Probe Rubel

Europa (ohne Euros) und Afrika - ab etwa 1500.
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sergej2448
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Probe Rubel

Beitrag von sergej2448 » Sa 27.12.25 17:10

RUSSLAND, Zaren von Russland. Nikolai II. Alexandrowitsch, 1894-1917. Rubel 1897 ✱✱ (Silber, 33 mm, 20,00 g, 12 h), sogenanntes „Brüsseler Probemuster mit Stern- und Vogelrand“, Bruxelles (Brüssel). Б.М.НИКОЛАЙ II ИМПЕРАТОРЬ - И САМОДЕРЖЕЦЪ ВСЕРОСС. Nackter Kopf von Nikolai II. nach links. Rev. РУБЛЬ 1897 Г. Gekrönter Doppeladler, unten Wertangabe und Jahreszahl. Bitkin 207. Julian 1200. Kazakov 81. Uzdenikov 2079. Sehr selten. Schöne Patina. Leichte Kratzer, ansonsten sehr gut erhalten.

Die Geschichte der rätselhaften „Brüsseler Probe“-Rubel ist noch immer nicht vollständig geklärt. Uzdenikov war aller Wahrscheinlichkeit nach der Erste, der die Idee verbreitete, dass es sich bei diesen Münzen um Probeprägungen handelte (V. V. Uzdenikov: Russische Münzen, Moskau 1992, S. 151, Nr. 2079). Seit den 1990er-Jahren werden Rubel, die sich von der Standardausgabe durch ein Stern- und Vogelmotiv (einen unvollständig geprägten Stern) in der Randinschrift unterscheiden, als Probe-Rubel vermarktet.

Es ist bekannt, dass es gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Russland Bestrebungen gab, das Währungssystem an das Westeuropa – insbesondere an Frankreich – anzugleichen. Am 2. Januar 1897 trat auf Initiative von Finanzminister Witte unter dem Vorsitz des Zaren das Große Finanzkomitee zusammen. Auf dieser Sitzung wurde die Reform des Währungssystems und die Einführung des Goldstandards beschlossen. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Rubel-Variante, die in der Brüsseler Münze – die eng mit der Monnaie de Paris zusammenarbeitete – geprägt wurde, durchaus plausibel.

Doch die Beweislage ist uneinheitlich: Diese Münzen gelangten eindeutig in Umlauf, was erneut Zweifel daran aufkommen lässt, ob es sich überhaupt um Probeprägungen handelt. Unbestritten ist jedoch, dass die Rubel von 1897 mit diesem markanten Randdesign äußerst selten sind – und zu den ungelösten Rätseln der russischen Numismatik zählen.
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