Schaukasten altdeutsche Münzen

Deutschland vor 1871
Chippi
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Chippi » Sa 20.12.25 18:08

Für ihn trifft es auch zu.

Sachsen-Weimar-Eisenach, 4 Pfennig 1810 (Eisenach), Carl August (1758-1775-1815-1828) - AKS 9.

Gruß Chippi
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

Chippi
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Chippi » Sa 20.12.25 18:10

Genauso der hier.

Schwarzburg-Rudolstadt, 6 Pfennig 1781 (Saalfeld), Ludwig Günther II. (1767-1790) - Schön 26.

Gruß Chippi
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Chippi » Sa 20.12.25 18:17

Die habe ich noch nicht gezeigt.

Schwarzburg-Rudolstadt, 1/4 Kreuzer 1857 (München), Friedrich Günther (1807-1867) - AKS 29.

Schwarzburg-Rudolstadt, 1/4 Kreuzer 1863 (München), Friedrich Günther (1807-1867) - AKS 29.

Geprägt für die Oberherrschaft Rudolstadt.

Gruß Chippi
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Chippi » Sa 20.12.25 18:21

Der war auch schon im Adventskalender zu sehen.

Soest (Stadt), 3 Pfennig 1740 - Schön 13.

Soest prägte nur noch in der ersten Hälfte des 18.Jh. Münzen und da auch nur 3 Pfennigstücke.

Gruß Chippi
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
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Lucius Aelius
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Lucius Aelius » So 28.12.25 15:55

Ein Reichstaler anno 1624 aus der Markgrafschaft Baden-Durlach, geprägt in der ehemaligen Residenzstadt Pforzheim.
Auf der Vorderseite ist der 29jährige Markgraf Friedrich im Harnisch zu sehen, den Kommandostab in die Hüfte gestemmt. Das runde Dingsda am linken Oberarm des Markgrafen erinnert sofort an ein Gemälde von van Dyke (1625/27), auf dem ein junger Adeliger eine ebensolche Armbinde mit geknoteter Schleife als Zeichen der Befehlsgewalt trägt https://share.google/dAgei8EB6quUGeFIm Quer über die Brust des Markgrafen verläuft die Feldbinde (siehe S. 70 https://share.google/CSYPvhGGMX97S13wW )
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Zum Wappen auf der Rückseite siehe https://share.google/1IZrz8TaSDCuxO2te
Bemerkenswert, dass die Münzlegende in Deutsch und nicht in Latein geschrieben ist 😯

Recht wechselvoll war die Historie des kleinen, 1535 durch Erbteilung der Markgrafschaft Baden entstandenen Baden-Durlach. 1594 besetzte Friedrichs Vater (1622 als Markgraf abgetreten) die andere Markgrafschaft (Baden-Baden), in der völlige Mißwirtschaft herrschte. Als die Schlacht bei Wimpfen 1622 von den Katholischen gewonnen wurde (Baden-Durlach war protestantisch, das von ihm zwangsverwaltete Baden-Baden hingegen katholisch), da verlor Durlach das Gebiet von Baden-Baden, denn der Wiener Kaiser etablierte den vertriebenen badischen Markgrafen wieder in sein Amt. Mit Eintritt des Schwedenkönigs in den Dreißigjährigen Krieg wendete sich das Blatt und Baden-Durlach bekam 1633 Baden-Baden erneut zugesprochen. Bereits zwei Jahre später schlug das Schicksal erneut zu, jetzt besetzte Baden-Baden mit Hilfe der vorrückenden Katholischen Baden-Durlach (was bis zum Kriegsende 1648 andauerte)
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Dittsche » So 28.12.25 20:17

Reuß älterer Linie Obergreiz unter der Herrschaft von Fürst Heinrich XIII. 1800–1817

1/6 Taler 1808 L

Vs: V.G.G. HEINR. D. XIII. AELT. REUSS. G.U.H.V.P. REG. F. Z. GREIZ

Von Gottes Gnaden Heinrich der Dreizehnte, Reuß älterer Linie
Graf und Herr von Plauen Regierender Fürst zu Greiz

spatenblattförmiger, vierfeldiger Wappenschild, umzogen von Kette und dem Kleinod des ungarischen Sankt-Stephans-Ordens umzogen, auf einem Hermelinmantel unter einem Fürstenhut

Rs: LXXX EINE FEINE MARK

Wertangabe und die Jahreszahl innerhalb eines Kranzes aus gebundenen Eichenzweigen, Münzzeichen L für Saalfeld

Auflage: 9000

Referenz: Schön 5

Die Reuß ältere Linie residierte in Greiz, wobei sich der Name "Obergreiz" auf die Linie bezog, die das Obere Schloss bewirtschaftete, bevor die Fürstenwürde erlangt wurde und die Linie sich als Fürstentum Reuß älterer Linie etablierte.

Heinrich XIII. war ein enger Verbündeter Preußens, trat aber 1807 dem Rheinbund bei, um die Souveränität seines Fürstentums unter Napoleon zu sichern. Die Münzprägung von 1808 fällt genau in diese turbulente Zeit der napoleonischen Kriege, in der viele Kleinstaaten versuchten, ihre finanzielle und politische Identität zu wahren.

Bei "coinstrail" bin ich bisher noch nicht gelandet.

https://coinstrail.com/de/catalog/reuss ... 26eb463e01

Und jetzt kommt: Rute raus, der Spaß beginnt
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Dittsche » Sa 03.01.26 16:57

Das schicke Münzlein gab es heute morgen in Duisburg auf der Börse. Heute war recht wenig los, da u. a. der Niederrheiner bei einer fallenden Schneeflocke sich nur noch zum Gehweg freischieben vor die Tür traut. Nein Quatsch, endlich mal Schnee am Niederrhein, viele Kinder hier kennen das nur aus Büchern.

Friedrich -Wilhelm II. 1786-1797

4 Groschen = 1/6 Taler 1797 aus Berlin

Vs: Kopf n. r. mit losem, im Nacken gebundenem Haar
FRIDERICUS WILHELM BORUSS(orum) REX

Rs: Gekr. Adlerschild zwischen geteilter Jahreszahl. Unten Wertangabe und Mzz. Als Umschrift die Wertigkeit in Feinsilber. 84 EX MARCA PURA COLON(iensi)

Auflage: 5.154.496

Referenz: Neumann 7, v. Schrötter 81

BG
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Re: Schaukasten altdeutsche Münzen

Beitrag von Dittsche » Sa 03.01.26 22:18

Friedrich der Große stand vor dem Problem, dass Preußen für einen langjährigen Krieg gegen die Großmächte Österreich, Frankreich und Russland eigentlich nicht über genügend finanzielle Mittel verfügte. Die Besetzung Sachsens war daher nicht nur strategisch, sondern vor allem fiskalisch motiviert.

"Von außen schön,
von innen schlimm,
von außen Friedrich,
von innen Ephraim."

Neben der regulären Kriegssteuer nutzte er eine weitere Finanzquelle: Durch die Kontrolle der Münzprägestätten in Dresden und Leipzig betrieb er eine indirekte Besteuerung, indem er einen extrem hohen Gewinnanteil aus der Münzproduktion (den Schlagschatz) abschöpfte.

Dieser Dritteltaler vom großen Fritz (ebenfalls heute von der Duisburger Börse) wurde 1758 in Dresden während des siebenjährigen Krieges geprägt. Und ja....von aussen hui und vom Feeling in der Hand eindeutig pfui.... 7,7gr. bei 30mm...

Referenz: Neumann 308, Olding 344, Martin K90b, v. Schrötter 1683b

Friedrich hatte den Krieg mit einem Staatsschatz von 13 Millionen begonnen und schloss ihn mit 14 Millionen ab, allerdings nur noch ein Drittel wert.

Die große Welle der Münzverschlechterung zeigt sich auch in diesen beiden Funden wieder:

Eine preußische Kompaniekasse des Siebenjährigen Krieges. Der Schatzfund von Leuthen

Eine vergessene Kriegskasse im Königlichen Konsistorium Hannover

BG
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