Die Schönheit der Münzen des Commodus

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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pingu
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von pingu » Fr 29.08.25 13:44

stilgard hat geschrieben:
Mi 04.12.24 16:12
Denar des Commodus 177 - 192, geprägt 183 v. Chr. in Rom, 2,85 gr.
schöne Münzen zeigt ihr hier. 8)
Aber der ganz frühe Comodus des Stilgard hat mich dann doch vom Sockel gehauen...
Das ist wahrscheinlich die früheste Prägung üerhaupt (366Jahre vor seiner Zeit?), und keinem ist es bis jetzt aufgefallen.
Entweder lese ich etwas komplett falsch, oder es Macht mal bitte einer das "n. Chr." weg? :mrgreen:

Grüße pingu
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

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Numis-Student
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Numis-Student » Fr 29.08.25 14:54

Wer noch nie in seinem Leben einen Fehler gemacht hat, werfe den ersten Stein... ;-)

MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Homer J. Simpson
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 29.08.25 19:41

Dazu passend:
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Lucius Aelius
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Lucius Aelius » So 14.09.25 12:22

Bei den großen Ae-Reichsmünzen stieg seit Trajan die Ausgabe von Sesterzen stetig an, Asse folgten mit Abstand an zweiter Stelle und das Schlusslicht bildeten die Dupondien. Auch bei Commodus setzte sich dieser Trend fort. Im heutigen Handel gibt es jede Menge seiner Sesterzen, Dupondien (bei Petronius wurden sie als "gedoppelter As" bezeichnet) wie das hier vorgestellte Stück RIC 567 (190 n.Chr.) muss man schon suchen. Der Dupondius ist von der Ausprägung eigentlich noch recht gut erhalten, aber die Oberflächenkorossion hat schon deutlich Spuren hinterlassen.
Das rückseitige "tempor(um) felic(itas)" steht sicher in Verbindung mit der überwundenen Kornkrise (Africakrieg mit der daraus resultierenden Cleanderaffäre) und der abgeklungenen großen "Pest"welle und sollte den Römern wieder Zeiten des Glücks versprechen. Die gekreuzten cornucopiae mit dem caduceus dazwischen waren dafür ein beliebtes Münzmotiv (siehe bspw. die Dupondien von Vespasian).

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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Dittsche » Fr 19.12.25 20:21

Commodus verfällt dem Herculeswahn und feiert sich selbst als Hercules Romanus

Denar, Rom 191/192, 2,7 gr., 17mm, 6h

Vs: [L AEL AV]REL COM - M AVG P FEL
Kopf des Commodus, mit Löwenfell n. r.

Rs: HERCVL ROMAN AVGV
Herkuleskeule mit dreizeiliger Legende zu beiden Seiten,
innerhalb eines Kranzes

Ref: MIR18 853-4/72, OCRE: RIC III 251

Warum sich die C10 Averslegende der 64. und 65. Emission im MIR (Seite 166/167) auf P FEL endend, mit P F als C10 Averslegende für die 66. Emission (Seite 168) verwendet wird, verstehe ich leider nicht. Was übersehe ich hier?

BG
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Lucius Aelius » Sa 20.12.25 15:52

Nichts hast du übersehen 😉, da hat sich bloß ein Fehler in MIR 18 eingeschlichen. So wäre es korrekt:
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Dittsche » Sa 20.12.25 16:57

Danke für die Bestätigung, so sieht meiner jetzt auch aus.

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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von mike h » Mo 16.03.26 12:10

Ich hab noch mal nen Hercules in Bronze gefunden.
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Martin
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Homer J. Simpson » Do 26.03.26 14:53

Sesterzen des Commodus sind ja hochinteressant, aber oft so schlampig geprägt - das ist schade. Deiner ist ja ziemlich überdurchschnittlich, und stilistisch ist er interessant mit dem langgezogenen Porträt, das aussieht wie ein übersteigerter Marcus Aurelius.

Ich war jetzt bei den Denaren erfolgreich mit einem Münztyp, den ich schon lange haben wollte (RIC 248); er ist selten, auf acesarch finde ich ein anderes Exemplar außer diesem Stück. Dieses wurde zweimal bei NAC versteigert, ohne Bäume auszureißen (2016 für 300 sFr. nicht verkauft, 2021 von 150 auf 200 sFr. gegangen), und ich habe es jetzt bei NACs "Farmteam" Naville für 180 Pfund ersteigert. Traf sich gut, daß ich sowieso nach London fuhr, da konnte ich die Münze gleich abholen. London ist so teuer, da habe ich immerhin das Porto gespart. ;-)

Als der Kaiser seine "Großartigkeit" (Magnificentia) feiern ließ, wußten die Münzbeamten anscheinend beim besten Willen nicht, wie sie diese bildlich darstellen sollten, so daß sie auf eine Schrift im Kranz zurückgriffen. Ein großer Hit war diese Emission scheint's nicht - der Typ ist wesentlich seltener als Commodus' beliebte Denare mit Kopf im Löwenfell. Technische Daten: 17,5 mm, 3,03 g, Stempelachse 6 Uhr.

Viele Grüße,

Homer
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von Dittsche » So 29.03.26 20:23

Commodus verfällt dem Herculeswahn und feiert sich selbst als Hercules Romanus

As, Rom, 192, 24mm, 9,7gr., 6h, VF

Obv: L AEL AVREL COMM AVG P FEL
Head of Commodus, wearing lion-skin, right

Rev: HERCVL ROMAN AVGV S C
Legend flanking club, all within laural-wreath

MIR 18 853-9, RIC III 649
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Re: Die Schönheit der Münzen des Commodus

Beitrag von mike h » So 29.03.26 23:55

Ich hätte noch einen, der dazu passt.
Leider nicht ganz so schön.
Kamp0041.206.5AR01.jpg
HERC COMMODIANO P M TR P XVI / COS VI (im Abschnitt) / S C (im Feld),
Commodus als Hercules mit Patera und Cornucopiae v.v., Kopf n.l., davor Altar und Baum mit Löwenfell. RIC 591 (R), C 178.
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