Sesterzen des Commodus sind ja hochinteressant, aber oft so schlampig geprägt - das ist schade. Deiner ist ja ziemlich überdurchschnittlich, und stilistisch ist er interessant mit dem langgezogenen Porträt, das aussieht wie ein übersteigerter Marcus Aurelius.
Ich war jetzt bei den Denaren erfolgreich mit einem Münztyp, den ich schon lange haben wollte (RIC 248); er ist selten, auf acesarch finde ich ein anderes Exemplar außer diesem Stück. Dieses wurde zweimal bei NAC versteigert, ohne Bäume auszureißen (2016 für 300 sFr. nicht verkauft, 2021 von 150 auf 200 sFr. gegangen), und ich habe es jetzt bei NACs "Farmteam" Naville für 180 Pfund ersteigert. Traf sich gut, daß ich sowieso nach London fuhr, da konnte ich die Münze gleich abholen. London ist so teuer, da habe ich immerhin das Porto gespart.
Als der Kaiser seine "Großartigkeit" (Magnificentia) feiern ließ, wußten die Münzbeamten anscheinend beim besten Willen nicht, wie sie diese bildlich darstellen sollten, so daß sie auf eine Schrift im Kranz zurückgriffen. Ein großer Hit war diese Emission scheint's nicht - der Typ ist wesentlich seltener als Commodus' beliebte Denare mit Kopf im Löwenfell. Technische Daten: 17,5 mm, 3,03 g, Stempelachse 6 Uhr.
Viele Grüße,
Homer