische Münzserie Beata Tranquillitas in der Prägestätte Trier 321–323. Petermännchen-Verlag, Trier 2004, ISBN 3-923575-40-8.
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl-Friedrich_Zschucke
Ich werde mir bei Zeit und Gelegenheit (berufliche Pflichten gehen tagsüber vor) diesen "Katalog" mal in der Bibliothek des Berliner Münzkabinetts anschauen und dabei auch diese wichtige Bibliothek vor meiner Haustür kennenlernen. Ich freue mich schon sehr darauf! Da es sehr gut möglich ist, dass es einige Wochen dauert, bis das möglich sein wird und ich sehr neugierig (und manchmal ungeduldig) bin, würde ich mich sehr freuen, wenn jemand für mich mal schauen könnte, was Zschucke generell zu RIC VII Trier 316 schreibt. Oder hat er die einzelnen Typen nach ganz anderen Kriterien geordnet?
Wie ihr ja sicherlich schon gemerkt habt, bin ich jemand, der es meist ganz genau wissen möchte.
Mich interessieren alle noch so kleinen Details und ihre numismatische, ikonographische und historische Bedeutung. Und ich liebe Detailvergleiche und entsprechende Katalogisierungen 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir in absehbarer Zeit (neben einem Aufbau einer gewissen "Grundsammlung" der spätrömischen Folles) 1-3 spezielle Münztypen oder Themen aussuchen werde und mich in diese dann sammelnd und analysierend vertiefen möchte. Noch bin ich nicht soweit erste, vorläufige Entscheidungen zu treffen. Aber Interessen und Vorlieben beginnen sich zu entwickeln.
Zu den "Seltenheitsangaben" in RIC VII (und anderen alten Ric-Bänden) ist hier im Forum ja in der Tat schon einiges geschrieben worden. Ich verstehe, dass diese Angaben praktisch ohne Wert sind und warum dies so ist. Meine Frage ist nun aber: Wie beurteilt ihr (wenn ihr auf Auktionen, im Internet oder auf Münzbörsen unterwegs seid oder in einer Münzhandlung etwas seht) die 1) Seltenheit und 2) den Wert einer Münze? Gibt es da Hilfsmittel Kataloge, Datenbanken), die ihr nutzt? welche Vor- und Nachteile haben diese? Ist Roman "Coins and their values" von David R. Sear brauchbar und halbwegs zuverlässig? Ich suche etwas, was deutlich detaillierter ist als das sehr gute Buch von Ursula Kampmann ("Die Münzen der römischen Kaiserzeit). Sie gibt auf S. 413 unter 136.120 summarisch zu "BEAT(A) TRANQ(VIL)LITAS Globus auf Altar, darauf VOTIS XX, darüber drei Sterne" den Wert mit 0 (s), 10 (ss) und 40 Euro (vz) an und druckt dazu (glaube ich) ein Bild von RIC VII Trier 368,S ab. Damit gehört dieser Typ "nach Kampmann" zu den 18 häufigsten (besser: denjenigen mit dem geringsten Marktwert) Folles-Typen unter 105 genannten Folles Typen, die unter Constantin I. als Augustus geprägt wurden.
Mit herzlichen Grüßen,
Jens
Ganz großen und herzlichen Dank für Deinen Hinweis! Ich war gerade gestern Abend per Wikipedia auf die beachtliche "Beata Tranquillitas"- Sammlung von Carl-Friedrich Zschucke (875 Münzen!) und die von ihm verfasste Spezialliteratur zu den in Trier geprägten Stücken gestoßen. Allerdings weicht die auf der Wikipedia-Seite genannte bibliographische Angabe ein wenig von der von Dir genannten ab. Ich nehme an, dass es sich da um zwei Varianten derselben Arbeit (oder sollte man besser sagen, desselben Spezialkatalogs?) handelt.
Die römische Münzserie Beata Tranquillitas in der Prägestätte Trier 321–323. Petermännchen-Verlag, Trier 2004, ISBN 3-923575-40-8.
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl-Friedrich_Zschucke
Ich werde mir bei Zeit und Gelegenheit (berufliche Pflichten gehen tagsüber vor) diesen "Katalog" mal in der Bibliothek des Berliner Münzkabinetts anschauen und dabei auch diese wichtige Bibliothek vor meiner Haustür kennenlernen. Ich freue mich schon sehr darauf! Da es sehr gut möglich ist, dass es einige Wochen dauert, bis das möglich sein wird und ich sehr neugierig (und manchmal ungeduldig) bin, würde ich mich sehr freuen, wenn jemand für mich mal schauen könnte, was Zschucke generell zu RIC VII Trier 316 schreibt. Oder hat er die einzelnen Typen nach ganz anderen Kriterien geordnet?
Wie ihr ja sicherlich schon gemerkt habt, bin ich jemand, der es meist ganz genau wissen möchte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir in absehbarer Zeit (neben einem Aufbau einer gewissen "Grundsammlung" der spätrömischen Folles) 1-3 spezielle Münztypen oder Themen aussuchen werde und mich in diese dann sammelnd und analysierend vertiefen möchte. Noch bin ich nicht soweit erste, vorläufige Entscheidungen zu treffen. Aber Interessen und Vorlieben beginnen sich zu entwickeln.
Zu den "Seltenheitsangaben" in RIC VII (und anderen alten Ric-Bänden) ist hier im Forum ja in der Tat schon einiges geschrieben worden. Ich verstehe, dass diese Angaben praktisch ohne Wert sind und warum dies so ist. Meine Frage ist nun aber: Wie beurteilt ihr (wenn ihr auf Auktionen, im Internet oder auf Münzbörsen unterwegs seid oder in einer Münzhandlung etwas seht) die 1) Seltenheit und 2) den Wert einer Münze? Gibt es da Hilfsmittel Kataloge, Datenbanken), die ihr nutzt? welche Vor- und Nachteile haben diese? Ist Roman "Coins and their values" von David R. Sear brauchbar und halbwegs zuverlässig? Ich suche etwas, was deutlich detaillierter ist als das sehr gute Buch von Ursula Kampmann ("Die Münzen der römischen Kaiserzeit). Sie gibt auf S. 413 unter 136.120 summarisch zu "BEAT(A) TRANQ(VIL)LITAS Globus auf Altar, darauf VOTIS XX, darüber drei Sterne" den Wert mit 0 (s), 10 (ss) und 40 Euro (vz) an und druckt dazu (glaube ich) ein Bild von RIC VII Trier 368,S ab. Damit gehört dieser Typ "nach Kampmann" zu den 18 häufigsten (besser: denjenigen mit dem geringsten Marktwert) Folles-Typen unter 105 genannten Folles Typen, die unter Constantin I. als Augustus geprägt wurden.
Mit herzlichen Grüßen,
Jens
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Chippi
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Hallo Jens, der Sear ist wie Kampmann, bei weitem nicht vollständig und dazu viel älter und überholter als der Kampmann. So alt er auch ist, der RIC ist immer noch die umfassendenste Darstellung der Münztypen.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Re: Trierer Follis unter Constantin I.: BEATA TRAN - QVILLITAS
Da geht es bei mir in gewisser Weise nach Erfahrung: Der Nachteil ist dabei, dass jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln muss.Archivar hat geschrieben: ↑Sa 29.11.25 13:08Wie beurteilt ihr [/b](wenn ihr auf Auktionen, im Internet oder auf Münzbörsen unterwegs seid oder in einer Münzhandlung etwas seht) die 1) Seltenheit und 2) den Wert einer Münze? Gibt es da Hilfsmittel Kataloge, Datenbanken), die ihr nutzt? welche Vor- und Nachteile haben diese?
In erster Linie ist das a.) "nur ein Spätrömer" und b.) "nur ein Constantin I." und c.) "nur ein BEATA TRANQVILLITAS", von dem man im Laufe der Jahrzehnte hunderte Stücke gesehen hat. Was positiv ist: es ist ein Constantin I. aus Trier, keiner der noch weitaus häufigeren aus Antiochia etc. Wenn ich jetzt also keine Spezialsammlung Trier führe oder genaue Listen führe, weil ich JEDE Spätrömervariante in meiner Sammlung belegen will, ist das für mich prinzipiell mal eine klassische 10- bis 20-Euro-Münze.
Wenn einem natürlich eine ungewöhnliche Detaildarstellung wie ein Christogramm ins Auge springt, ist das so ein "Oh, hoffentlich hat das keiner gesehen und die Münze hätte ich schon gern in meiner Sammlung"...
MR
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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